Zitat von Kerstin_2016:Versprochen: es ist jetzt völlig normal und menschlich dass Du so denkst und fühlst!
Ich kann Dir nur empfehlen, diese Verzweifelung auch zu leben. Sie gehört gerade zu Dir und will erhört werden. Alle Facetten (Wut, Trauer, Verzweifelung, Wehmut, Angst. . .) möchten in Dir zu Wort kommen und diesen Raum solltest Du frei machen. Weine, schreie und tobe was das Zeug hält und lass es raus. Verdrängen, ignorieren oder schön reden bringt nicht viel, denn es wird Dich wieder einholen. Ja, es kann Wochen oder Monate dauern, jedoch: dann ist es so! Achte dabei auf Dich, tu Dir was Gutes, sei Dir selbst eine Freundin und halte durch. Es wird der Zeitpunkt kommen, wo Du anfängst an und mit Dir zu arbeiten und dann wird es in kleinen Schriotten vorwärts gehen. Über allem steht die Überschrift: Deine Geschichte, also Dein Tempo.
Ja, ist es grausam sowas zu hören! Es ist sein Hass, lass ihm den und bedauer ihn eine Runde, mehr nicht. Er ist ein bedauernswertes Geschöpf, denn wer mit diesem Hass unterwegs ist, hat eine Empathie bisher nicht viel gehabt und legt den Fokus auf Dinge, die ihn ausbremsen. Du machst es anders, das zeigt Dein Gang in deises Forum. Nutze das für Dich und nicht für ihn.
Morgendlicher Drücker
Kerstin
Eine wirkliche Wut kann ich immer noch nicht empfinden. Es ist hauptsächlich Trauer, Schock und große Sehnsucht. Eventuell auch Angst. Die Angst seine Nähe nie wieder zu spüren. Die meiste Zeit wünsche ich mir einfach nur seine Umarmung zu spüren. Auch wenn das eigentlich verrückt ist, weil er der Grund für mein Leiden ist.
Heute treffe ich seine Schwester wieder, die wirklich viel für mich da war in den letzten Wochen. Mir tut das so leid, weil es für sie auch schwer sein muss so zwischen den Stühlen.
Was mir gerade auffällt, einen solchen Hass wie er ihn anscheinend verspürt, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Und ich bin froh, dass ich es nicht kann. Nur wünschte ich, dass es eine Möglichkeit gäbe ihm zu helfen. Aber ohne, dass er selbst den Wunsch hat, ist das vermutlich unmöglich.