Zitat von Sunny-Angie:mein Freund und ich sind/waren seit knapp 5 Jahren zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung. Er kam alle 14 Tage für ein verlängertes Wochenende und im Urlaub.
De facto habt Ihr Euch also vielleicht 26 Wochenenden im Jahr x 5 = 130 Tage lang gesehen, plus Urlaub. 5 Jahre hört sich erst mal viel an, aber persönlich am Stück begegnet seid Ihr Euch ja dann nicht mal ca. 1 Jahr lang. Wäre es eine Nahbeziehung, so würde man hier sogar durchaus noch von Kennenlernphase sprechen, denn die Schmetterlinge klingen oft genug erst nach ca. 2 Jahren ab.
Zitat von Sunny-Angie:Richtigen Streit hatten wir nie. Wenn er bei mir war, war ja quasi immer Sonntag. Er hat die 400 km Fahrt auf sich genommen, ich habe ihn mit lecker Essen verwöhnt. Wir haben hier schöne Ausflüge unternommen, Spieleabende gemacht oder einfach nur auf der Couch vor dem Fernseher gekuschelt. Auch schöne Urlaubsreisen haben wir gemeinsam gemacht.
Darf ich mal fragen, wieso er immer zu Dir gereist ist und nicht auch mal umgekehrt? So hatte er ja zeitlich ebenso wie finanziell eigentlich deutlich mehr Aufwand als Du - oder habt Ihr zumindest die Fahrkosten irgendwie geteilt?
Was das mit der vorherigen Harmonie betrifft, so scheint das sehr daran gelegen zu haben, daß es vor Corona auch nix gab, worüber sich an den paar Tagen hätte streiten lassen. Insofern wart Ihr also wirklich noch mitten in der Kennenlernphase... schade, daß seine Konfliktunfähigkeit sich nun gleich bei der ersten Meinungsverschiedenheit so abrupt offenbart hat.
Zitat von Sunny-Angie:Das Thema war hier omnipräsent. Einige Male habe ich ihn darum gebeten, das zu lassen, weil wir zu keinem Konsens kommen. Ich konnte damit nur schlecht umgehen.
Er doch wohl auch nicht, wenn er es trotz Deiner Bitte immer noch nicht lassen wollte. Normalerweise ist sowas ein deutliches Signal und sollte respektiert werden, ging ja schließlich um nichts Persönlliches. Zudem hattest Du ihn ja auch längst ausreden lassen - aber irgendwann ist auch mal genug mit solchen Themen, vor allem wenn man merkt, daß man diesbezüglich nicht auf einer Wellenlänge ist. Ich finde es ehrlich gesagt bestenfalls taktlos, schlimmstenfalls übergriffig, daß er Dich unbeirrt weiter zu missionieren suchte. Stell Dir dasselbe mal mit einem Religioten vor... also da wäre mir auch der Kamm geschwollen, allerdings schon deutlich früher.
Zitat von Sunny-Angie:Eine Woche später begann sein Urlaub und er wollte zu mir kommen und schrieb, wie riesig er sich auf mich freut. Ich habe geantwortet, dass daraus nichts wird, da mir das Risiko zu hoch. Daraufhin kam von ihm: "dann bin ich also nur ein Risikofaktor für dich. Dann sollte ich mich von dir fernhalten. Schade, dass du dir mit deiner Angst dein Leben zerstören lässt".
Ach - er bildet sich also ein, Dein "Leben" zu sein? Ist der immer so größenwahnsinnig?
Zitat von Sunny-Angie:Das war vor 4 Wochen und das letzte, was ich von ihm gehört habe.
Zitat von Sunny-Angie:Ob er mich auch so sehr vermisst?
Du hast ihm genug Eselsbrücken gebaut, Dich nochmal anrufen und darüber reden zu können - hat er
nicht getan und ehrlich gesagt schiebe ich den Verdacht, daß das mehr Gründe hat als Euer geplatzter Urlaub oder Eure unterschiedliche Haltung zur Pandemie.
Zitat von Sunny-Angie:Nach wie vor, finde ich sein Verhalten unterirdisch.
Zitat von Sunny-Angie:Ja, so denke ich manchmal. Aber auf meine 3 letzten (kurzen) Posts hat er nicht geantwortet. Ich möchte ihm ungerne nachlaufen. Eigentlich wäre er jetzt am Zug.
Ich sehe das auch so und deshalb würde ich mich an Deiner Stelle auch nicht mehr bei ihm melden.
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