Zitat von ElGatoRojo: Wozu? Und wenn du auf den Umkehrschluss hinaus willst - meine Frau ist nicht bei mit wegen Macht und Geld. Wiewohl beides gemeinsam zu haben nicht schaden kann um etwas Unabhängigkeit gegenüber dem Rest der Welt zu wahren.
Klar und schon wieder machen wir individuelle Unsicherheiten zu einem strukturellen Problem.
Wenn ich genug Geld habe, kann ich mir 5 Männer/Frauen leisten, die mir alle Männern vom Hals halten, an welcher Stelle ist Feminismus nicht auch Gesellschaftskritik jedenfalls Macht-Kritik?
Ok noch mal, Du hast behauptet:
Zitat von ElGatoRojo: Wäre es Angst, könnte man sich ja mit Männern verbünden und ihren Schutz annehmen.
Also, wenn ich den Schutz von Männern nicht annehme, kann es ja keine Angst sein. (oder ich habe gefälligst mit dieser zu leben)
Wo ist die Gleichberechtigung? Ich sage die ganze Zeit, es ist die Angst vor Männern im allgemeinen.
Dann sage ich, natürlich nicht der Männer, die ich kontrollieren kann, was lässt mich Männer kontrollieren, Macht aka Geld.
Und Du machst daraus?
MEINE Frau ist nicht bei MIR wegen Geld oder Macht.
Wie ist das eigentlich immer alles auf sich beziehen zu können?
Incel-Logik:
Alle Frauen werde heute dazu brauchbar gemacht, diesen allen (!) vorzuwerfen, weil keiner aus Eurer (unserer) Gruppe mit dem (diesen einen) Typen geschlafen hat, hat er sich Waffen gekauft und Kinder in einer Schule erschossen.
Das ist völlig unlogisch und ist nicht mal argumentativ haltbar.
So nach einem ganzen Tag des Erklärens: An welcher Stelle ist es denn bitte so ein Problem, mal in Erwägung zu ziehen, daß ja ihr leidet eh auch, aber individuelles Leiden verstärkt nur eine (eventuell eure) Nichtbereitschaft ein strukturelles Problem zu sehen, so schwer?
Daß Feminismuskritik auch Proletariatkritik und damit Kapitalismuskritik ist und es euch (den Männern damit eigentlich besser gehen sollte) zum Vorteil gereicht so unfassbar. Gato, Du hast den Satz brauchbar gemacht, wenn ich den Schutz eines Mannes suchen würde,; dann hast du aber auch nicht in Erwägung gezogen, welches Machtpotenzial dieser Satz hat. Laß es Dir mal von eine wirklich gutaussehenden Frau, einer die gehört wird, gesagt sein, alles gut und schön, aber auch Frauen, die nicht gut aussehen, nicht auf Männer stehen, nicht von denen gehört werden will, hat ein Recht auf Schutz und heterosexuelle Männer zu deren Schutz von allen Frauen zu berufen, ist keine Lösung. Nur weil Du denkst, Du wärst in der Lage, ein paar der Frauen (lass mich raten alles unter Deinem Maßstab ausgesucht) zu schützen zu behaupten alle Frauen wären geschützt, einfach nein. Das ist Privileg auf allen Seiten. Frau darf auch butch, nicht schlank oder sonst irgendetwas nicht gefällig ausschauen und sie wäre geschützt (es gibt noch immer keinem Mann das Recht auf diese einzuschlagen?)
Das macht selbst unter Anwendung von Logik (angeblicher männlicher Stärke) überhaupt keinen Sinn.
Nein, Frauen darauf zu verweisen, sie sollten sich mit Männern verbünden, bedeutet nur, daß du cis Frauen meinst, die mit Männer schlafen, damit sie Hilfe bekommen aka geschützt sind, das ist wirklich nichts anders als Jane Austens sehr humoristische Betrachtung vom weiblichen Ideal.
Gegenfrage, eine trans-Frau, eine Butch-Frau würde bei Dir Unterschlupf finden?