delilah
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Es geht mir besser.
Stetig, immer wieder mit Rückfällen, aber immer besser und ich glaube mittlerweile an die Möglichkeit innerlich frei werden zu können. Ohne Abhängigkeit, ohne ständige Sehnsucht und Leid. Ohne verhängnisvolle Bindung.
Es gibt lange Etappen, an denen ich nicht mehr an ihn denke und sie werden immer länger.
In der Zwischenzeit habe ich zu dem Mann, mit dem ich mal ausgegangen war, den Hochgebildeten, Weitgereisten, keinen Kontakt mehr. Als ich ihm sagte, dass ich für eine neue Beziehung nicht bereit bin, bot er mir eine "Freundschaft" an, aber seine ständigen Annäherungsversuche waren einfach zu lästig. Also auch Bildung schützt vor Blödheit nicht
Ich habe jemand anderen kennengelernt, ich empfinde Zuneigung, aber von der Möglichkeit, mich zu verlieben, bin ich noch weit entfernt. Er ist nur nett und aufmerksam, für alles andere habe ich gar kein Gefühl, mein Herz ist noch nicht soweit.
Ich rede oft mit meiner Freundin über meine Abhängigkeit und auch darüber, was ich vermute: Dass ich nur eine von vielen war. Auch mit meiner Therapeutin spreche ich oft über ihn und wir entdecken erstaunliches.
Einerseits will ich von ihm wegkommen, aber andererseits muss ich das Vergangene jetzt aufarbeiten und zwar nur für mich.
Mittlerweile bin ich aber auch sehr wütend. darüber, wie ich mich habe behandeln lassen die ganzen Jahre und darüber, dass er meine Schwäche, die er sehr genau kannte, so erbarmungslos ausgenutzt hat und mich absichtlich (!) hat leiden lassen.
Vielleicht werde ich mich doch irgendwann doch mal an seine Frau wenden, er hat nichts anderes verdient. Ich schaue manchmal auf ihre Facebookseite, merkwürdigerweise nicht auf seine. Sie ist eine sehr hübsche Frau und eine toughe noch dazu.
Ich behalte mir diese Option vor und werde ganz kalt und ruhig bei dem Gedanken.
Ja, ich bin noch weit entfernt von innerer Freiheit, aber ich habe mich auf den Weg gemacht und ich glaube, die Therapie tut mir gut, auch wenn ich bei fast jeder Sitzung in Tränen ausbreche. Das muss wahrscheinlich so sein. Ich weine nicht um M., sondern um mich.
Nochmal an KG und Petzi und alle, die so arm dran sind wie ich es war: Es wird besser! Und irgendwann wird es gut!
Das ewige Warten und Sehnen hat ein Ende gefunden. Und wenn ich noch ein wenig weiter bin, verschwinden vielleicht sogar meine Rachegedanken. Obwohl.........

