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Sie will die Trennung, da keine Liebe mehr

Winterblume

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Ich habe mir mal deinen Strang durchgelesen... Alter Schwede, ist deine Ex ekelhaft. Ich verstehe nur nicht das du da noch nachtrauerst.
Das Positive ist: Egal was Next macht. Es werden IMMER deine Söhne sein. Sie hat DICH damals ausgewählt um Kinder zu bekommen. Das kann weder sie noch er ändern. Auch die Zahlungen hören irgendwann auf. Kinder werden größer und verstehen es irgendwann.

09.01.2019 14:11 • x 2 #421


Tom40


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Hallo Winterblume,

danke für Deine Zeilen.

Nutze die Antwort für kleines update.

Ich trauere nicht mehr um meine Ex.
Ich trauere immer noch ein nach meinem alten Leben und ein wenig nach der Frau die mich mal geliebt hat.
Mir geht es mittlerweile wieder ordentlich, ich schreibe bewusst nicht gut, dafür habe ich noch zu viele Baustellen,
auch Baustellen in mir selber. Aber so wie es viele hier gesagt haben, nur über die Zeit kann man heilen, wird es immer
ein wenig besser. Ich glaube ich versuche auch gegen meine "Depression" schon sehr aktiv anzukämpfen (Sport, Freunde, Hobby).
Und trotzdem vergeht kein Tag, kein Tag!, wo ich mal nicht kurz in der Vergangenheit schwelge.

Fassungslos bin ich auch jetzt im Moment wieder, über die immer währenden Attacken meiner Exe, sie lässt nicht locker beim
Unterhalt, beim Zugewinn, hat sogar die Anwältin gewechselt. Ich habe nie gemauert, immer fristgerecht wie gefordert vorgelegt
und errechnete Beträge gezahlt. Es ist ihr zu wenig, das tut mir leid für sie, sie hätte damals jemanden mit mehr Geld heiraten
sollen. Ich zahle entsprechend meiner wirtschaftlichen Leistungskraft, sie versucht immer mal wieder mehr rauszuschlagen.
Und das obwohl sie alles bekommen hat was sie wollte, sie wollte sich von mir befreien, sie wollte ihren Tuppes, sie wollte den
Luxustempel und sie wollte die Kinder. Eins habe ich noch vergessen: sie wollte mich vernichten. Warum? Ich weiß es nicht.
Natürlich sind mir und auch vielen anderen hier unsere Anteile bewusst und bekannt, aber bei uns waren es wirklich Peanuts,
nach meinem Verständnis des Eheversprechens echt sehr überschaubar das wie und wann.

Unsere Anwälte führen wieder heftigen Schriftverkehr, habe jetzt nochmal brav und noch viel mehr vorgelegt, mehr geht jetzt
wirklich nicht mehr. Bin mal gespannt ob eine Einigung in Sicht ist, oder ob dann noch andere Gehässigkeiten kommen.
Ihr Tuppes lacht mich jedenfalls bei jeder Begegnung nur blöd an und grinst sich tot, am liebsten würde ich den......................,
ich lächel kurz zurück und weiter.

Die Kinder......., kommen sofern ich das beurteilen kann gut im Alltag zurecht. Lieben mich glaube ich sehr, ich nehme mich in
den 14 Tagen immer sehr bewußt zurück und nerve nicht (außer tägliches schreiben und gelegentliche Anrufe und Post), biete
ihnen immer wieder an, dass ich jederzeit für sie da bin, viel mehr kann ich im Moment auch nicht tun.
Gelegentlich ertappe ich mich dabei, dass mir ein wenig Abstand gut tut, weil sie oftmals Dinge erzählen (ich unterbreche sie nicht)
die mich immer noch treffen, z.B. Verabredungen mit ehemaligen gemeinsamen Bekannten, Feiern etc.
Exe hat sich jetzt auch mal gemeldet als es nicht so gut in der Schule lief. Hatte ich ja bereits geschrieben, läuft es gut = ihr Verdienst, läuft es schlecht = unser Problem.

Dieses Jahr steht noch eine Kinderkommunion an, ich freue mich schon die ganze Sippe wieder zu sehen. Werde meinem Sohn
versuchen zu erklären, dass ich nur zur Kirche komme. Eine Feier mit meiner Familie hole ich eine Woche später nach.
Ich werde mich dort nicht mehr an einen Tisch setzen, zumal fraglich ist, ob überhaupt eine Einladung ausgesprochen wird.

