Zitat von Urmel_:Kannst Du da aus der Zeit vor der Trennung und jetzt irgendeinen roten Faden erkennen?
Ich zähle auf

Finanzen: wie schon mal erwähnt, hatte sie sich vor anderen ausgekotzt, dass sie kein eigenes Konto hat. Damit würde ich aber eher vermuten, dass sie mehr Kontrolle über ihr Geld hat (als hätte ich es veruntreut). Die ernüchternde Bilanz kam dann beim nächsten Klamottenkauf, bei dem man nicht alle Sachen nehmen konnte, weil Konto leer. Bis dahin hatte sie aber auch noch an das gemeinsame Konto abzugeben. Vielleicht denkt sie, dass das zu viel wäre. Möchte finanziell komplett frei entscheiden können. (da kommt die dicke Rechnung aber noch und das knallt richtig, wie mir gestern Abend zum ersten Mal selbst aufgefallen ist)
Sechs: In der letzten Zeit hatten wir wenig bis gar keinen 6. Lag an der schlechten Laune, manchmal war ich fertig und einmal Popo-Wackeln ist für mich jetzt nicht Verführung pur. Kam mir davor auch schon vor wir ein Akt bei ner Behörde. Wollen Sie 6 machen? Dann bitte jetzt entkleiden. Keine Romantik. Vielleicht hat sie sich da ein wenig ausgeklinkt, vielleicht auch verbunden mit dem nächsten Punkt. Hier könnte sie gerade auf der Suche nach Spaß sein.
Mein Erscheinungsbild: in den letzten Jahren habe ich schon einige Kilo zugenommen. Zwar hatte ich allein im letzten Jahr seit meiner neuen Arbeit über 10 Kilo abgenommen, aber war halt noch nicht die Form wie beim Kennenlernen. Ich bin nicht sonderlich dick. Kleines Bäuchlein ja, aber war generell immer schwer. Und unsportlich bin ich definitiv nicht. Trotzdem wurde mir immer vorgeworfen mehr Sport zu machen (nur hatte ich auf ihren Hausfrauensport keinen Bock. Da will ich schon richtig Gas geben und schwere Gewichte dazu). Habe daher separat trainiert. Das hat sie sicherlich nicht so wahrgenommen.
Klamottentechnisch bin ich sparsam. Ein paar Shirts hier, 2-3 Hosen. Hat mir gereicht. Dazu sei gesagt, dass in unsere finanzschwachen Zeit auf dem Gemeinschaftskonto Geld für Klamotten gespart wurde. Erstmal für Sohn, dann den Rest für Frau. Und wenn sonst was frei war, habe ich auch gesagt, dass sie ruhig dieses oder jenes Teil noch nehmen kann. Nehmen wir von anderen Rücklagen. Ich habe mich eher rausgenommen. War mir eh nicht so wichtig, war nicht n-ack-t (warum wird das zensiert...) und wollte ihr so was gutes tun. Könnte aber gut sein, dass ich ihr aber nicht fesh genug war.
Hinweis: Dieser Punkt hat sich seit der Trennung maßgeblich geändert. Ich schwimme in neuen körperbetonten Klamotten und mein Körper gibt das auch wieder her

