Zitat von Florentine:Ich arbeite als Lehrerin.
Ich habe täglich die Kinder in Scheidungen, Kriegen und Patchwork um mich und sie erzählen...sie erzählen so viel, dass mich teilweise schiere Verachtung befällt, wenn dann eben jene Elternteile an den Sprechtagen aufschlagen und sich über schlechte Noten oder das unmögliche Verhalten des Kindes beschweren.
Eltern, die sich selber benehmen wie Kinder und die regelmäßig aus meiner Sprechstunde gehen und sich beschweren, ich sei anmaßend.
Das ist, bei allem was ich von den Kindern und Jugendlichen höre, das schlimmste Gefühl und führt meist unmittelbar zu Trotzreaktionen, neben dem bei VIELEN Eltern (egal ob geschieden oder nicht) grundsätzlich nicht vorhandenen Interesse an den Belangen der Kinder...sie kennen deren Freunde nicht, oft weiß ich mehr über den letzten Liebeskummer als die Eltern.
Es ist der, sorry, verdammte Job der Eltern, sich für das Kind, sein Umfeld und seine Gefühle zu diesem Umfeld zu interessieren.
Entweder aus Liebe oder Verantwortungsgefühl.
Die Kinder erzählen etwas, was für sie relevant ist (sonst würden sie es nicht erzählen). Interessieren sich die Eltern nicht dafür, spüren die Kinder das ganz genau und hängen bleibt (notwendigerweise): ICH interessiere meine Eltern nicht.
Was dabei heraus kommt ist im Ergebnis oft genug niederschmetternd, vor allem mit Blick auf das Selbstwertgefühl und vor allem bei den Mädchen.
Sorry. Trigger.
Hatte heute wieder so ein besch**** Gespräch mit so einer dummen Sumpfkuh von rücksichtsloser Mistmutter.
Hallo,
da kann ich dir nur Recht geben, kann es aus frührer Berufssicht und auch leider als Vater zweier Trennungskinder. Als ich noch im Besuch des Erziehers tätig war, gab es auch einige Scheidungskinder , die das Wohl und die Entwicklung Ihrer Kinder aus den Augen verloren haben und uns als pädagogisches Personal die Schuld daran gegeben warum die Kinder so sind, wir Ihnen nichts beibringen und sie aufs Leben vorbereiten und nicht daran arbeiten das die Kinder die Trennung verarbeiten können. Da ist eben Aufgabe der Eltern, wir können nur unterstützen, erziehen und die Kinder auf das Leben vorzubereiten und sie begleiten ist wirklich Aufgabe der Eltern. Aber es ist eben immer einfacher die Schuld auf andere zu schieben, als die Fehler bei sich selbst zu suchen.
Das was du beschreibst könnte meine Ex Frau sein, sie meinte vor 4 Jahren sie müsse mich nach einer langen Affäre verlassen, diese heiraten und dann noch mit meinen Kindern 300 Km weit wegziehen. Ich habe täglich Kontakt zu meinen Kindern und sehe sie jede Ferien, immer die gesamten Ferien. Seit dem sie mit ihrem neuen Mann zusammen ist, ist es nicht anders als beschrieben. Meine Tochter ist trotz der sehr belastenden Situation, sehr gut in der Schule geworden, vom fast Sitzenbleiber zum Gymnasiumkandidat, worüber ich sehr froh bin. Meine Ex Frau hat nie was gebacken bekommen was die Schulangelegenheiten angeht, nie bemerkt wie sehr sie die Kinder vernachlässigt hat. Jetzt sucht sie die Schuld bei den Lehrern, da meine Tochter zum Halbjahreszeugnis ein Beurteilungsprotokoll bekommen hat, in dem steht das sie ihre Hausaufgaben nicht regelmäßig anfertigt und von zuhause keine Unterstützung bekommt, was ich nur bestätigen kann. Ich stehe im guten Kontakt zur Schule meiner Tochter, es ist mir leider nicht möglich bei jedem Elterngespräch usw. zu Ihr zu fahren.
Meine Ex Frau wehrt die Beurteilung der Lehrer absolut ab und meinte nur zu mir das es gelogen ist, aber ich kann nur sagen das der Inhalt des Protokolles der Wahrheit entspricht. Eigentlich kann sich meine Ex Frau um die Kinder kümmern, sie arbeitet nämlich nicht, aber ihr sind andere Dinge wichtiger. Ist mir ein Dorn im Auge, wie man die Zukunft der Kinder aufs Spiel setzt, eine gute Bildung ist heute wichtiger den je,weil mit Hauptschule oder einem schlechten Realschulabschluss hat heute fast niemand mehr die Chance auf einen guten Ausbildungsplatz. Bin froh das ich das so gut gemeistert habe, auch wenn 300 Km zwischen uns liegen.