Ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht, und mich teilweise durch Deinen Thread von März gelesen, und ich muss Dir ganz ehrlich sagen, dass ich für mich unterm Strich zu dem Ergebnis komme, Dir zu raten, was Jenny Forrest zugerufen hat: "Lauf, Junge, lauf!"
Meiner Meinung nach solltest Du schleunigst von dem fast toten Gaul runter steigen, den Du noch irgendwie versuchst zu reiten, denn der liegt nach meinem Dafürhalten irreversibel in seinen letzten Zügen, und ist dabei, an totalem Organversagen zu krepieren!
Besser wird das nicht mehr. Du weißt ja selbst nicht mehr, ob das noch etwas mit Liebe zu tun hat, was Du für Deine Frau empfindest, schriebst Du ja im Frühjahr bereits, und wenn Du das nicht einmal wirklich weißt, weil Du es nicht fühlst, ist das IMHO auch keine Liebe mehr. Falls sie mal da gewesen sein sollte, hat sie sich wohl im Laufe der Jahre leise durch die Hintertür verabschiedet...
Und ehrlich gesagt denke ich auch, dass Du jeden weiteren Versuch klemmen kannst, Deine Frau dazu zu bewegen, es ggfs bei einem anderen Paar-Therapeuten zu probieren, denn Deine Gattin scheint ein äußerst "spezieller" Typ zu sein, mal wohlwollend formuliert, und ich denke, die Paar-Therapeutin, bei der Ihr wart, hat die Sache schon gut und richtig erkannt. Natürlich gefällt das Deiner Frau nicht...
Deiner Beschreibung nach, so wie Deine Frau drauf ist, liebt sie Dich in meinen Augen auch definitiv nicht. Die liebt nur sich selbst, ist nicht nur egoistisch, sondern egozentrisch, hat straight ihre Vorstellung von ihrer Zukunft, und zieht ihren Stiefel knallhart, ohne Rücksicht auf Verluste, auf Deine Kosten durch. Äußerst unsympathisch. Das hat doch nichts mit Liebe zu tun. Zumal ich ihre Definition von Liebe auch mehr als befremdlich finde... (erinnert mich eher an die Begrifflichkeit von "Liebe" in nicht westlichen Kulturen, in denen arrangierte Ehen stattfinden, wenn man dort die Menschen fragen würde, wie sie Liebe definieren).
Natürlich kann ich auch falsch liegen, aber für mich ergibt sich das Bild, dass Deine Frau wie eine Gestörte (das kann man ja tatsächlich auch schon im eigentlichen Wortsinne so sagen!) arbeitet, um schnellstmöglich verbeamtet zu werden, das dürfte ja vermutlich bald passieren, um sich dann gemütlich im Steuerzahler-System einzunisten, und -verzeih' bitte meine "bösen" Worte- in Ruhe zu brüten... Ich denke, sie hält Dich lediglich noch als Besa.mer bei der Stange, bis sie das Wunschkind in der Gebärmutter hat. Ich denke, das war dann der letzte Sex mit dieser Frau, und danach darfst Du nur noch von den "guten" Zeiten träumen, als Du "immerhin" noch alle paar Monate mal Sex hattest. Vielleicht darfst Du dann nochmal ran, falls sie noch ein weiteres Kind möchte... Für alles weitere braucht sie Dich dann nicht mehr, bekommt sie alles alleine hin, auch finanziell, und mitzureden hast Du dann nichts, mehr. Das hast Du ja jetzt im Grunde schon nicht mehr.
Ich kann natürlich auch daneben liegen, aber für mich stellt es sich so dar.
An Deiner Stelle würde ich mich aus dieser Ehe verabschieden, so todunglücklich Du schon lange bist.
Normalerweise tendiere ich eigentlich eher zum Erhalt einer Ehe, denn in meinen Augen ist das Eingehen einer Ehe keine unverbindliche Spaßveranstaltung a la juppidu, läuft gerade nicht so, lassen wir uns halt scheiden, aber das hier ist dermaßen lieblos, traurig und unglücklich, dass ich Dir nur dazu raten kann. Du hast wirklich etwas Besseres verdient!
Und wenn Du gehst, trägst keinesfalls DU die Verantwortung dafür, wenn die Frau ihren Kinderwunsch ggfs. ad Acta legen kann. Das hat sie in erster Linie dann sich selbst zuzuschreiben, denn Du bist ja nicht ihr Erfüllungsgehilfe, sondern ihr Ehemann, der ihr scheinbar vollkommen EGAL ist!