Zitat von HeavyDreamy:Auch wenn ich nach 6 Monaten geheiratet habe, hab ichs nie bereut, es wurden 10 Jahre und daraus entstand mein über alles geliebter Sohn. Ich war ...
@HeavyDreamy, bei mir verlief es ähnlich.
Ich spreche hier ausschließlich aus meiner persönlichen Erfahrung und Prägung.
In meinem Umfeld und dem Kulturkreis, in dem ich aufgewachsen bin, gehört Heirat ganz selbstverständlich dazu. Wenn eine Beziehung wirklich passt und auf Dauer angelegt ist, dann mündet sie dort in der Regel in einer Ehe. Das ist weniger eine individuelle Option als vielmehr eine gesellschaftliche Erwartung, mit der viele von uns groß geworden sind.
Bei mir war es damals so, dass es gepasst hat und mein damaliger Partner relativ früh sagte, er könne sich mich als Mutter seiner Kinder vorstellen und ich hab in ihm was passendes gesehen. Er war sehr charmant, herzlich und fürsorglich. Wir haben nach etwa sechs Monaten geheiratet, weil uns beiden die Ehe wichtig war. Die Ehe hat nicht dauerhaft gehalten, dennoch bereue ich diese Entscheidung nicht, da aus ihr meine wunderbaren Kinder hervorgegangen sind.
Rückblickend zeigt sich für mich, dass die größere Herausforderung nicht die Eheschließung selbst ist, sondern das gemeinsame Leben und was ich nicht auf dem Schirm hatte: Menschen verändern sich und nicht immer füreinander passend.
Heute, rund zwei Jahrzehnte später, freue ich mich für jede Person, die heiraten möchte. In meinem Kulturkreis werden Hochzeiten sehr intensiv gefeiert und zelebriert, oft über mehrere Tage hinweg, mit Tanz, Essen, festlicher Kleidung und viel Gemeinschaft. Für viele hat das eine tiefe emotionale und soziale Bedeutung.
Sollte ich selbst noch einmal heiraten wollen und der passende Mensch da sein, würde ich mir eine deutlich kleinere, ruhigere Feier wünschen. Auch das ist für mich heute stimmig.
Für meine Kinder wünsche ich mir vor allem passende und respektvolle Partnerschaften. In dem kulturellen Rahmen, den ich kenne, gehört eine Ehe weiterhin dazu, gleichzeitig ist mir bewusst, dass Lebensentwürfe heute vielfältiger sind und jede Generation ihren eigenen Weg finden darf. Ich Supporte meine Teenies bei ihren eigenen Lebenswegen.