Zitat von KaterCarlo: ich bin verheiratet, habe zwei Kinder im alter um zehn Jahre, bin 40 und habe es vermutlich beruflich sehr weit gebracht. Viele würden sagen, ich bzw wir führen ein schönes Familienleben mit allem was dazu gehört: die Kinder gedeihen, wit haben ein Haus, sind vermögend, fahren regelmäßig in Urlaub, sind im groben und ganzen gesund und haben tolle Berufe und treffen Freunde.
Bis jetzt stand der Vermögensaufbau ("schaffe, schaffe, Häusle baue") und die Familiengründung, vor allem aber deine Bildung und Karriere im Mittelpunkt. Denkbar, dass jetzt ab Ü40 für dich andere Werte wichtiger werden? Was kam zu kurz? Lebensfreude, Harmonie, Liebe & Leidenschaft, Frieden, Gesundheit? Welche Werte wurden dir in deinem Elternhaus vermittelt? Bist du glücklich und zufrieden so? Wohin soll die Reise gehen?
Zitat von KaterCarlo: Teilweise haben sich neue Bekanntschaften und Freundschaften entwickelt aber es sind eher lockere Dinge. Ums an zahlen festzumachen: wir wurden das Jahr über einmal zu jemandem eingeladen. Wir sind, meist die zweite Geige, also wenn jemand nichts vorhat, würde man vielleicht was mit uns machen.
Ich denke, das geht uns seit Corona allen so! Es gibt nur noch lockere, lose, schnell wechselnde Verbindungen und keine gewachsenen Freundschaften mehr. Das ist die Entwicklung unserer Gesellschaft. Da mich das alles nicht erfüllt, habe ich mich auch sehr zurück gezogen. Wenn du eingeladen werden möchtest, musst du selbst aktiv werden und einladen! Sozialer werden. Es gibt Vereine, Nachbarschaftsgruppen, Elterngruppen, Kollegen etc.
Zitat von KaterCarlo: Unsere Tochter braucht leider auch viel Zeit zu Hause um in "ihrer" Welt "runter" zu kommen. Rollenspiele und endloses nachspielen von Geschichten ist für sie zwingend.
Sowas habe ich ja noch nie gehört. Tägliche Rollenspiele inszenieren in der Familie für ein Kind? Das geht völlig an einer gesunden Erziehung vorbei. Kein Wunder, dass sie mit Wutausbrüchen und Egozentrik reagiert. Völlig falsche (Ver-) Erziehung... Sorry!
Zitat von KaterCarlo: Bis vor einem Jahr habe ich mir mit Sport Kompensation verschafft, leider habe ich ein Hüftleiden und darf nur noch wenig machen was mir nicht hilft.
Mit deinem Arzt und Therapeuten sprechen, nach Behandlung fragen, Sportarten finden, die du machen darfst. Yoga, QiGong, TaiChi, Radfahren, eGym?
Und auch andere Hobbys ausprobieren wie Lesezeit, Garten, Pflanzen, Kochen, Musik, Mode, Theater, Kino, Konzerte etc.
Zitat von KaterCarlo: Wenn ich mit meinen Kindern was machen will, kommt nur murren und knurren. Meist wird ohnehin abgelehnt.
Da scheint die Bindung schlecht zu sein. Sie mögen dich nicht als Mensch. Woran kann das liegen? Versäumnisse?
Zitat von KaterCarlo: Wenn ich S. nach meiner Vorstellung haben möchte, muss ich aktiv darum bitten.
Ist das ein F etisch? Dann wird es schwierig. Was soll sie anziehen? Klar trägt man Jeans... Dating? Muss alles immer so laufen, wie du das willst?
Ich denke, du kannst an dir selbst arbeiten und gibst diese neue positive Energie an dein Umfeld ab. Machst du Therapie?