Zitat von arjuni:Dankeschön. Ich freue mich immer über Komplimente.
Ich glaube, Menschen werden nicht schüchtern geboren, sondern Schüchternheit ist etwas anerzogenes, "gelerntes" aus der Kindheit. Entweder wurde man "ein-geschüchtert" durch einen autoritären oder lieblosen Erziehungsstil in der Herkunftsfamilie oder es wurde einem ständig (vielleicht auch unterschwellig) gesagt: "Das wird ja eh nichts", "Was Du immer für Ideen hast", " Da bist Du noch zu klein dafür" etc. Oder es wurde einem nichts zugetraut, sprich, man wurde overprotected, es wurde alles für einen gemacht, obwohl man schon selbst dazu in der Lage gewesen wäre. Oder die Eltern haben es vorgelebt, indem sie immer im gleichen Trott geblieben sind, selten neue Dinge gewagt haben, usw. Spätere Erfahrungen im jungen Erwachsenenalter zählen eventuell auch dazu.
Wenn es also etwas Erlerntes ist, kann man es auch wieder "verlernen", oder sich umprogrammieren................
Haha, du kramst wieder in meiner Seele... Ich habe mich schon immer als Schüchtern erlebt... Dafür gebe ich natütlich die Schuld meinen Eltern, sie waren sehr streng. Aber auch so, glaube ich, wäre ich nicht zu einer extrovetierten Person mutiert. Auch bin ich ein bißchen zu alt, um meine Eltern dafür verantwortlich zu machen. Ich übernehme die Verantwortung dafür was aus mir geworden ist. Ich habe es geschaft, zu lernen, mich ganz normal zu benehmen, auf die Leute zuzugehen, sie anzusprechen.... aber bei einer so großen Herausforderung des Herzens, kommt wieder die alte Schüchternheit eines Mädchens zum Vorschein. Wir sind keine Roboter, die Situation wirft uns oft aus der Bahn.
Ich habe mich immer besser in einer Bibliothek gefühlt, als auf einer Party wo getrunken und Blödsinn gemacht wurde. Da ich mit meinen Brüdern in einer Band gespielt habe, kenne ich die Party-Seite und weiß, dass ich nichts verpasse, wenn ich lieber in alten Büchern lese. Das ist einfach in einem Menschen, das kannst du nicht ändern, auch wenn du hunderte Psychologiebücher herasuholst. ... Ich fühle mich wohl in meiner Haut, weil für mich die Welt daraus bestanden hat, dass mich die Männer ansprechen, wenn sie interessiert sind und nicht ich sie. Das machen sie auch sehr oft, nur sind es viel zu oft die Falschen. Ich interessiere mich auch so schwer für jemanden, weil ich wählerisch bin. Das ist eine bewußte Entscheidung. Ich kann allein sein ohne durchzudrehen. Manche Frauen können das nicht. Mir ist lieber ich bin jahrelang allein, als dass ich mir den Erstbesten greife, der an mir interessiert ist und bei dem ich nicht laut schreiend wegrenne. Das Alleinsein ist ein Preis den ich dafür zahle, weil ich möchte mit jemandem zusammensein, der zu mir passt und zu dem ich auch passe in möglichst vielerlei Hinsicht. Ich habe unglaublich große Angst diesen Mann zu "verlieren", weil ich in ihm, von allen Männern, die ich bisher kannte, die beste Voraussetzungen für eine gelungene Partnerschaft sehe... Mein Herz klopft, wenn ich ihn sehe, mein Hirn arbeitet kaum wenn er da ist, es gibt das Berühmte "Etwas", was mich anzieht und mit dem Rest des Hirns, kann ich auch in Betracht ziehen, dass wir Gemeinsamkeiten haben, was auch wichtig ist. Ich bin sehr stolz in so einen wunderbaren Mann verliebt zu sein. Ich glaube, das Problem ist, dass wir und zu ähnlich sind bezüglich Schüchternheit... vorasugesetzt er ist nicht uninteressiert... sonst hätte jemand von uns schon den Anderen angesprochen...