Yoffi
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Zitat von Florentine:Hat hier doch auch keiner geschrieben?! Mich nicht. Ich hatte große, lähmende Angst, dass mein Ex sich etwas antun würde, würde ich mich ...
Vielleicht ist es weniger die Frage, wie die Schuldfrage objektiv zu beantworten wäre, als wie sie subjektiv von allen Beteiligten, und das kann auch nur ganz unbewusst sein, empfunden wird.
Du schreibst, du hattest die Frage für dich im Vorfeld geklärt. Das bedeutet aber nicht, dass dich dein Umfeld nicht möglicherweise (bewusst oder unbewusst) für schuldig gehalten hätte und es deine Beziehungen nachhaltig geprägt hätte.
Ich denke um zu heilen gehört es sogar dazu, dass die Töchter in diesem Fall aussprechen, wenn sie die TE für schuldig halten. Die Wut die damit einhergehen kann muss raus. Als Teil der Verarbeitung innerhalb der Familiendynamik brauchen auch diese negativen Gefühle Raum. Auch wenn das noch so hart ist.
Um bei Schuld zu bleiben: man fühlt sich ja auch schuldig, wenn man die Mutter für schuldig hält. Insbesondere, wenn man objektiv und rational weiß, dass sie es nicht ist.
Wir von außen können das alles klar einordnen. Aber grade weil in dem besonderen Fall eines Suizids all solche Gefühle Teil des Prozesses sind ist das so schlimm für Familien, macht so viel kaputt und braucht so viel Zeit und Selbstfürsorge.
Meiner Meinung nach ist es daher wichtig das Wort Schuld auch mit in die Thematik einzubringen. Weil es mit Sicherheit ein Teil des Problems ist.