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Ich wollte von Anfang an mehr

DieSeherin

DieSeherin

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jaja... ich will garantiert niiiiiemals kinder haben.... und dann habt ihr gleich zum doppelschlag ausgeholt?

herzlichen glückwunsch euch vieren - und ich hoffe, auch seine exfreundin hat ihr glück gefunden!

07.11.2022 14:07 • x 2 #61


Die-Nachbarin

Die-Nachbarin

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@Gwenwhyfar danke dir
Ich hatte ehrlich gesagt nicht mehr wirklich an meinen Strang hier gedacht, dabei liest man selbst regelmäßig von geschilderten Problemen und fragt sich wie das wohl ausging?
Mein Kumpel wollte eine neutrale Meinung und da ich ihn UND sie kenne, fiel mir das wieder ein. Seins war es dann zwar nicht so, sein Herz in einem forum auszuschütten, aber mir hat es damals echt geholfen, meine Situation mal mit anderen Augen zu sehen

07.11.2022 16:46 • x 1 #62



Ich wollte von Anfang an mehr

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Die-Nachbarin

Die-Nachbarin

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@DieSeherin damals hätte ich Brief und Siegel drauf gegeben, nie Kinder zu wollen. Es war ja sogar der Trennungsgrund damals mit meinem ex.
Was haben mich die Sprüche genervt, dass sich das ändert, wenn ich den passenden Mann dazu habe etc. Hat mir jeder aufs Brot geschmiert

Aber ich kann meine DAMALIGEN Gedanken schon noch verstehen, wenn ich Freundinnen, Bekannte so sehe. Mir war es wichtig, ich zu bleiben, wenn ich Mutter werde. Als er das Thema Kinder immer öfter brachte, hab ich gemerkt, dass ich nicht mehr abgeneigt bin, ich hatte mich zwischenzeitlich beruflich umorientiert, wir hatten tolle Urlaube etc. Aber ich habe viele Gespräche im Vorfeld geführt, dass ich nicht wie einige, die ich kenne, zu Hause versauern will ohne Zeit für mich, meine erwerbsarbeit etc.
Wir arbeiten beide 75%, teilen die häuslichen Aufgaben und alles rund um die kinder fair auf. Ansonsten wäre es wirklich nicht meins.

07.11.2022 17:17 • x 6 #63


DieSeherin

DieSeherin

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Zitat von Die-Nachbarin:
Was haben mich die Sprüche genervt, dass sich das ändert, wenn ich den passenden Mann dazu habe etc. Hat mir jeder aufs Brot geschmiert

kann ich mir vorstellen - aber im endeffekt scheint es ja der richtige mann zu sein, wenn er den elternjob mit dir gemeinsam wuppt und ihr nicht in dieses rollen-gedöns reingerutscht seid

08.11.2022 09:34 • x 1 #64


Kroenchen_richten

Kroenchen_richt.

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Oh, wie schön.
Vielen Dank für dein Update.
Wirklich schön von einer Partnerschaft zu lesen die offensichtlich auch die Hürde Kinder und Haushalt gesund händelt.
Wünsche deiner Familie alles erdenklich Gute. Bleibt gesund und glücklich.

Vor 6 Stunden • #65


Begonie

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Zitat von Die-Nachbarin:
Langsam halte ich es nicht mehr aus. Es geht jetzt fast ein halbes Jahr so und ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ob ich ihm etwas von meinen Gefühlen sagen soll. Vielleicht ist es auch gar nicht nötig und er weiß es schon. Meine Schwester ist die einzige, die von der ganzen Sache weiß und sie sagt, er würde mich nur ausnutzen und ich wäre dumm genug, das mit mir machen zu lassen. Ich würde ihn nie bitten, eine Entscheidung zu fällen - ich fnde, ich habe kein Recht dazu. Er sagt, er will eigentlich nur raus aus der Sache, fühlt sich aber irgendwie verpflichtet.
Das schlimme ist, dass ich so glücklich bin, ihm wiederbegegnet zu sein und ihn zu haben. Aber dann fällt mir immer ein, ich habe ihn ja gar nicht.


Deine Schwester hat nicht unrecht damit. Du bist quasi seine emotionale Anlaufstelle, die er dann aufsucht, wenn ihn Susi wieder frustet. Er trifft keine klaren Entscheidungen, bleibt bei ihr wegen Schuldgefühlen und weil ein Kind kommt, dessen Vater er möglicherweise nicht ist.
Du lässt es mit Dir machen und bietest ihm genau das, was ihm mit Susi fehlt. Wertschätzung, Bestätigung, Liebe, Wärme, Vertrauen.
Aber er nimmt und gibt Dir nicht viel zurück. Er gibt Dir zwar schon was zurück, denn schließlich profitierst Du ja auch davon, aber dennoch entscheidet er sich nicht klar für Dich.
Du bist eine bequeme, anspruchslose Lösung für ihn, ein schönes Add-on.

Du musst selbst entscheiden, ob Du das weiter so handhaben willst oder doch am ausgestreckten Arm verhungerst.
Was früher mal war, ist weiter nicht wichtig. Es zählt, was jetzt ist und damit bist Du nicht glücklich. Und er scheint sich zwischen beiden Frauen so durchzulavieren.

