Zitat von StarfishMü:Allerdings bin ich derzeit noch so ziemlich orientierungslos, was ich will. Eher weiss ich, was ich nicht und auf jeden Fall nicht MEHR will.
Das ist gar nicht so einfach. Ich sage mir mit dem Verstand, dass ich niemand mehr etwas beweisen will oder muss. Befürchte aber, dass ich da immer noch festsitze und weiterhin beweise
hey sternchen
ja, es hat halt geprägt und es braucht seine zeit umzulernen und verstand und gefühl zu harmonisieren. aber es geht, wenn wir uns das immer wieder bewusst machen, dass wir das recht und die fähigkeit haben über unser leben selbst zu bestimmen und deshalb auch mal NEIN sagen dürfen wenn uns etwas nicht gefällt und leiden lässt.
für den anfang reicht ist doch erstmal, wenn du weisst, was du nicht mehr willst in deinem leben. und was du willst ist sicher, dass es dir wieder besser geht, darauf kannst du deinen fokus setzen. der weg entsteht beim gehen.
Zitat:Es gibt wahrscheinlich für jeden von uns bestimmte Glaubenssätze, die er übernommen hat und nach denen er lebt, ohne dass ihm das bewusst ist.
Denen auf die Spur zu kommen ist eine Herausforderung

Gilt es anzunehmen!

alles was wir tun oder nicht tun hat seinen ursprung aufgrund unserer prägungen. die sind ja schon ganz früh entstanden und tief in unserem unterbewusstsein gespeichert - deshalb habe ich all meine hoffnung auf ein bewussteres leben gesetzt und es sind mir dort sehr viele lichter aufgegangen. bei sich selbst bleiben hilft, spüren, gedanken überprüfen und umwandeln - dann erkenne und spüre ich meinen eigenen wert - das gab mir die kraft für die umsetzung.
an anderer stelle schreibst du vom gespräch mit deinem sohn - warum du bisher oft nicht NEIN sagen konntest - das liegt daran, weil ursprünglich andere zu dir nein gesagt haben - weil sie dich nicht so annehmen konnten wie du warst in diesem moment und dich bejahen konnten in deinem so sein. wenn das öfter geschehen ist, hat es dich tief geprägt, denn im unterbewusstsein ist es so gespeichert : ich bin nicht ok wie ich bin - ich muss mich selbst verleugnen - damit ich nicht mit liebesentzug und verlassenheit bestraft werde ... ich muss lieb und brav sein und glauben, was die anderen/eltern von mir halten - aber das ist ja nicht wahr gewesen-weil wir anders sind als unsere bezugspersonen uns gern haben wollten.
der unterschied zu damals und heute ist - das wir von niemanden mehr abhängig sind - als kinder hatten wir keine andere wahl als uns den eltern zu beugen und haben uns deshalb verbogen - um uns ihrer liebe sicher zu fühlen. teilweise bis heute noch - nur übertragen wir das heute auf unseren partner und gebracht hat es dennoch nichts - eher geschieht das gegenteil - wir werden dennoch verlassen - weil "unterwürfiges" verhalten den respekt vor uns verlieren läßt, der partner spiegelt es uns mit seinem verhalten uns gegenüber.
und wir haben jetzt die erkenntnis, das bewusstsein und die macht es zu ändern. bedeutet sich abzunabeln von den inneren eltern.
es ist nie zu spät dafür.
sternchen, auch wenn diese trennung dich völlig aus der bahn wirft mit all deinen gefühlen, ängsten und kummer - jetzt kannst du erkennen, was wirklich los war/ist in deinem leben und ausmisten, aufräumen, alte angezogene und nichtpassende schuhe ablegen, schade, dass es nicht in der ehe gelungen ist, dafür war dein mann nicht der richtige, aber er ist der richtige weil er dir mit all seinem verhalten gezeigt hat, was du selbst tief im innen von dir glaubst und selbst angenommen hast - unwahrheiten über dich.
erkenne wer du wirklich bist und lebe danach - sei du selbst, jemand, der dich nicht so lieben und wertschätzen kann wie du bist, hat dich auch anders nicht verdient!
das ist die erkenntnis, die ich aus meinen eigenen katastrophen gewonnen habe und deshalb - sind sie für mich auch wie ein geschenk.
nur das hat mir geholfen mich selbst und meinen weg zu finden. umwege sind erlaubt weil auch sie mich etwas lehren und ich habe festgestellt es war und ist alles gut so wie es (gekommen) ist.
