Heffalump
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Sie kann nicht. Sie hat sich eingeigelt, kann nicht raus, wo sie gerade steht. Egal was war, das was jetzt auf sie zukommt, ist für eine junge Frau um die 30, total lebensverändernd. Sie wird nie mehr eigene Kinder haben können! Nie mehr!
Man muss sich in seinen Partner auch einfühlen wollen. Du wirst zeugungsfähig bleiben bis zum Tod. Sie kann dir keine mehr schenken. Das ist ein tiefgreifender Einschnitt. Sie muss möglicherweise dazu jahrelang Medikamente nehmen, um die fehlenden Hormone auszugleichen.
Aus meiner bescheidenen Sicht:
Sie hat in einem kurzen Jahr, viel durchgemacht, was durchaus tief in der Psyche wirkt und ich hatte es auch schon mal erwähnt, das sich da eine Depression an schleichen kann. Dabei kannst Du ihr jedoch nicht helfen, weil da braucht man, nach solchen Ereignissen und der anstehenden OP fachliche Begleitung. Das muss sie aber auch wollen.
Der Partner kann dass nicht leisten.
Du als Partner bist auch nicht frei von Trauer und Verlust. Doch du gehst deinen Weg weiter, weil es so sein muss. Deine Frau braucht mehr als nur Liebesschwüre. Oder deine Hilflosigkeit, weil du noch nie ohne Sie warst.
Ich glaube, deine Frau findet weder zu sich selbst, noch zu dir gerade einen Weg um all das mitzuteilen, was sie gerade denkt, fühlt oder auf sich zukommen sieht. Ein schmaler Grad, auf dem Ihr beide gerade wandelt. Ein Schritt zur falschen Seite und man stürzt tief ab.
Als Laie würde ich Euch beiden raten, sich mit dem Hausarzt zu beraten, ob Euch eine Gesprächstherapie begleiten kann.
Zitat:Bei Dingen, die die Partnerschaft direkt oder gar die gemeinsame Zukunft betreffen, sehe ich aber den TE als ersten Ansprechpartner.
Klassische Männerantwort. Wir wissen es nicht, ob es so war, ob der TE da alles erzählt oder ob er, weil selbst betroffen, da manches anders verstand als es gesagt wurde.