Ferner finde ich es reichlich niveaulos so persönliche und intime Dinge wie S. oder malgenden S. vor Dir auszubreiten. Das geht Dich schlichtweg nichts an und ist nicht Deine Baustelle.

Du glaubst nur dass Du selbstbewusst bist, in Wirklichkeit bist Du wohl leichter zu lenken als Dir bewusst ist.

Vor 1 Stunde • #66


Die-Nachbarin

Die-Nachbarin

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@Begonie vielen Dank. Das Thema ist zwar alt, aber genau solche Beiträge haben mir damals geholfen, mich zu lösen. Ich hab es geschafft eine kontaktsperre zu halten, auch wenn es schwer war und er hatte Zeit, sich zu ordnen. Heute weiß ich, wie verunsichert er damals war und auch überfordert. Er hatte trotz seines Alters damals wenig Lebenserfahrung. War vom hotel Mama direkt zu einer Frau (eben dieser Susi) gezogen. Die Sprüche, dass er ewiger Junggeselle ist oder vom anderen Ufer etc haben das befeuert. Er hat wohl mal so ein Toy für Männer geschenkt bekommen und dann hat er sich eben halbherzig in diese nicht er füllenden beziehung gestützt

Mittlerweile finde ich unser beider Verhalten unerträglich dumm! Wir wünschen uns oft, dass das nicht unsere Geschichte wäre. Aber davon wird es eben auch nicht besser oder anders. Wir schneiden das Thema manchmal an und können beide nicht verstehen, wie man sich so verhalten kann. Also klar, jeder von uns kennt seine damaligen Gründe, aber wir beide wissen auch, dass wir so nie wieder agieren würden. Es war eine seltsame Eigendynamik damals, nicht sehr erwachsen oder verantwortungsbewusst, auf beiden Seiten! Bis ich an das Gefühl von Scham herankam, ist eine ganze Weile vergangen. Es war quasi vergraben. Geht scheinbar vielen so in einer derartigen Situation. Man hält es von sich fern, redet sich vieles schön. Wir haben uns beide damit auseinander gesetzt, bwas stellenweise wirklich schmerzhaft und unangenehm war, aber wenn man auf diese Art in eine Beziehung startet, muss man damit befassen. Wir haben ja beide ein Verhalten demonstriert, das man eigentlich nicht am Partner haben will. Da war einiges an Arbeit nötig, nach der Anfangsphase haben wir eine paar Therapie gemacht, um die ganze Sache gemeinsam durchzugehen. Er hatte ja seine Partnerin betrogen und ich hab auch gezeigt, wie viel Respekt ich vor einer Partnerschaft anderer hatte. Klar, dass das auf beiden Seiten manchmal zu sorgen geführt hat

Lustiger zwischenwurf: in meiner Schwangerschaft habe ich dann erlebt, wie wenig er vom. Zyklus versteht keine Ahnung wie oft ich erklären musste, dass die ersten zwei Wochen eigentlich vor dem Eisprung sind aber trotzdem zählen

Du hast auch vollkommen Recht, ich war damals nicht selbstsicher. Habe es zwar gedacht, weil ich in vielen Bereichen sehr souverän war, aber zwischenmenschlich... Eher nicht ich habe mich viel über Oberflächlichkeiten definiert, je älter ich werde desto weniger Raum nimmt sowas ein. Ich hatte damals zB Implantate, dacht echt das wäre so originell und nur für mich. Na gut ich war damals single, Aber ich habe meinen Blick auf die Welt und den weiblichen Körper null hinterfragt. Fand die natürliche Form meine Brü.ste nicht schön, etc. Aber warum? Nur weil man solche eben nie irgendwo sieht. Voll Panne. Damals dachte ich das wäre ein Akt der selbstliebe gewesen, obwohl das Gegenteil der Fall war. Ich hab sie mittlerweile entfernen lassen, vor einer Weile schon.
Wirklich zufrieden und gefestigt zu sein ist ein ganh neues Gefühl. Und wenn man zwei Kinder gestillt hat, weiß man auch, was man vorher hatte egal ich bin stolz auf meinen Körper 3

Vor 38 Minuten • x 1 #67


Begonie

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Fehler, unsicheres Verhalten und Unsicherheit in den Gefühlen, Fehltritte gehören zur menschlichen Entwicklung und gerade durch Krisen lernt sich der Mensch besser kennen. Vieles geschieht, manches hätte rückblickend nicht geschehen sollen, lässt sich aber nicht mehr korrigieren und hat doch alles seinen Wert.
Der Mensch ist ein lernendes Wesen und ein junger Mensch, der sich seines Wertes und seiner Person nicht richtig bewusst ist, handelt anders als derselbe Mensch in der älteren Ausgabe. In diesen Bereich gehören eben auch Brustimplantate, Tattoos u.ä., weil es mit der Selbstakzeptanz nicht weit her ist.
Später manchmal unbegreiflich.

Es ist doch immer wieder erstaunlich und manchmal auch spannend, wenn man sich selbst im Rückspiegel betrachtet. Das stimmt auch zuversichtlich, denn egal was war, es muss so nicht bleiben und wenn man sich Jahre später besser mit sich fühlt, ist viel gewonnen.

Gerade eben • #68