Freundschaften: Sie ist damals zu mir gezogen. Und wir wohnen in einem Kreis, wo nur ich Freunde habe. Anknüpfen fiel ihr immer schwer. Sie ist introvertiert und hat bei einigen Themen wenig Ahnung. Ist für mich nicht schlimm. Ich rede mit meinen Freunden manchmal über Aktien oder Beruf oder so. Sonst sitzen wir aber auch nicht am Kamin mit Cognak und sinnieren über Hochwertiges. Im Gegenteil, wir machen nur dumme Späße (was eigentlich auch eher ihr Ding ist). Ihren Freundeskreis konnte sie aber theoretisch immer besuchen. Hat ein Auto und dann sinds nur 15 Minuten Fahrt. Bei Feiern habe ich so auch gefahren und abgeholt, damit sie Trinken kann und so. Richtig überschnitten hat es sich dann nie, weil sie meinte, sie kann mit meinen Freunden wenig reden. Ich war bei einigen Events bei ihren Freunden mit dabei. Habe mich gut mit denen verstanden, das war nicht das Problem. Bin zwar kein Small-Talk König, aber bin für jeden Witz zu haben. Das reicht dann meistens an solchen Abenden.
Wohnung: Unsere Wohnung hat ihr nicht gefallen. Aber da Hauspläne irrelevant. Ich habe auf jeden Fall nicht mehr investiert, wenn schon Grundstück in Anbahnung. Rund herum hat sie alles mit Deko vollgeknallt. War bisschen viel, vor allem Pflanzen, aber kam ich mit klar. Jetzt merke ich gerade, wenn alles weg ist, dass es das auch gemütlich gemacht hat.
Hobbies: Sind in letzter Zeit ein wenig auseinander gedriftet. Gemeinsamkeiten sind Zocken und Serien schauen. Gemeinsame Aktivitäten darüber hinaus aber alles was man so als Familie macht. Sie ist stark für Pflanzen und Basteln zu begeistern. Ich eher für Technik, Finanzen und Business (wie gesagt, habe da Pläne). Auch wenn Pflanzen und so nicht mein größtes Interesse wecken, habe ich ihr da oft geholfen und auch nachgefragt was dies und das ist und das dies und das schön ist und so. Ich habe da gemerkt, dass ich sie vernachlässigen würde, wenn ich das nicht tun würde, deswegen habe ich mich da sehr bemüht.
Generell finde ich es aber nicht schlimm, wenn man gewisse Hobbies auch alleine ausüben kann. Zumal man sonst ja immer aufeinander hockt. Daher hat sie manchmal Bastel-Nachmittage mit ihren Schwestern gemacht. Das fand ich gut und auch, dass ich da nicht so reingepasst hätte.
Anerkennung: Im letzten Jahr ist vor allem mein Sinn für Erfolg seehr stark gewachsen. Neuer Job, gute Aussichten für unsere finanzielle Unabhängigkeit. Mein Ehrgeiz trifft bei vielen Personen auf Anerkennung, zum Beispiel ihren Großeltern. Ihr Opa ist glaube ich sehr wichtig darum, wenn es um seine Meinung über sie geht. Ich stehe hoch im Kurs bei ihm, weil sich seine Söhne absolut nicht mit dem Thema Finanzen befassen. Sind recht erfolgreich, hätten aber deutlich mehr schaffen können, wenn man es nicht hätte schleifen lassen. Von daher war der immer froh mit mir über Finanzen und so sprechen zu können. Da war sie natürlich dann eher im Hintergrund. Ich habe mich im letzten Jahr stark gesteigert. Sie nicht. Und auch für das, was ich für die Familie tue erhielt ich die entsprechende Anerkennung.
Ich habe darum aber nicht gebuhlt, weil ich wollte uns ja als Familie stark machen. Aber kann mir bei ihrem Charakter durchaus vorstellen, dass sie sich in den Schatten gestellt fühlt.
Zitat von Urmel_:Was Deine Annahme angeht, dass da bei mir noch etwas im Verborgenen liegt, bin ich mit zunehmender Zeit immer unsicherer. Offen gesagt, ich habe Angst, dass ich mich da in meine Hoffnung verrenne, die jeden Tag kleiner wird.
Aber sind wir nicht dann bei deiner eigenen Weisheit, dass du dich um dich noch besser kümmern musst? Damit du am Tag, an dem es vielleicht so sein sollte, darüber hinweg bist. Und bis dahin arbeitest du mit der Hoffnung und bist fleißig

Echt jetzt mal Urmel. Wenn das einer schafft, dann du