So, ich melde mich die Tage mal wieder, ich hoffe das gelegentliche updates anderen vielleicht helfen können, die sich in einer Akkutphase der Trennung befinden. Leider schreiben viele ja nicht mehr hier wenn es ihnen wieder besser und gut geht.

Viele Grüße

Tom

09.01.2019 18:14 • x 10 #422


MichaCux

MichaCux

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Ich möchte auch mal meinen Stand hier wiedergeben. Trennung war im April '15. Der Berühmte Kollegen-Tuppes (Der Begriff scheint sich ja hier etabliert zu haben) Zwei Kinder (damals 4 & 6) , Haus, 18 Jahre zusammen, 7 davon verheiratet, also alles ganz klassisch.
Alles brach für mich zusammen, echt alles. Mir fehlte so oft die Kraft für irgendwie alles. Ich habe das ex-emplar von einen auf den anderen Tag nicht wieder erkannt. Und tue es bis heute nicht.
Es folgte die Schlacht der Anwälte ( nur alleine für mich insgesamt ca. 18k Euro Anwalts- und Gerichtskosten). Aber im Prinzip ist es immer recht gut für mich ausgegangen.
Irgendwann war alles entschieden und der Frust musste bei ihr wohl woanders hin was darin endete das meine Tochter (damals 10) mir im März letzten Jahres vor die Tür gestellt wurde. Da dies Konsequenzen zwischen Daumen und Zeigefinger nach sich zog ging das ex-emplar wieder vor Gericht. Und das Kind wurde mit Haustier usw. geschmiert. Somit war sie im August wieder bei der Mutter. Meine Reaktion? Ich habe den Umgang, den vorher erkämpften, drastisch reduziert. Den Kindern ist es untersagt in meiner Gegenwart über irgendwelche Tuppeses (meines Wissens 4 seit 2015) zu sprechen. Ich fahre nicht mehr zu meinem früheren Haus. Seit drei Jahren nicht mehr. Ja ja, ich bin in der Pflicht sie zu holen .... :pff: Machtspielchen. Wer will mich zwingen? Einmal nicht abgeholt und ihr Wochenende / Vorhaben gesprengt, und schon klappt es. Und wenn ich dann schon höre die Kinder, die Kinder ..... und ich? Ich grenze mich jetzt ab. Was mir Bauchschmerzen macht vermeide ich wenn es in meiner Möglichkeit ist.
Bin ich eben der A r s c h. Und? Ist der Ruf erst ruiniert ..... :party:

Ansonsten geht das Leben weiter. Seit Oktober habe ich wieder ein Eigenheim und damit wieder eine Aufgabe. Job läuft wieder (2015 & 2016 war echt nix mit mir zu machen). Marktwert von mir scheint auch nicht soo schlecht zu sein, wobei ich es mittlerweile auch gut alleine mit mir aushalten kann.

Aber die der Gedanke an das Leben 1.0 und das was wäre wenn, kommt immer noch oft.
Aber 2.0 ist auch nicht schlecht. Es dauert eben sich einzurichten, es anzunehmen und sich wieder selbst zu entdecken ( und jetzt bitte keine Zweideutigkeiten interpretieren :nein: )

Micha

09.01.2019 18:48 • x 9 #423


Hamster75

Hamster75

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Michas Geschichte ähnelt sich ja auch sehr mit meiner. Auch bei mir war alles vorhanden: Lange Ehe, 3 Kinder, Haus, guter Job und dann geht Exe mit einem "Kollegen" fremd und verliebt sich in ihn. Ich war ja nie ihre Liebe kam zum Schluss.

Auch ich hatte das Gefühl, dass alles - wirklich alles - keinen Sinn mehr macht. Mehr als ein halbes Jahr bin ich als Zombie rumgelaufen und Exe hat wirklich nichts ausgelassen, um mich fertig zu machen. Aber das hat mich irgendwie auch weiter gebracht. Dank ihrer verringerten Intelligenz verlief zumindest Rechtlich vieles zu meinem Gunsten, aber horrende Anwaltskosten hatte ich auch.

Mittlerweile geht es mir eigentlich gut. Ich habe eine neue, wirklich tolle Frau an meiner Seite und auch ich komme auch gut mit mir selber klar. Mittlerweile konnte ich auch einiges unternehmen, was vorher undenkbar gewesen wäre. Auch mein Freundeskreis ist wieder groß und mit vielen guten Menschen gespickt. In den letzten Jahren der Ehe war ich eher isoliert.
Exe dagegen geht es wohl gesundheitlich (psychisch) und finanziell schlecht, weil ich nicht die 3000.- Euro Unterhalt zahle, wie sie es sich während der Trennung so ausgemalt hat. Der neue Stecher scheint ja auch ein Prachtexemplar zu sein; hat sein Leben als arbeitsloses Muttersöhnchen geplant und ist wirklich grenzdebil.

