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Schmerzensgeld bei Scheidung - eure Meinungen

Warsdas

Warsdas

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Ihr Lieben,

ich hätte da mal eine Idee. Nicht durchführbar, ich weiss, aber ein Gedankenexperiment wert.

Wie wäre es, wenn derjenige, der aus einer Ehe ausbricht (nur aus einer Ehe, denn diese ist ja quasi ein Vertrag, den man zusammen schliesst), dem anderen Schmerzensgeld zahlen müsste für zugefügte seelische Schmerzen? Unabhängig von Trennungsgeld und Unterhaltskosten. Am besten nach einer fixen Formel, dann müssten auch keine Anwälte engagiert werden.

Die Formel könnte etwa lauten Jahrseinkommen*Ehejahre/Faktor x. Es müsste richtig weh tun. Denn der zugefügte Schmerz tut ja auch richtig weh.

Gerecht fände ich so was auf jeden Fall. Kann doch irgendwie nicht sein, dass der eine geht und der andere dann selber schauen muss, wie er mit den Trümmern zurechtkommt. Hätte vielleicht auch eine abschreckende Wirkung.

Klar kann niemand gezwungen werden, in einer unglücklichen Beziehung zu bleiben. Aber die heutige Ego-Mentalität - nach mir die Sintflut - finde ich auch nicht o.k.

Für den, der zurück bleibt, wäre das quasi eine Anerkennung des zugefügten Leids. Der hat schliesslich sein Leben auf Basis dieser Ehe aufgebaut.

Was meint ihr?

09.05.2022 13:24 • x 2 #1


aciddd

aciddd


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Davon halte ich nichts. Es wäre die Abschaffung der Selbstbestimmung. Auch wenn ich deinen Gedanken bezüglich der Schnelllebigkeit nachvollziehen kann. Trotzdem hat jeder das Recht auf sein eigenes Leben. Wenn dass einem nicht glücklich macht, dann sollte auch kein Vertrag wie du die Ehe nennst, einen dazu zwingen sein Glück zu vergolden.

Natürlich sind Menschen die getrennt werden, traurig, verbittert, wütend und verstehen die Welt nicht mehr. Aber so ist das Leben. Manchmal sind wir Gewinner, manchmal Verlierer. Aber es geht weiter.

09.05.2022 13:34 • x 8 #2



Schmerzensgeld bei Scheidung - eure Meinungen

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tina1955

tina1955


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@Warsdas, wie meinst Du das
ausgebrochen ?

Ich bin praktisch gegangen, als mein Ex sich eine Affäre geleistet hat .
Getrennt hätte er sich nicht, wäre ihm viel zu teuer geworden, er wäre somit nicht ausgebrochen.

09.05.2022 13:34 • x 2 #3


Warsdas

Warsdas


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@tina1955 mit ausgebrochen meine ich den, der geht. Eine vorausgehende Affäre müsste aber natürlichbals Spezialfall geregelt werden...

09.05.2022 13:43 • x 1 #4


Alixe1

Alixe1


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Zitat von Warsdas:
@tina1955 mit ausgebrochen meine ich den, der geht. Eine vorausgehende Affäre müsste aber natürlichbals Spezialfall geregelt werden...

Ich denke, da würde es zu viele Spezialfälle geben. Ich halte von der Idee nichts.

09.05.2022 13:47 • x 6 #5


Tara_neu


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Halte davon auch nichts. Hier in D gilt schließlich auch schon länger nicht mehr das Schuldprinzip.
Und: Schmerz ist immer subjektiv.
Wer kann außerdem sicher sagen, dass der, der verlassen wurde, vorher nicht jahrelang der anderen irgendwie verletzt hat. Verlangt der dann auch Schmerzensgeld?

