Zitat von Bekannte:@ts: Du leidest ja unter akutem Liebeskummer und Hoffnungslosigkeit, daher ist es vermutlich zu früh, Dir jetzt diese Frage zu stellen. Ich tus trotzdem:
Bist Du jetzt, wegen der gescheiterten Ehe, nicht mehr genauso gern Vater? "Bereust" Du also wirklich, nicht kinderlos geblieben zu sein?
Du bleibst doch Vater und behältst sehr wahrscheinlich das gemeinsame Sorgerecht. Mit etwas Anpassung Deines Lebens an die neue Situation auch das wechselseitige Aufenthaltsbestimmungsrecht. Stand Dein Kinderwunsch wirklich unter der Bedingung einer Kleinfamilie bis ins hohe Alter oder wolltest Du ein Kind unter den bestmöglichen Umständen?
Ach Bekannte,
ich habe mein Leben lang von dieser heilen und schönen Familie geträumt. Mit schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit habe ich in meiner Frau den Beweis gefunden, das sie existieren kann. Nun wurde ich wieder in ein großes Loch geschmissen und habe das Gefühl daran zu verenden.
Ich bin noch genauso Vater, aber demnächst nur auf dem Papier. Sie nur alle zwei Wochen zu sehen ist und war nicht der Sinn meines Kinderwunsches. Ich habe tatsächlich an die Familie bis ins hohe Alter geglaubt, zumal mir meine Frau immer dieses Gefühl gab.
Meine Frau müsste dafür aber ganz tief greifen und sich selbst überwinden, steht bei ihr im Stein gemeißelt, dass ohne ihre Tochter für sie keine Option bedeutet.
Ich bereue niemals eine so traumhaft süße Tochter in die Welt gesetzt zu haben. Ihr Frauen habt immer gut reden, ihr habt, wenn auch mit massivem Stress um die Ohren, Euer Kind immer bei Euch, am Abend, in den Ferien, jedes zweite Wochenende voll und ganz und zu jeder anderen erdenklichen Zeit. Dieses würde ich auch gerne für mich beanspruchen wollen und mit meiner Maus leben wollen. Dieser Verlust ist so unermesslich hoch, im Moment, dass ich nur noch weine.
Ich habe mich heute aufgerafft und sie kurz an der Kita gesehen. Sie war schon recht verwirrt. Mein Herz sprang förmlich vor Angst heraus. Ich habe kein Wort herausbekommen und musste die ganze Zeit weinen. Das war ihr unheimlich.
Ich bin noch genauso gerne Vater, aber leide akut unter starker Verlustangst. auch unter der Angst, genauso wenig Kompromisse eingehen zu wollen, wie meine Frau. Das endet in einem Kampf um das Kind und das möchte ich gerne vermeiden, aber dafür muss ich aufgeben. außerdem fehlt mir aktuell die Kraft zu kämpfen, gepaart mit Hoffnungsschimmer doch noch die Trennung zu besiegen, bzw, wir wieder zueinander finden. Ganz schön träumerisch, oder?
Ich bin noch längst nicht in der Realität wieder angekommen.
Spiegelt unter anderem meine aktuelle Situation wieder.