Hansl
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Zitat von BernhardQXY:Ich glaube die Balance zwischen der Selbstständigkeit und der Hingabe ist die Kunst.
Ja, vielen Dank für dieses Feedback.
Was ich eben auch vermute, ich eben nicht zurechtkomme wäre wenn eben sogenannte "Selbstliebe", Selbständigkeit sowie einfach nur das "nach vorne sehen".
Selbstschutz, der aber soweit geht, daß zb meine Gefühle gefühlt ins Leere laufen.
Wenn das Gegenüber nur soviel Gefühl zulässt, daß keinerlei Risiko mehr besteht, verletzt zu werden. Oder ins Gerede zu kommen und und und........
Beherrschung, Kontrolle und ja.....vielleicht auch doch ein Stück weit nur benutzen, um für sich abklären ob man als Partner in Frage kommt.
Dies unter dem Deckmantel des Begriffes "Kennenlernen".
Wenn sich das Gegenüber dann in diesem Ausmaß bedeckt hält, aus einer sicheren Distanz ( mehr als oft natürlich aus dem Bunker) seine Angel aufwirft, geschickt Wissen und Erfahrung, Raffinesse anwendet um einen zu binden.
Ist dies aber nicht auch ein Weg, um zumindest Aufmerksamkeit zu bekommen, ist man zu "doof" oder eben dann zunehmend "bedürftig", wenn nicht sogar emotional abhängig, was natürlich für einen selbst das Ende bedeuten kann. Mag das Gegenüber vielleicht schon Interesse gehabt haben, vielleicht sogar Gefühle: Ich glaube Menschen mit Datingerfahrung, Menschen die sich durchaus dieser "Taktiken" professionell bedienen um für sich selbst nahezu risikofrei das bestmögliche herauszuholen.
Im Topfall einen Partner, sollte man auch in dieser Welt sich tummeln.
Oder dann wenigstens ein Abenteuer im Bett. Wenn nicht bleibt einem eben der Kick, das erfüllende Gefühl begehrt zu werden. Die Aufmerksamkeit.
Tut doch jedem gut, ich war selbst mal so, fahrlässig dies zu genießen. Ohne sich dem Schmerz des liebenden bewusst zu sein. Oder es ist einem selbst schlichtweg egal, "nicht mein Problem. Ich hab nichts getan".
Klar, nichts getan.
Eben, weil man keine tieferen Gefühle investiert wurden gibt's auch weder etwas zu verlieren noch etwaigen Schmerz oder Kummer.
Eben ein Leben voller Selbstliebe.
Ich habe den Verdacht es gibt Menschen, die leben aber eher einen gemeinen, rücksichtslosen und selbstverherrlichenden Egoismus.
Für mich dann eher abstoßend, selbst wenn die starken Gefühle der Liebe kaum ertragbar sind .
Zurück bleibt dann meist der Liebende, der dumm und naiv es ernst meinte. Seine Gefühle und echte Bereitschaft offen, mutig und dem Risiko zu leiden offenbarte.
Hier wird sich dann wohl die Spreu vom Weizen trennen.
Könnte es nicht sein, daß es aber doch einen Vorteil geben könnte: Kann dieser Mensch dann wirklich der Mensch sein, den wir uns erhofften? Weiß man dann nicht schon am Anfang dies, was einem bei normalen Beziehungsanbahnungen per Kennenlernen, sich von der besten Seite zeigen, Verstellen und eben eher glänzen, sich "taktisch" denkend weiterentwickeln, der Zeitpunkt wo die Karten auf den Tisch kommen dann erst nach einem Jahr zb? Auch dunkle Seiten dann zutage treten? Defizite, wie sie doch jeder Mensch in sich trägt?
Vielleicht spart man sich durch zwar dümmliches und unüberlegtes Kamikazevorhgehen, seine Gefühle, sein Inneres der Angebeteten zu offenbaren so manche Zeitspannen.
Natürlich, man hat etwas fürs Bett ist nicht alleine, hat durchaus die Chance das es der richtige Mensch ist.
Aber was ist eben, wenn man mehr will? Sehr wohl alleine leben und sein kann, man eigentlich allerdings auf die Frau fürs Leben wartet, offen ist und dann eben seine Gefühle und die Bereitschaft, seine Überzeugung mutig und ohne jegliche Rücksichtnahme auf sich selbst, die Absturzgefahr sowie langes Leiden eben für diesen Mensch riskiert, man bedingungslos "ja" sagt....?
Kann es sein, daß die einzige Chance darin besteht, daß der /die Angebeteten nach vielleicht anfänglicher Abwehr und egoistischem Selbstschutz, zudem eben die Annehmlichkeiten begehrt und geliebt zu werden, dann nach vielleicht geraumer Zeit der meist totalen Distanz, aus dem Leben aus dem Sinn.... dann doch ein eher zuerst vielleicht unbewusstes Erwachen echter Gefühle, ein schleichend zunehmendes Erkennen dieser Offenbarungen des Verehrers sich aus der tiefen inneren Versenkung sich nach oben arbeiten? Sich der /die eigentlich orgastisch "Selbstliebende" schleichend bemerkt, zunehmend an den "Anwärter" zu denken? Sich der "Anwärter" zunehmend als "Mensch' ins Bewusstsein, ins Herz schleicht...
Ja selbst erlebt, und zwar von beiden Seiten aus.
Schön, wenn dann der Liebende sich selbst eben absolut bewusst weiß, wohin man gehört, warum man zu diesem Mensch gehören will und was man bereit ist zu investieren an Gefühlen und der tiefen Bereitschaft zu versuchen, auf der Basis echter und klar erkannten und bewusst zugelassener tiefen Gefühle zusammen einen Weg zu finden sich zu ergänzen.
Und nicht nur auf pragmatisch ausgelegten Wegen voller Kontrolle, Taktiken, durch Literatur, von extern zugetragenen Regeln und Vorgaben.
Ja, die Frage könnte lauten: Wie dumm und naiv muss es sein, zu warten. Und dies rein auf Basis eigener Spekulationen, und natürlich überwiegend durch Hoffnung?
Ist es nicht so, daß solche Gedanken und Überlegungen, gar tatsächliches Vorgehen und Erleben ins Reich der Märchen gehören? " Es war einmal........ und wenn sie nicht (er alleine) gestorben sind, dann hoffen (hofft er) sie noch heute....
Trotzdem finde ich den Gedanken interessant, all dies für einen Mensch zu leben, den man für den richtigen Menschen hält.
Und wie dies tatsächlich vom richtigen Menschen erkannt werden will, kann, oder gar entflammt wird:"...... und wenn sie nicht gestorben sind, dann lieben sie sich noch heute."
Die Frau fürs Leben, eben.