BendIt
Gast
Es ist nun ein wenig Zeit vergangen und ich möchte euch darüber auf dem laufenden halten.
Im Moment geht es mir deutlich besser als noch vor einer Woche. Ich habe seit dem einige Bücher gelesen und Hörbücher gehört. Vor allem "Die Hütte" hat mich emotional echt berührt. Ich weiß gar nicht mehr wie oft ich während des Lesens weinen musste. Aber diesmal, mit deutlich über 100%. Wer das Buch kennt wird vielleicht ähnliches erlebt haben. Außerdem habe ich noch "Der Weg" von William Paul Young und "Die Begegnung" von Andy Andrews. Beides sind auch sehr gute und inspirierende Werke.
Ich scheine auch langsam in das Stadium zu kommen in der man den Ex-Partner von seinem Podest herunter holt und man auch die negativen Dinge erkennen kann. Ich fühle mich wütend und sehr verärgert, enttäuscht und zurückgewiesen, wenn ich daran denke.
Aber andererseits habe ich die Worte von Robert Betz im Kopf der da sagt, das dass Leben keine Fehler macht und wir uns anmaßen klüger zu sein als das Leben und deshalb nach Gründen suchen was der Ex alles hätte machen können und müssen um an der Beziehung zu arbeiten und sie so evtl fortsetzen zu können. Und: das wir jeden Partner den wir haben und hatten auch gebraucht haben, um uns dadurch selbst erkennen zu können im hier und jetzt. Das wir jeden Partner nur so lange in unserem Leben haben wie es sein soll...
Ich finde den Gedanken daran eigentlich schon ziemlich tröstend. Vielleicht weil es auch etwas die Schuld die ich mir selber gebe, mildert.
Ich habe mit meiner Ex-Ex ein treffen ausgemacht. Wenn Sie Zeit hat werden wir uns diese oder nächste Woche mal treffen und miteinander reden. Ich habe die Absicht quasi ein letztes Gespräch mit ihr zu führen. Ihr zu sagen, das es weder für Sie noch für mich gut ist, wenn wir weiter aneinander Festhalten und diesmal in aller Deutlichkeit sagen, das es keinen Weg für mich zurück zu Ihr gibt. Das es besser ist, wenn wir uns endlich voneinander lösen und erst mal jeder sein eigenes Leben leben sollte, ohne den anderen im Hinterkopf oder SMS. Ich denke, das ist schon lange überfällig.
Zu meiner Ex muss ich auch noch in den nächsten Tagen. Ich habe noch Daten (Bilder) von Ihr die sie noch haben möchte. Ich werde sie ihr natürlich geben. Und dann hoffentlich erst mal eine weile nichts mehr von ihr hören und sehen...
Ich hatte angefangen ihr einen Abschiedsbrief zu schreiben. Nach 3 Seiten dachte ich aber, das dass wohl keine gute Idee ist. Ich habe mir fest vorgenommen, wenn wir uns das nächste (und letzte) mal sehen, von Herzen zu danken und ihr alles alles gute zu wünschen. Vielleicht ist auch dieser Abschied dann ein weiterer Schritt zum loslassen für mich.
Was mich allerdings immer noch sehr enttäuscht ist, das sie mir keinen "Abschiedsbrief" geschrieben hat, und auch nicht schreiben wird. Ich glaube das sie die ganze Sache verdrängt und sie sich in ihrer Arbeit versteckt um nicht daran denken zu müssen. Ich fühle mich bei dem Gedanken respektlos behandelt, es fühlt sich so an als ob sie ihre Gefühle für mich per Knopfdruck ausschalten kann und das Mitgefühl für sie ein Fremdwort ist.
Mir ist natürlich bewusst, das ich mir mit solchen Gedanken mir meine eigene Realität erschaffe und diese Realität wohl sehr weit von der Wahrheit entfernt ist. Ich wollte damit auch nur zum Ausdruck bringen, das es mich doch mehr verletzt als ich es gern hätte...
Vielleicht ist es nicht der Plan des Lebens das wir wieder zueinander finden werden. Aber das kann ich ja auch gar nicht wissen...
Auf jeden Fall, um es noch mal kurz zusammen zu fassen, geht es mir besser aber trotzdem durchwachsen. Ich bin außerdem bis ende des Monats krank geschrieben wegen Depression. Zumindest muss ich jetzt nicht auf Arbeit Amok laufen
