Grace_99
Gast
Sorry, falls es jetzt ein bisschen „blöd“ wird - mir fehlen ja selbst die Worte.
Ich bin ein Mensch, der sich gut reflektieren kann. Der in Therapie ist (seit 7 Monaten) und unheimlich viel gelernt hat.
Und trotzdem - bei manchen Menschen mach ich die gleichen Fehler. In der Theorie weiß ich es, aber warum nicht in der Praxis?
Es gibt jemanden, den ich (warum-auch-immer) total gern hab. Das weiß dieser Mensch auch. Und trotzdem gibt’s kein zueinander. Und mein Kopf weiß es auch. Und mein Herz auch. Und trotzdem handel ich total bekloppt!
Es gibt sporadischen Kontakt. Dann mal wieder Treffen, er ist mega an mir und meinem Leben interessiert. Wir lachen viel, können gut reden. Mal ist der Kontakt sehr intensiv (über whatsapp), dann - von jetzt auf gleich wieder „eingeschlafen“….
Und ich? Ich ertappe mich wie ich schlechte Laune bekomme. Wie ich ihn in mein Leben platziere.
Er sagt mir, dass ich klasse, super, toll bin.
Ich weiß das er mich auch sehr gern hat und manche Nachrichten von ihm sind so doof, wo man merkt, dass ist nur schreiben um sich irgendwie ins Gedächtnis zurück zu bekommen.
Meine Therapeutin hat zu mir gesagt, ich soll an meinem Platz stehen bleiben und ihn wie einen verängstigten Hund sehen, der 2 Schritte vor geht, dann 3 wieder zurück geht. Aber ich soll ihm nicht hinterher laufen, sondern stehen bleiben wo ich bin.
In der Theorie ist das auch sooooo einfach - aber in der Praxis….
Nur, es bringt mich ja nicht weiter…..
Freunde sagen, Hau auf den Tisch, mach Nägel mit Köpfen, sag ihm wie es um dich steht und was du dir wünscht und was vertretbar ist und was nicht.
Genau an diesem Punkt bin ich aber noch nicht.
Ich weiß das er nicht der Mittelpunkt meiner Gedanken sein soll. Ich lebe mein Leben so wie immer, Freunde treffen, raus gehen, feiern etc. Aber ich bin in Gedanken fast nur bei ihm…
Wie ätzend ist das denn?
Und dann - intensiver Kontakt, dann wieder kaum bis gar nicht, dann wieder intensiv usw. Aber ein Ziel - das gibt es nicht….
Ich krieg die Motten!
Die Grace