Zitat von tesa: Jetzt hast Du einen Denkfehler!
Ich habe sogar viele Denkfehler. Ich glaube, mein ganzes Leben besteht mehr oder weniger aus Denkfehlern.
Da kommt es auf diesen auch nicht mehr an.

Zitat von tesa: An der Tatsache, dass attraktive 50jährige Männer im Teich der 30jährigen fischen, hat sich nämlich nichts geändert. Die Unattraktiven wahrscheinlich auch, bloß haben die dort weniger Chancen.
Das muss aber nun ein Denk- oder Optikfehler von Dir sein.
Oder ich muss mit außerirdischen Sauerkirschen großgezogen worden sein.
Ich z. B. bin zu keiner Zeit meines angelüsterten Lebens auf Frauen unter 40 gestanden, das ist doch nur langweilig (da mir in jungen Jahren natürlich aber keine Wahl blieb, durfte ich mich von dieser Langeweile auch ausgiebig überzeugen). 50jährige Männer, die tatsächlich auf 30jährige Frauen stehen, sind ja gar nicht ernstzunehmen. Begegnete mir so einer, würde ich ihn gleich weiterschicken in die einschlägigen Etablissements. Abgesehen von vereinzelten echten Liebesfällen, die ja bisweilen in den besten Familien vorkommen können.
Ich frage mich einfach, wie Du auf diese Wahrnehmung kommst. Ich habe die nämlich nicht, durchaus nicht.
Und immer, wenn es um Wahrnehmungen geht, die so eindeutig rüberkommen, dass sie an eine Fixierung denken lassen, kann ich nur raten, dieses innere Radar einmal abzustellen oder es, noch besser, gleich beim Sondermüll zu entsorgen.
(Du wirst es sicher wissen: Die Wahrnehmung orientiert sich an der Erwartung (oder gar Gewissheit), und so lange Du an Deinem programmierten Bordradar festhältst, wirst Du immer die Wahrnehmung haben, von 50jährigen, die auf 30jährige stehen, umzingelt zu sein. Alle anderen nimmst Du nämlich gar nicht wahr, weil sie außerhalb dieses Erwartungsschemas laufen und daher für Dich von vornherein gar nicht von Interesse sind.)
Es sind, so kommt es mir, fehldenkend vermutlich, vor, nicht die Männer, von denen doch ohnehin alle nur möglichen Arten herumlaufen, auch ganz frei und unumgattert, die als Ursache für Deine Beziehungsfindungsprobleme geltend gemacht werden können, sondern es wird eben an Deiner Einstellung und Deiner Wahrnehmung (Erwartung) liegen.
Das magst Du zwar zurückweisen, aber dennoch sollte Dir klar sein, dass man mit Rasterfahndungsaugen auch nur das finden kann, wonach man fahndet.
(Narzisstenopfer z. B. könnten ein wahres Hohelied darauf singen. Gilt aber auch für alle anderen, denen immer wieder dasselbe widerfährt bis zum schmerzensreichen Rosenkranz. So unterschiedlich können die Leute, mit denen sie es schweißnah zu tun haben, nämlich gar nicht sein, dass ihnen nicht immer wieder dasselbe widerführe. Das lässt die eigene Erwartung samt ihrer feinsensorisch ausgerichteten Wahrnehmung einfach nicht zu. Wer, z. B., alle für Deppen hält, wird auch nichts anderes als Deppen vor die Flinte bekommen, weil jeder unter anderem auch als Depp gesehen und verstanden werden kann. Man muss sich eben nur auf das Deppenhafte oder aus der eigenen Sicht deppenhaft Scheinende konzentrieren.)
Zitat von tesa: Nein. Ich hatte/habe eher dieses Problem:
Obwohl mir der Herr Hirschhausen und seine - soll man sagen aberwitzigen, soll man sagen die menschliche Blödsinnsbegabung offenbarenden? - Fundamentalanalysen zwar binnen Sekunden schweres Kotzen verursachen, habe ich mir diese 50 Sekunden angesehen, vorbeugend Soletti kauend.
Daraus schließe ich nun, dass Du meinst, als kluge, intelligente Frau seist Du von diesen Beziehungsuniversen von vornherein ausgeschlossen, weil der Mann ja immer unterrangigere Frauen erwählt (der Manager die Sekretärin, der Arzt die Krankenschwester usw.), es über Deinem Level aber keine Männer mehr gibt, die - nach dem Hirschhausenschen Verpartnerungstheorem - dann Dich (als untergeordnetes Weibchen) zum Altar führen könnten.
Dazu fällt mir, es sei Dir Trost, nur eines ein: nämlich dass mir kein Fall bekannt ist, in dem Hirschhausen Recht gehabt hätte.

Und ich, mich auf seine glorreiche Erkenntnis beziehend, frage mich, welche Frau dann für eben diesen Herrn Hirschhausen in Frage käme. Grundelt man selber irgendwo auf der Unterstufe der Intelligenz herum, dass es tiefer nicht mehr geht, was bleibt dann noch (für einen Mann?): die Hirschkuh?
Jedenfalls soll es, außer dem sozialen oder intelligenzmäßigen Stufenstatus, ja auch noch etwas geben wie Liebe oder auch nur pure Leidenschaft. Oder stark verbindende Interessen. Oder eine ganz untergründige Zuneigung und Anziehung. Usw. Und all dies kann mit so einem Abstufungsunsinn doch von vornherein so gar nichts anfangen. Das ist doch nur etwas für steinzeitliche Statusparasiten und Honorationsfliegenkleber. Wen interessiert denn so etwas ernsthaft? Solche als nötig verkauften Schieflagenhirngespinste?
Erstmals, kommt mir gerade in den Sinn, bedauere ich es, zu den Dümmeren zu gehören. D. h. ja selber für Dich nicht in Frage zu kommen wegen des geistigen Höhenunterschieds.
Ansonsten wäre ein ausgesprochen riskantes soziales Experiment zumindest für mich eine echte, verlockende Herausforderung.
