Hallo Leonie,
der Titel Deines Themas hat mich sehr angesprochen. Mir geht's seit Jahren so. Auch was Du beschreibst, man redet, es kommt ein bisschen Veränderung, und dann wieder Rückschritt. Der Mann ist bequem. Andererseits, und das scheint mir bei Dir zwischen den Zeilen zu stehen: er ist nicht schlimm, nicht böse, hat keine üblen Macken. Eher verlässlich, wenn auch langweilig.
Tja, was tun? Ich nehme mir oft vor, ganz klar zu sagen, pass auf, ich möchte in einer Beziehung das, das und das. Zum Beispiel einen gemeinsamen Urlaub im Jahr, einmal im Monat was unternehmen (wenn's wieder geht), ich möchte nicht allein für Haus, Garten und Schule verantwortlich sein, ich möchte Unterstützung bei xy. Und wenn das nicht geht, trennen wir uns.
Getraut hab ich mich bisher nie, ich fühlte mich egoistisch, hatte Angst vor Konsequenzen. Resultat: Unzufriedenheit seit Jahren, Affären, und immer die Frage, ob das so weitergehen soll.
Ich bin gespannt, was du machst. Du bist noch jung. Einen Rat hab ich nicht - höchstens: mach eine Liste. Bzw. Einen Zettel mit vier Feldern. Vorteile, wenn ich bleibe, Nachteile wenn ich bleibe. Darunter Vorteile, wenn ich mich trenne, Nachteile, wenn ich mich trenne. Manchmal hilft das bei Entscheidungen.
Verlässlichkeit, Beständigkeit -das kann auch ok sein. Und man bzw. frau sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass sich mit einem Gespräch alles ändert. Immer wieder reden. Gegen die Bequemlichkeit.
Sorry, jetzt hab ich deinen Thread benutzt, um mich selbst wieder zu motivieren

Mach's gut. Was richtig gewesen wäre, weiß man immer erst hinterher.