Zitat von Hagen_Rether: die Bindung zu dem Kind ist schwierig bis fragil, weil er sich nur verschließt, bzw stets mürrisch bis schlecht gelaunt bis hin zu ganz schnell eingeschnappt reagiert, wenn man versucht ihm Leitplanken oder Struktur zu geben
In wenigen Monaten nachholen zu wollen, was dem Kind jahrelang gefehlt hat (nämlich wirkliche Bindung, zu Mutter und Vater, inkl. Leitplanken und Struktur) ist natürlich eine sportliche Vorstellung.
Zitat von Hagen_Rether: In den Monaten wo ich noch mit V. zusammen war, wollte ich, dass sie, chronisch überfordert, Unterstützung erfährt, indem das Kind mit 14 Jahren auch gewisse Aufgaben übernimmt.
Weshalb war V. denn chronisch überfordert? Weil sie plötzlich mal Mutter- und Erziehungsaufgaben übernehmen sollte? Ich bin auch der Ansicht, dass 14jährige bereits kleine Tätigkeiten im Haushalt übernehmen können und sollten. Aber grade bei der Vorgeschichte wäre es meiner Meinung nach ihre Aufgabe gewesen, ihr Kind da heran zu führen.
Zitat von Hagen_Rether: Zuvor kam er nur von der Schule, hat gechillt und ansonsten wenig bis nix mitgeholfen.
Also völlig normales Verhalten für ein Pubertierchen
Zitat von Hagen_Rether: Ich denke das Hauptproblem für ihre 4 Kinder war/ist, dass beide Elternteile nicht greifbar waren. V. hat immer erzählt, dass sie sich um alle 4 alleine hat kümmern müssen und der Vater von 3 ihrer 4 Kinder, hat sich allem entzogen.
Natürlich ist das das Hauptproblem. Es bleibt die Frage, warum sie mit einem Mann, der sich „allem“ entzogen hat, 3 Kinder bekommen hat

Zitat von Hagen_Rether: Worauf wohl auch der eine oder andere Mann eingegangen ist.
Und sie anscheinend auch!
Sowas macht doch nur eine Frau, die massiv psychisch oder finanziell (und nöö - die Erhaltung eines gehobenen Lebensstandards ist für mich keine finanzielle Abhängigkeit!) abhängig ist oder eine, die das als durchaus gangbaren Weg sieht. Ich will letzteres hier nicht verurteilen, aber es ist selbstbestimmt - und sie ganz gewiss nicht das arme Opfer.
Zitat von Hagen_Rether: Nachdem er dann weg war und sie mit in alles reingezogen hat, war es absehbar, dass sie ihm bald nachfolgt, denn bei 14 einzelnen Verurteilungen wegen Betruges, fällt halt irgendwann mal der Hammer, zumal wir hier von der bayrischen Justiz reden und nicht von Berlin oder Hamburg.
Auch hier ist sie nicht das Opfer, jedenfalls nicht, wenn sie intellektuell nicht massiv eingeschränkt ist. Dafür bedarf es einer kriminellen Energie, die sie offenbar hat(te). Da wäre auch irgendwann in Berlin oder Hamburg der Hammer gefallen - zu recht.
Karma (an das ich eh nicht glaube) hat nichts mit der Situation zu tun, in der Du Dich grade befindest. Die ergibt sich aus Entscheidungen, die Du getroffen hast und die Dir in den Momenten, wo Du sie getroffen hast, als richtig erschienen sind. Es ist, wie es ist - diese Entscheidungen haben Dir ja auch etliche schöne und intensive Jahre beschert. Für länger hat es halt nicht mehr gereicht.