Micha55
Gast
dies ist mein erster Beitrag und ich hoffe, Gleichgesinnte zu finden und den unvorstellbaren Schmerz zu überwinden, den ich im Moment habe. Mich plagen zig Fragen. hier ist eine davon.
Die Vorgeschichte so kurz wie möglich
Ich war vier Jahre lang alleinerziehender Vater einer damals 9, jetzt vier Jahre alten Tochter. Seit einem Jahr wohnt sie bei ihrer Mutter. Pubertätsbedingt. An dem Tag, als sie auzog, brach eine kleine Welt in mir zusammen. Dass es ein Jahr später noch dicker kommen konnte, hätte ich damals ausgeschlossen.
Mit dem Auzug meiner Tochter begann für mich ein neues Leben. Ich war plötzlich völlig frei und hatte Zeit für mich. Ich lernte sehe schnell eine Frau kennen und wir verliebten uns beide Hals über Kopf. Ich, der Ruhepol und sie, die Frau mit "italienischem Temperament"
Wir lieben uns noch immer auf unsere Weise. Ich viel stärker, als sie. Und trotz ihrer neuen Bezhiehung sagt sie mir, dass wir irgendwann wieder zusammenkämen, wäre klar. Es sei nur eine Frage der Zeit.
Jetzt weilt sie gerade mit ihrer neuen Beziehung im Urlaub und prompt ist unser altes Ritual, uns - egal was passiert - per WhatsApp Gute Nacht zu wünschen hinfällig. Sie hat sich kurz vor ihrem Urlaub noch sehr unsicher gegenüber ihren neuen Freund geäußert und unserer erstes Treffen ein paar Tage zuvor, hat uns beide aus der Bahn geworfen. Vielleicht würden wir ja 2020 heiraten. Oder 2019. Oder noch dieses Jahr. . Dann fuhr sie mit ihm in den Urlaub und schreibt mir, dass sie im Urlaub offline wäre, was sie aber anscheinend nur für mich ist.
Ist Hoffnung heilbar?
Neben dem normalen Trennungsschmerz, dem Liebeskummer, den ich jetzt mit 55 Jahren für unmöglich gehalten habe, schütteln mich Herz und Gehirn mächtig durch. Freunde raten mir zur Kontaktsperre. Das hatten wir schon versucht. Es klappt nicht. Ist aber auch nicht so das Thema. Mich beschäftigt mehr die Frage, ob man irgendwie Hoffnung abstellen kann. Ein kleiner psychologischer Trick vielleicht? Ich schätze, solange ich mir Hoffnung mache, wird es mich weiter zerreissen.
Die kleine, aber gemeine Besonderheit an mir ist, dass im Laufe der Jahre meine besten Freunde gestorben sind und der nächstgelegene beste Freund 120 km entfernt wohnt. Nachbarn sind auch nicht so wirklich ansprechbar
Also: Lässt sich Hoffnung abschalten?
Liebe Grüße
Micha