Soundsovielte G.
Gast
Mit dem Wissen darum, hätte ich - neben dem Schock - immerhin noch die Würde, mich frei und selbstständig zu entscheiden, was mein Mann unter den neuen Voraussetzungen noch von mir an Zuwendungen u.s.w. bekommt!
Das empfände ich nahezu als Diebstahl. Ich würde mich "beraubt" fühlen - mindestens meiner ureigenen Entscheidungshoheit und dem, was ich wem und wann schenke.
Ich für meinen Teil würde das einem Menschen, dem ich vertraut habe, wenn überhaupt, dann nur sehr schwer verzeihen können.
Ist es nicht so, dass ein Betrüger sich auch deshalb um die Wahrheit drückt, um sich weiterhin die guten Sachen zu erschleichen? Er ahnt doch, dass der Hahn andernfalls zugedreht werden würde.
Wenn ich ein betrügender Ehemann wäre, würde ich die "harte Abrechnung" vor lauter Schiss wahrscheinlich auch hinaus zögern. Es fließt ja nicht nur keine Milch und Honig mehr, sondern man steht fortan auch noch "vor Gericht", sieht die Verachtung in den Augen der Betrogenen gespiegelt, und muss sich mit diesem unliebsamen Selbstbild auseinandersetzen ...
Ich kann mir kaum vorstellen, dass unter diesen neuen Vorzeichen die Beziehung zur Geliebten weiter in der selben Weise genossen werden kann. Auch so ein weiterer Grund, es bis zum St. Nimmerleinstag hinaus zu zögern