Zitat von Minusdioptrie: All dies schreibt ein Mann, whynot, dessen LG über 12 Männer, parallel neben ihm, beglückte.
Zitat von Minusdioptrie: Wie auch sonst sollte man derartiges ertragen, wenn man nicht in der Lage wäre, poetische Worte zu finden, die diese Szenarien mit glänzenden Augen zurücklassen.
Zitat von Minusdioptrie: Ja, man kann sich emotionale Verletzungen schön reden, legalisiert man Affären, richtig, dann kann man nicht mehr durch Fremdgehen verletzt werden.
Dann prallen auch über 12 Typen, die den Beziehungsmenschen frequentieren, an der Bagatellisierungschale ab.
Einfach nur geschmacklos.
Wie meinen?
Die Einstellung, die Du hier zu persiflieren versuchst, hatte ich schon lange, ehe ich meine Ex-Lg kennengelernt habe. Wenn das etwas war, dann die Probe aufs Exempel.
Du wirst es jedenfalls mir überlassen müssen, was mich emotional verletzt und was nicht. Und warum es mich emotional verletzen sollte, hat meine Partnerin Sex mit einem anderen Mann (oder meinetwegen auch mit einer Frau), ist für mich nicht nachvollziehbar. Und wäre es aber so, so würde ich alles daransetzen, etwas dagegen zu unternehmen, weil das für mich eindeutig eine Minusleistung oder ein Versäumnis in der Entwicklung ist.
Eine Beziehung ist für mich nichts anderes als es das Leben selber ist. Es kann allerhand passieren, an Glücklichem wie an Unglücklichem. Und man muss sich ja nicht unbedingt auch noch Dinge zu einem Unglück machen, die an sich eben gar keines sind, schraubt man nicht wie eine schlagseitige Hummel aufgeregt im Bienenkorb herum.
Wie das Leben ist eine Beziehung für mich ein natürlicherweise offenes System. Da lässt sich nichts "schließen" und auch nichts "öffnen". Sondern bestenfalls das Glücklichste, Gelungenste daraus machen.
Aber mir scheint, so manche wollen sich ganz einfach nicht einlassen auf das Leben und versuchen alles, um sich gegen alle Widerläufigkeiten abzusichern und abzuschotten. Leider ist das alles aber umsonst. Klar kann man auch das eigene Leben "schließen" und sich irgendwo einbunkern. Nur wird einem das nichts helfen, und der Tod holt auch ein solches eingebunkertes Leben zu sich. Das dann allerdings kein eigentliches Leben war, sondern eine Aneinanderreihung von Versäumnissen, ein Brachland der Verneinungen und Zurückweisungen.
Tja, und einen solchen müden Acker wollte ich weder für mich haben noch einen solchen hinterlassen.