Zitat von Zugaste:Auch nicht jeder körperliche Übergriff ist direkt lebensbedrohlich (Bein stellen, schubsen, kneifen, Schlag auf den Hinterkopf) macht es aber ja trotzdem nicht weniger schlimm.
Wenn ich jemand anderen körperlich angehe und das gezielt, nehme ich seinen Tod billigend in Kauf. Er könnte durch meinen Angriff, selbst wenn es nur ein Schubs war, so unglücklich stürzen, weil er möglicherweise unvorbereitet war oder körperlich unterlegen. Das sieht auch die deutsche Rechtsprechung so.
Deswegen können nun Raser auch wegen Totschlag verknackt werden. Durch ihre hirnlose Raserei haben sie billigend in Kauf genommen, dass jemand stirbt, der einfach nicht schnell genug zur Seite gesprungen ist.
Zitat von Zugaste:Naja, ich finde es schon erstrebenswert sich so zu verhalten, dass kein Mensch sich durch mich verletzt fühlt. Und auch wenn das nicht immer gelingt, dann entschuldige ich mich.
Ich kann es nicht verhindern. oftmals weiß ich nicht, was den anderen verletzt. Weil es mich nicht verletzt fühlen würde. Oder ich nehme lieber einen Missstand hin, selbst wenn der noch andere betrifft, um den einen nicht zu verletzen. Das halte ich für falsch. Wenn ich mich oder andere schützen will, muss ich verletzen. Wenn ich etwas neues will, dann werde ich auch nicht schweigen, nur weil es die Konservativen verletzen könnte, weil es in ihrer Ruhe stört. Ich will Kunst und Satire ausüben. Ich will etwas benennen dürfen, auch wenn es andere verletzt, wenn es mich stört.
Ich möchte, dass man mir verzeiht, wenn ich mit dem falschen Bein aufgestanden bin und deswegen nicht nett bin.
Ich möchte des ebenso verzeihen.
Ich möchte mich streiten dürfen, ohne dass ich jedes Wort erst mit einem Psychologen absprechen und von ihm absegnen lassen müssen.
Ich möchte mich nicht verletzen lassen und mich herab gesetzt fühlen, weil jemand meine Meinung nicht teilt und deswegen mein ganzes Benehmen, meine Absichten und meinen Charakter ab- und bewertet.
Zitat von Zugaste:Meine Definition bezog sich nur auf private und persönliche Beziehungen jeglicher Art. Hätte ich dazu schreiben müssen.
Auch da gibt es durchaus Situationen, da muss ich schon mal was sagen, was den anderen verletzt, wenn ich was für richtig halte und er das partout nicht einsehen will. Oder soll ich nichts sagen und ihn gleich verlassen? Ist das fairer?
Zitat von Zugaste:Ich habe dich auch nicht nach deinem Umgang mit Mobbingvorwurf gefragt.
War aber Dir gegenüber nicht wertend gemeint, sondern mein Umgang damit. Ich darf das äußern. Da es mich betraf. Meine Beziehung dagegen betrifft hier niemanden.
Für gewöhnlich werde ich dann auch nicht persönlich beleidigend und bezeichne den Partner eines anderen, den ich gar nicht kenne und der auch nicht zur Debatte stand als glattrasiertes Weichei. Andere hier tun das schon, wenn ihnen meine Meinung nicht passt. Das ist überaus verletzend.
Zitat von Zugaste:Deswegen ist es wohl auch dein subjektives Empfinden, wenn du meine Meinung über Brüllen in der Beziehung als Abwertung empfindest.
Tatdaa uns schon konnten wir die Diskrepanz der subjektiven Wahrnehmung offen legen.
Zitat: Eine handelsübliche Ohrfeige beispielsweise kann mich ja nicht körperlich daran hindern kurz danach meine Sachen zu packen.
Wenn Du stürzt, schon.
Zitat:Wogegen es psychische Gewalt gibt, die durchaus schachmatt setzen kann (ich denke da an Dinge wie: wenn du mich verlässt, bringe ich erst dich und dann mich um, aber selbst viel subtilere Verneblungen funktionieren und lähmen die Opfer. Außenstehende können oft nicht begreifen, dass die sich das "gefallen" lassen).
Da ist was dran. Nur kann man nun nicht allen den Mund verbieten, weil sie etwas nicht nachempfinden können. Ganz davon abgesehen wird eine Drohung, sofern sie nachzuweisen ist, sehr wohl geahndet!
Und was die absolute Vermeidung aller Verletzungen angeht:
Ich könnte einen Vorgeschädigten in meiner neuen Beziehung mit ihm verletzen, weil ich mich darüber aufrege, dass es nicht einmal die verdammte Klospülung benutzen kann. Die Partnerin vor mir, hat ihm genau das gleiche vorgeworfen und noch vieles mehr. ...Ich muss also die Opferberatungsstelle aufsuchen um abzusprechen, was ich sagen darf?
Und wenn ein Mensch so traumatisiert ist, dass er eigentlich überall einen Angriff sieht, weil er es so gewohnt ist, sollte er dann nicht lieber daran arbeiten, sein Trauma abzuarbeiten, als wieder eine Beziehung einzugehen? Dann leiden nämlich 2 Menschen. Er an den Triggern seines Traumas und ich an der Unterdrückung jedes meiner Worte. Ja auch sich überall einschränken zu müssen , kann psychische Schäden hervor rufen.
Hier im Forum gibt es genug von denen, die in einer Beziehung niedergemacht wurden und deswegen den neuen Partner gleich mal emotional erpressen. Wenn Du nicht so funktionierst, wie ich das will, dann kannst Du gleich gehen. Ich hab viel zu lange zurück gesteckt. Da ist die Tür.
Ja doch, das ist emotionale Erpressung. Da erzählen hier nicht wenige ganz stolz drüber.
Ich will niemanden absprechen dürfen, dass er diese Verletzungen erlitten hat und noch leidet. Nur muss ich und diese Person dann eben selbstverantwortlich und aus Verantwortungsbewusstsein einsehen, dass wir keine Beziehung führen können.