Zitat von SweetSeduction:Wenn man seinen Job liebt und sich 100 % zuhause und erfüllt fühlt mit allem drum und dran und man bis zur Rente da bleiben will - warum sollte man sich dann bei 1-5 anderen Firmen bewerben?
Wenn man das hat, was man liebt, wo man sich jeden einzelnen Tag drauf freut, besteht nicht annähernd Interesse an etwas anderem.
Wenn es anfängt, schief zu laufen, dann beginnt man sich umzusehen.
Aber einfach so? Kann so etwas leider nicht verstehen.
Alle, die das Gefühl des Podests nicht kennen, haben das / den Richtigen noch nicht gefunden. Vielleicht ein lauwarmes Irgendwas. Vor Langeweile oder Einsamkeit. Oder was weiß ich.
Aber bei Liebe denkt man an keinen anderen und hat kein Interesse daran..
Es ist entweder Liebe, Leidenschaft +Treue oder lauwarmes Fleischwasser.
Was anderes gibt es nicht.
Das "Podest" gefällt mir nicht als Formulierung (ganz und gar nicht, um genau zu sein).
Wobei ich denke, dass ich weiß, was Du meinst.
Aber wenn ich jemanden auf ein Podest stelle, dann stelle ich ihn (oder sie) ÜBER mich.
Was auch nicht gesund ist und dem anderen Tür und Tor öffnet, nicht gut mit mir umzugehen und ich will das nicht sehen.
Ich denke, der Mittelweg, das klassische "auf Augenhöhe" ist am besten.
Und wenn man mit jemandem fünf Jahre (oder länger) zusammen ist, dann ist es eigentlich nicht mehr möglich, den anderen nur bewundernd zu sehen. Aber das muss man ja auch nicht. Das wäre einfach nicht normal.
Und das widerspricht nicht dem, dass man - auch bei Flauten, die nun mal passieren - genau wissen kann, was man am anderen/der Beziehung hat. Und diese nicht gefährdet und das nicht möchte.
Ich stimme Dir insofern zu, dass wenn ich in einer Beziehung bin, für mich andere Männer schlichtweg nicht in Frage kommen. Und sie mich auch nicht wirklich interessieren. Wenn ich in einer Beziehung bin und merke, ich finde einen anderen Mann sehr anziehend, dann ziehe ich mich bewusst von diesem Menschen zurück und vermeide (wenn möglich) den Kontakt. Denn ich will nicht mit dem Feuer spielen.
Dass man in einer Beziehung ist, heißt ja nicht, dass man kompett blind und taub anderen (Männern - im umgekehrten Falle Frauen) gegenüber ist. Oder komplett taub gegenüber schmeichelnder Aufmerksamkeit, die einem jemand anderes zollt.
Das wäre ja auch schlimm, denn das hieße ja, dass es nur einen einzigen Mann mein ganzes Leben lang gibt, den ich möglicherweise attraktiv finde. Aber ich bin ja kein Schwan.
Die Frage ist für mich, wie ich damit umgehe.
Und für mich ist, wenn ich in einer Beziehung bin, völlig TABU, dass ich andere Männer an mich heranlasse bzw. mein Interesse an ihnen sich vertiefen lasse. Will sagen: Ich bremse MICH aus, sollte ich jemals merken, dass da etwas gefährlich werden könnte. Denn ja, in Beziehungen bin ich zu 100% treu und vor allem auch: loyal.
Abgesehen davon, dass Interesse an jemand anderem sehr oft einem kleinen Strohfeuer gleichkommt, das es sowieso nicht wert wäre, ist für mich eine Beziehung eine kleine Festung, die von niemandem erklommen werden darf.
Also lasse ich das einfach nicht zu.
Selbst bei jemandem, den ich vielleicht (als Single) äußerst attraktiv finden würde und bei dem ich (noch mal: als Single) durchaus offen wäre dafür, sich näher kennenzulernen. Da wiederum bin ich kein Tier, sondern habe einen Verstand und Willen, den ich einschalten und somit bewusst handeln (oder es sein lassen) kann.
So sehe ich das generell, was Beziehungen und Treue (und eben wie gesagt: Loyalität) angeht.
Und das ist - so es denn nötig ist - eine Willensentscheidung. Die ich für mich auch keine Sekunde in Frage stelle. Deshalb fällt es mir nicht schwer.
Diese Montagsmodelle kontrollieren ihre Impulse erstens nicht.
Zweitens - und das ist eben noch mal einer drauf: wollen sie das auch gar nicht. Da geht es um Trophäen, um die eigene Aufwertung, sehr oft um das Gefühl von Macht und Kontrolle (wer betrügt und den anderen belügt, hat die Macht).
Das ist eh krank. Wenn dann so eine Veranlagung zusammen kommt mit einer gewissen Attraktivität (die meine ich nicht rein körperlich/äußerlich), ist das wirklich unglücklich. Und ja, ich denke schon, dass es da mehr Menschen gibt, die sich eigentlich wünschen würden, sie könnten jede/n haben, sie aber einfach nicht so anziehend sind.
Aber die besonders Abgebrühten haben ja auch das Werbungs-Spiel aus dem FF drauf.
Und schon immer drei weitere Eisen im Feuer, von denen man sich manchmal fragt: Aus welchem Hut zaubern die die bloß?
Und da wird es dann auch so beliebig und wahllos. Ich z.B. verliebe mich nicht so leicht, schon gar nicht so oft, das war noch nie so. Will sagen: Es ist wirklich etwas besonderes, wenn mich ein Mann ausnehmend interessiert und das passiert einfach nicht alle drei Wochen im Leben.
Mein Montags-Modell war in seinem ganzen Leben noch nie Single und hatte nie Beziehungen, die länger als maximal zwei Jahre dauerten (und war, wie ich ziemlich sicher zu wissen meine) nie treu - und ist IMMER direkt von einer Geschichte in die Nächste.
Da frage ich mich ehrlich: Stehen diese ganzen Frauen bei Edeka am Wurst-Tresen mit einem Schild um den Hals "Single und auf der Suche" und warten darauf, in eine Beziehung geholt zu werden?
Und da kommt wieder ins Spiel, wie man mit sich selber umgeht.
Diese "Modelle" haben es PERFEKT drauf, einem anfänglich zu suggerieren, dass sie genau die sind, auf die man gewartet hat. Die, die die eigenen Wunden endlich heilen können.
Dann fällt man drauf rein. Und ja, ich denke, dass es (erschreckend) viele Menschen - Frauen wie Männer - gibt, die Wunden haben, die nicht bearbeitet sind und die sich genau diese "Modelle" zunutzemachen.