Zitat von Liebende:Ich verstehe ja, was ihr schreibt, alles, sehe auch wie es aussieht. Ich weiß nur nicht wie ich das glauben soll. Dass das alles gar nicht wahr ist. Kann das ehrlich sein?
Schau, es mag ja durchaus sein, daß er in Dich verliebt ist. Oder Dich zumindest sehr mag. Ansonsten hätte er Dich nach Auffliegen der Affaire ja auch fallenlassen können wie eine heiße Kartoffel. Aber was bringt Dir das? Der Mann ist
gebunden, noch auf viele Jahre.
Und selbst wenn er irgendwann die Kinder groß hat und seine Gattin übt einen gutbezahlten Vollzeitjob aus, so daß er nicht zuviel Unterhalt zahlen muß - willst Du da echt drauf warten? Und mal ernsthaft: Glaubst Du wirklich, er würde dann dasgleiche Experiment, an dem er schon mit seiner Frau halb verzweifelt jetzt, dann
noch einmal mit Dir oder irgendjemand sonst
erneut versuchen wollen?
Sieh es doch auch mal aus seiner Brille:
Warum in drei Kreuzes Namen sollte er sich
das antun?
Du bist noch jung genug, einen anderen Mann zu finden. Hak diese Geschichte ab, sie bringt Dich nicht weiter. Du wirst nur Jahre Deines Lebens an jemand verplempern, in denen Du Dich von ihm hättest lösen und offen für einen Mann werden können, mit dem Du selbst eine Familie gründen und glücklich werden kannst.
Willst Du wirklich einen Betrüger wie ihn? Vor allem, wenn er den Stunt mir Dir noch jahrelang durchziehen sollte, nur um seine Gattin dann endgültig abzuschießen? Was glaubst Du wohl, wie Du je mit seinen Kindern zurechtkommen wirst, wenn die
das erst mal gewahr werden?
Zitat:Das Problem ist ja, dass ich ihn nicht so einfach um ein persönliches gespräch bitten kann, er kann das nicht so einfach spontan ermöglichen und ich denke, er weiß auch, was ich ihm sagen möchte, dass ich nicht mehr kann.
Du bist nicht verpflichtet, ein persönliches Gespräch mit ihm zu führen. Schon gar nicht, wenn er derjenige ist, dessen Situation dem im Weg steht. Kehr den Spieß doch einfach um: Schick ihm die Abschiedsmail und füge hinzu, daß Du all dies viel lieber gemeinsam mit ihm am Tisch besprochen hättest, aber bekanntlich sorge seine seine Situation ja leider mittlerweile dafür, daß dies nicht möglich sei. Du bötest ihm aber gern an, sich noch einmal bei Dir zu melden, wenn er der Meinung sei, es gebe noch etwas zu besprechen, was für Euch
beide wichtig ist.
Zitat:sie erhalten das Leben miteinander als Eltern, mehr nicht und das glaube ich aufrichtig, sonst hätte er als es raus kam ganz einfach mit mir Schluss machen können.
Siehst Du: Eben das kaufe ich ihm nicht ab. Wenn es nämlich nur noch um gemeinsame Elternschaft geht, kann man auch eine offene Ehe vereinbaren, kümmert sich gemeinsam um den Nachwuchs und geht ansonsten getrennte Wege - natürlich diskret genug, den anderen nicht in der Öffentlichkeit bloßzustellen, aber man geht sie, und das einvernehmlich. Alles, was er dafür tun müßte: Seiner Frau glaubhaft machen, daß ihr Status nicht in Gefahr ist - weder unterhalts, noch ruftechnisch. Denn das ist das einzige, was s.uell inaktiv gewordene Ehepartner, die versorgt bleiben wollen, in solchen Situationen noch ernsthaft interessiert.
Zitat:Niemand würde das doch mit einem anderen machen. Das darf einfach nicht sein.
Es gibt nichts, wirklich
nichts, wozu Menschen
nicht fähig sind. Gerade Liebe und Hass liegen übrigens oft gefährlich nah beinander.
Einer Sache kannst Du gewiß sein: Er macht das sicher nicht,
um Dir weh zu tun. Aber er nimmt Deine Situation
bewußt in Kauf. Allein das disqualifiziert ihn als ernstzunehmenden Partner für Dich. Denn aufrichtige Liebe denkt immer erst mal an den anderen und dann erst an sich.