Yoffi
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Zitat von unfassbar:Wann wäre man deines Erachtens soweit? Dieses ständige „man darf jungen Erwachsenen nur die Verantwortung übergeben, die sie auch übernehmen ...
Ganz ehrlich. Das ist so falsch, da würde ich am liebsten in mein handy springen und dich schütteln.
1. Sie sagen nichts gegen die Beziehung, sondern wollen den Mann einfach nicht in der Wohnung haben, in der ihnen mit gehörenden Wohnung haben.
Und das ist ihr gutes Recht.
Sie sind erwachsen, aber sollen sich behandeln lassen wie Kinder, die keine eigenen Entscheidungen treffen können?! So sieht's nämlich aus. Unter dem Deckmantel von "sie sind erwachsen" sollen sie aber trotzdem noch springen und funktionieren, wie Kinder, denen man etwas vorschreiben kann.
Nein. Sie sagen Nein und sie müssen sich nicht einmal erklären. Sie brauchen kein Trauma, sie brauchen keine Rechtfertigung, sie brauchen gar nichts. Sie dürfen einfach für sich eine Entscheidung treffen und wer diese Entscheidung nicht respektiert, der wird mit den Konsequenzen leben müssen. Weil: sie sind erwachsen/fast erwachsen. Sie dürfen das. Mami hat ihnen nichts mehr vorzuschreiben.
2. Ein Suizid des Vaters ist eine total andere Geschichte als Kinder, die mal ein bisschen aufs krude Leben vorbereitet werden sollen. Es geht nicht um "von einmal Tischabräumen brauche ich 3 Tage Erholung". Es geht um einen Schicksalsschlag und wer nicht versteht, dass jeder Mensch ein Recht auf Zeit zum Aufarbeiten, zum Verarbeiten, zum Trauern hat, der ist meiner Meinung nach in einem Trennungsforum völlig falsch aufgehoben. Da kann man sich besser auf Tik Tok und X austoben, als hier.
Das macht mich echt wütend.
Natürlich ist die Situation auch für die TE schlimm. Natürlich ist sie verzweifelt und ihre Bedürfnisse haben auch ihre Berechtigung, sollen gesehen werden, brauchen Raum.
Aber sie ist verdammt nochmal die Mutter. Mutter von zwei jungen Frauen denen etwas schreckliches passiert ist. Sie darf ihnen nicht die Last und Verantwortung, die Bürde ihrer eigenen Verzweiflung aufdrücken. Sie muss sich da andere suchen, die das auffangen. Einen verständnisvollen (!) Partner, Freunde, Arzt und Therapeuten.
Wenn überhaupt , dann kann sie Einfluss auf die Entscheidungen der Töchter nehmen in dem sie versteht. Sich zurück nimmt und zuhört. Das ist ihre einzige Möglichkeit ohne weitere Narben für alle, auch für sie, ihre Bedürfnisse gestillt zu bekommen.
Das ist einfach so. Und da kann man sich auf den Kopf stellen und was von verweichlicht schreiben, aber das ist einfach so. Psychologie ist am Ende des Tages einfache Mathematik, funktioniert bei uns allen gleich und folgt den gleichen Abläufen. Sie ist vorhersehbar. Machst du a, wird b ausgelöst. Kann man verstehen, kann man negieren. Völlig schnuppe. Der Ablauf wird gleich bleiben.