09.05.2022 13:50 • x 8 #6


Ayaka

Ayaka


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du tust so als wär das alles nur die Schuld des gehenden und der/die andere ist ja perfekt und hat so rein gar nichts mit der Trennung zu tun - a bissl unrealistisch

nur die Trennung nicht zu wollen heißt nicht an den Ursachen mit beteiligt zu sein - jeder macht Fehler

09.05.2022 13:56 • x 7 #7


DonaAmiga

DonaAmiga


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@Warsdas , und wenn du aus der Ehe ausbrichst?
Ach ja: Sollte dein Mann der Verlasser (gewesen) sein und du Geld sehen wollen, dann heul nicht nach Schmerzensgeld, sondern geh arbeiten und verdiene dir was.

09.05.2022 14:02 • x 5 #8


CiRa78

CiRa78


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Schon mal darüber nachgedacht, dass der Verlassende vorher auch in irgendeiner Form gelitten hat? Ist Schmerz überhaupt mit Geld aufzuwiegen? Dann wärs ja einfach und dieses Forum bräuchte es nicht geben. Ich halte nichts von diversen Rachegedanken

09.05.2022 14:04 • x 5 #9


DonaAmiga

DonaAmiga


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Interessant, ich habe gerade den anderen Thread gelesen.
Also, @Warsdas , dein Mann hat euer ganzes Eheleben lang sich für Frau, Kinder, Haus und Hund krummgemacht, ist jetzt in eurer Ehe unglücklich, geht auf Distanz zu dir bzw. in Therapie, und dafür willst du jetzt von ihm am liebsten Schmerzensgeld?
Ich sag's noch mal: Geh arbeiten. Das macht klar im Kopp.

09.05.2022 14:18 • x 7 #10


Butterblume63


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Zumindest in Amerika gibt es so etwas. Persönlich halte ich nichts davon.

09.05.2022 14:28 • #11


DonaAmiga

DonaAmiga


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Zitat von Warsdas:
Eine vorausgehende Affäre müsste aber natürlichbals Spezialfall geregelt werden...

Das bundesdeutsche Scheidungsrecht mit Trennungsjahr, Versorgungsausgleich u. ä. Klimbim ist jetzt schon kompliziert genug; da braucht es nicht auch noch irgendwelche Phantasiegespinste frustrierter Hausfrauen.
Was hast denn du auf deiner Universität gelernt? Bzw. wozu hast du studiert?

09.05.2022 14:32 • #12


Charla

Charla


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@Warsdas
Zitat von Warsdas:
der aus einer Ehe ausbricht (nur aus einer Ehe, denn diese ist ja quasi ein Vertrag, den man zusammen schliesst), dem anderen Schmerzensgeld zahlen müsste für zugefügte seelische Schmerzen?

Davon halte ich gar nichts. Wie sollte das denn aufgerechnet werden, wer dem anderen mehr Schmerz zugefügt hat ? Auch Verträge sind kündbar wenn sie nicht mehr zu einem passen.

Kaum jemand bricht aus einer Ehe aus Spaß aus, meistens stecken ungelöste Konflikte wegen mangelnder Kommunikation dahinter, jeder hat seinen Anteil daran wenn es nicht mehr rund läuft.
Das ist dann der Preis, den beide bezahlen.

09.05.2022 14:42 • x 3 #13


Warsdas

Warsdas


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@DonaAmiga
Danke für deine freundliche, aber leider leicht agressive Antwort. Keine Angst, ich g e h e arbeiten und verdiene meinen Lebensunterhalt somit selbst. Hatte ich wohl vergessen zu erwähnen nebst Haus, Kindern, Hund.
Geht mir ja hier auch nur um eine rein rhetorische Frage, die ich zur Diskussion stelle. Weil die Frage nach der ausgleichenden Gerechtigkeit treibt hier ja viele um

09.05.2022 14:44 • #14


DonaAmiga

DonaAmiga


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Zitat von Warsdas:
Keine Angst, ich g e h e arbeiten und verdiene meinen Lebensunterhalt somit selbst.

Und wie kommst du dann auf so'ne Cerebralflatulenz?

09.05.2022 14:46 • x 2 #15



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