Zitat von juliet:Hallo,
Wenn du stärke hinzugewonnen hast, wieso kommt es dann zu bösen streitigkeiten?
und wieso bedurftest du dann seiner unterstützung?
vielleicht hätte er auch deine Unterstützung gebraucht?
na, egal. mir fällt nur auf, dass du dein eigenes verhalten ziemlich euphemistisch darstellst.
niemand von außen kann uns glücklich machen, wenn wir es selbst nicht von innen heraus sein wollen. und ich denke, das wirst du auch mit deinem neuen, alten freund irgendwann wieder erkennen.
was hast du versucht, ihm vor zu leben? Wie man jemand anderen glücklich macht? Oder wie er dich bitteschön glücklich zu machen hatte? Diese Geschichte mit dem Dimmer und der romantischen Musik ist doch etwas, was du dir von ihm gewünscht hast. Hast du denn umgekehrt versucht, >>ihn glücklich zu machen<<, um mal in diesem Denkmuster zu bleiben? du hast hier einen sehr engen Korridor eröffnet, in dem er agieren sollte, um bei dir genau die TriggerPunkte zu treffen, bei denen du dich glücklich fühlst. eine Partnerschaft ist immer ein wechselseitiges lernen und wachsen und nicht nur, dem anderen genau das abzuverlangen, was wir wollen.
jedenfalls sehe ich das so!
und von daher kann man auch, ganz ohne Pathos, sagen, dass ihr einfach nicht gepasst habt! punkt.
Hormonrausch - ja, das ist wohl momentan so.
Nur
gehts auch mit etwas weniger pathos?
wenn du dich da mal nicht täuschst. denn dein treiber ist momentan eben besagter hormonrausch- und von daher passen deine handlungen momentan nicht recht zu deiner eigenen messlatte.
Liebe Juliet,
ich sehe es völlig anders- in dem Moment in dem wir eine tiefere Bindung zu einem Menschen eingehen, liegt es mit in unserer Verantwortung wenigstens zu versuchen unseren Partner glücklich zu machen.
Ja man kann definitv alleine zufrieden sein, aber tiefgehende Kontakte dienen allgemein um etwas positives zu erhalten. Wie ein Energieausgleich.
Mit einem Menschen zusammen zu sein, ohne Erwartungen an diesen zu haben, ist Selbstbetrug. Klar muss der Partner nicht dafür sorgen, dass es seinem Gegenüber nicht gut geht. Aber genau durch solche Vernachlässigung kommt es zu Trennungen, Fremdgehen.
Ich habe meins in dieser Partnerschaft getan, habe versucht ihm Geborgenheit, Nähe und ein Familienleben zu schenken, ihm gerade in den Lockdownzeiten den Rücken frei gehalten, weil er vom Homeoffice völlig fertig war. Hat er mich getröstet als ich meinen Hartz4-Antrag ausfüllen musste, weil ich von jetzt auf gleich Verdienstausfall und Kundenverlust als Selbstständige hatte? Nein. Da durfte ich alleine durch.
Davon abgesehen - warum soll in dieser Welt eine Frau alle Rollen übernehmen müssen? Reicht es nicht aus wenn wir uns um Kinder, Haushalt und teilweise Lebensunterhalt kümmern & das bisschen übrig gebliebene Zeit und Kraft in unser aller Wohlergehen zubinvestieren? Dazu gehört auch & in erster Linie meins, da ich Kraft brauche um den oft anstrengenden Alltag zu meistern. Wenn ich dann die Wahl habe zwischen stagnieren oder fliegen, entscheide ich mich definitiv fürs fliegen.
Muss ich, um keine schlechte Partnerin zu sein, zusätzlich die Rolle des Mannes übernehmen? Stark sein für alles und jeden, Hauptsache anderen Menschen geht es gut?
Im Gegensatz zu mir trägt er keinerlei Verantwortung für andere. Er hat keinerlei Altlasten, hat finanziell ausgesorgt und seine Mutter, die sich um seinen Dreck wie Wäsche waschen, Fenster putzen, Bad reinigen kümmert. Ich kann nichts dafür, dass die beiden in einer gefährlichen Symbiosw leben. Ich habe ihn nicht großgezogen.
Ich bin dagegen seit 7 Jahren 2fache alleinerziehende Mutter.
Nein, ich habe nicht unbegrenzt breite Schultern, Kraft und Energie zu verschleudern ohne Anspruch darauf zu haben, etwas positives zurück zu bekommen.
Wenn man es positiv sieht, hab ich dem armen Kerl einen Gefallen getan und ihm die Last von der Schulter genommen, lieben zu müssen. Schließlich wächst Liebe auch nicht vom Nichtstun, sondern sie muss von beiden gepflegt werden.
Tja, der gute alte Hormonrausch. Nicht mehr oder weniger als ein evolutionäres Überbleibsel...
Weißt Du was, stürbe ich heute oder morgen, dann stürbe ich mit den Gedanken an diesen einen Kuss glücklich. Das ist ok und es reicht aus um damit auch leben zu können.
Klar kanns weh tun. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 50%. Aber alles kann weh tun. Also werde ich mit dem Risiko auch leben können.
Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum es den meisten egal ist, wie sehr das Herz in der Brust schlägt, wie es sich anfühlen würde, in den Armen der großen Liebe zu liegen, zu küssen und zu fühlen, der Moment brennt sich für immer ein... Der Schein nach außen, Bequemlichkeit, die Angst verletzt zu werden überwiegt bei den meisten.
Ich habe keine Angst davor allein zu sein, da ich niemals ungeliebt sein werde. Ich habe Kinder, Familie, Freunde. Das reicht aus um ein Leben zu erfüllen.
Ich habe bloß Angst davor an meinem Sterbebett den verpassten Chancen hinterher zu weinen. Und ich werde mit 100% Sicherheit nicht um ein Haus oder finanzielle Sicherheit trauern.
Damit schließe ich diesen Thread für mich auch ab.
Ich danke euch allen für eure Meinungen & eure Zeit
