Zitat von unbel Leberwurst:Denn wenn ich Dich aus Deiner weiblichen Sicht richtig deute, resultiert ja aus einer guten Beziehung dann auch wieder mehr Bettsport.
Urmel würde jetzt sagen, alles Dummfug, es geht um Anziehungskraft und Madame darf sich des Mannes bloss nicht zu sicher sein.
Ich glaube, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegt...
Definitiv, ja. Eine gute Beziehung zeichnet sich eben dadurch aus, dass beides vorhanden ist - Komfort und Anziehung. Und das ist leider wirklich sehr sehr schwierig, sonst gäbe es wohl nicht so viele Scheidungen ("früher" war das ja kein Thema, da hatte frau halt "eheliche Pflichten" zu erfüllen, von eigener weiblicher Lust war doch gar keine Rede

das ist ja alles noch relativ neu und deshalb auch so kompliziert)
Ich stelle aber auch z.B. beim Daten fest, dass viele Männer nicht dazu in der Lage sind, diese Schere zu bedienen. Oft ist es so, dass ein Mann entweder nur Anziehung erzeugt - was dann bestenfalls zu einem ONS oder einer Affäre führt - oder nur Komfort - was, wenn man sich mag, eventuell zu einer Freundschaft führt. Und genau das passiert ja dann auch in Beziehungen häufig, dass der Partner zum "besten Freund" wird, aber eben leider keine Anziehung mehr hat. Ich schiebe die "Schuld" (wenn man das so nennen will) an diesem Dilemma zum Teil dem Feminismus in die Schuhe. Denn in Zeiten, in denen ein Mann fürs Flirten "bestraft" bzw. irgendwelcher Belästigung bezichtigt wird ist eigentlich klar, dass Männer auch das Verführen verlernen.
Mein Vater z.B. ist zwar jetzt schon ein älterer Herr, er flirtet aber immer noch, und das hat er auch immer gern getan. Mit der Verkäuferin im Supermarkt, mit der Kellnerin, mit der Nachbarin, der Arbeitskollegin ... er flirtet einfach gern. Dadurch, dass er das immer getan hat und meine Mutter das immer schmunzelnd wahrgenommen hat, hat er es aber geschafft, das Flirten (und damit seine Anziehung) auch ihr gegenüber aufrecht zu erhalten. Ich sehe heute viele Männer in festen Beziehungen, die sich nicht mal mehr trauen, einer anderen Frau hinterher zu schauen, geschweige denn einfach mal mit Frauen zu flirten. Dass diesen Männern dann irgendwann die Kompetenz fehlt, die eigene Frau zu verführen, ist doch klar. Flirten ist ja etwas, das man übt und trainiert, und je häufiger man es macht, desto besser wird man darin.
Der beste Trick, eine (auch die eigene) Frau zu verführen besteht darin, ihr mit einem Flirt das eigene Begehren zum Ausdruck zu bringen und sie in entsprechende Stimmung zu versetzen. Und das am besten zu einem Zeitpunkt oder an einem Ort, wo gerade nicht "mehr" geht. Wenn die Frau dann angeregt auf ihn zukommt, weist er sie sanft zurück und vertröstet sie auf "später". Wenn er das gut gemacht hat, wird die Frau den ganzen Tag angeregt durch die Welt laufen, sich gut fühlen (weiblich, 6y, begehrt), und sich auf "später" freuen. Kann man als Mann prima morgens machen. Der muffeligen Frau im Schlafanzug den ersten Kaffee aus der Hand nehmen, sie leidenschaftlich küssen, an sich ziehen, sie seine Erregung spüren lassen, und dann nach einer kleinen Knutscherei schweren Herzens ins Büro verabschieden. Dann über den Tag verteilt 2-3 SMS schicken mit Komplimenten oder kleinen Anzüglichkeiten. Wenn er dann abends nach Hause kommt, muss er garantiert nicht fragen "na, hast du auch Lust?". Das dürfte sich dann von selbst ergeben

Begehren ist reziprok. Wenn ich als Frau spüre, dass ein Mann mich leidenschaftlich begehrt, werde ich mich kaum dagegen wehren können. Wenn ich als Frau aber das Gefühl habe, der Mann ist halt gerade "g eil" (aus biologischen Gründen) und will sich nur an mir erleichtern - örgs.