Boah, erstmal ne halbe Stunde lesen
Danke!
Also mal zwischendurch: ich habe meinen Mann in der jüngeren und älteren Vergangenheit schon mal einen Gefallen getan.
Aktuell hege ich aber die Befürchtung, dass sich nach mehrmaliger Wiederholung solcher Gefallen bei mir tatsächlich statt eines bloßen "Nicht-Begehrens" ein regelrechter Widerwille einstellen würde und ich damit das Problem nur noch vergrößer.
Auch wenn es unfassbar scheint: aber da wir das Problem ja nun schon ein Weilchen haben, ist das besprochen und abgehakt: mein Mann gehört zu den 0,1% , die NICHT aus einem liebevollen Gefallen heraus Sex möchten.
Um zu kochen, muss ich nicht selbst Hunger haben, das stimmt. Aber ich könnte meinen Hintern drauf verwetten, dass mein Futter besser schmeckt, wenn ich Bock drauf habe, zu kochen.
Wenn ich Bock habe: Kokosgarnelen mit Zitronengras.
Wenn ich keinen Bock habe: Käsebrot.
Zu einem anderen Punkt:
Ich habe, ehrlich gesagt, keine Ahnung, was bei anderen so "normal" ist oder nicht.
In Zahlen? SB so alle, hm, 10 Wochen denke ich.
Während meiner Studentenzeit habe ich viel rumexperimentiert.
Grundsätzlich fehlt mir, glaube ich, noch eine richtige Haltung zu mir selber.
Ich habe mich in Sex Dingen immer viel nach den Männern und deren Wünschen gerichtet, teilweise auch genau das getan: "ach komm, er will, mach halt mit dann ist Ruhe." bisschen Fake-Rumgestöhne, Typ zufrieden, für ne Woche Ruhe im Karton.
Mein Fake-Höhepunkt ist eine über einige Jahre einstudierte naturgetreue Nachbildung.
Die Argumente dagegen kenne ich, doch mal in aller Freundschaft:
Die Alternative erleben ist jetzt auch nicht soooo cool: nämlich einen Mann zu haben, der dann nach vielen Malen ohne Happyend für die Lady an seinen Fähigkeiten zweifelt.
Vielleicht auch deshalb heute meine Ablehnung der Idee, mein Bedürfnis nach Nicht-Wollen seinem Bedürfnis nach Wollen unterzuordnen.
Vielleicht weil ich nun, wo die Kinder nicht mehr ganz klein sind, wieder mehr danach schaue, wer oder was ich als Frau bin und meine Bedürfnisse wieder wichtiger nehme
Übrigens: es wäre mir mitnichten egal, wenn mein Mann sich eine andere suchen würde, wie weiter vorne gemutmaßt wurde.
Das würde für mich einen absoluten Zusammenbruch und eine Katastrophe bedeuten.