Was aber nicht gut läuft, sind die Kids. Mein Sohn kommt irgendwie immer noch nich mit der Trennung klar und ich habe Angst, dass er auf die schiefe Bahn gerät. Der Kleinste fängt jetzt erst langsam an zu realasieren, was nicht stimmt.
Immerhin kann ich mich mit meiner Ex bzgl. Kinder reden. Da werden keine Steine in den Weg gelegt und die Probleme der Kinder besprechen wir gemeinsam. Aber wehe, es geht ums Geld, da fährt sie wieder die Krallen aus. Aber soll sie ruhig, einige verlorene Klagen haben ihr die Lust auf Gerichtsverhandlungen genommen.

Denke ich noch viel ans Leben 1.0? Eigentlich nein. Klar, hin und wieder frage ich mich schon, warum weshalb wieso alles so gelaufen ist. Ich sehe mich auch nicht als den Unschuldsengel, der ich sonst bin, aber ich habe niemals Extremes gegen sie oder die Kinder gesagt oder unternommen. Vielleicht habe ich mich zu sehr für die Familie und den Lebens(alp)traum hingegeben und war letztlich unglücklich und ausgbrannt ... keine Ahnung.

Tatsache ist: Leben 2.0 ist sehr lebenswert und ich erwische mich auch dabei, dass ich dem Universum dankbar bin, dass es so gelaufen ist.
Wenn es meinen Kindern gut gehen würde, wäre ich sehr zufrieden ... naja, den Beitragsservice könnte man auch zum Mond schießen.

10.01.2019 20:05 • x 7 #424


Tom40


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Es läuft mal wieder traumhaft.......

Älterer Sohn im Krankenhaus, Not-OP, Zusammentreffen aller Beteiligten im Krankenhaus mit eisiger Stimmung.
Leute im Moment bleibt mir nichts erspart, letzte Woche großer Schriftsatz und diese Woche treffe ich auf Ex-Familie im
Dauerzustand.
Dem Sohn geht es schon ein bißchen besser, und ich der Papa soll bei ihm schlafen, sein ausdrücklicher Wunsch, dem ich natürlich nachgegangen bin und heute wiederholen werde. Mein Sohn (10) ist sehr dankbar und sagt mir das immer wieder.
Die Kommunikation mit der Exe ist kurz und knapp ausschließlich dem Kinde gewidmet. Begegnung zu Ex-Schwiegereltern sehr eisig und auch ganz kurz und ganz knapp. Eigentlich immer noch alles traurig, dass sie sich haben so vor den Karren spannen lassen.
Das Zusammentreffen hat mir weniger ausgemacht als befürchtet und trotzdem hat es nochmal viel aufgewühlt.
Ist natürlich immer ein schlechter Zeitpunkt, aber unpassender in der vielleicht jetzigen Endphase der Anwaltsschreiberei ging gar nicht.
Aber wer weiß vielleicht hilft es auch die Dinge zu beschleunigen.

Habe meine Exe mehrfach gemustert, sieht immer noch gut aus, sieht meiner Meinung aber auch sehr müde und gestellt aus.
Ob es ihr doch mehr ausmacht als sie nach außen hin zeigt? Muss mich dass interessieren? Nein!
Man kann aber an solchen Gedanken erkennen, wenn man ehrlich zu sich selbst ist, so ganz abgeschlossen hat man(n) dann doch
nicht. Es wirft mich aber nicht zurück, verursacht halt komisches Gefühl im Bauch und Unwohlsein.
Ich muss aber aufpassen mich nicht mehr zu sehr mit ihr zu beschäftigen, weil das nicht gut für mich ist.

Ich glaube bin mit meinem Sohn sehr gut umgegangen und habe die Begegnungen mit den Exen ganz gut gemeistert.
Bin ein bißchen Stolz auf mich.
Jetzt geht es natürlich in meinem Laden wieder drunter und drüber, bin nich so verfügbar und habe die ganze Nacht während der Betreuung kein Auge zugemacht.

Melde mich wieder.

Gestern 14:47 • x 7 #425


Hoffen

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Genau das mach ich auch. Es ist besser so
Zitat von Tom40:
Ich muss aber aufpassen mich nicht mehr zu sehr mit ihr zu beschäftigen, weil das nicht gut für mich ist.

Vor 23 Minuten • x 1 #426