Hier im Forum finde ich (ich! Mein Empfinden!

) auffällig, wie viele ihrem Partner psychische Gewalt attestieren, NACHDEM er oder sie verlassen wurde. Der Narzisstenthread lebt quasi davon...
Wahrscheinlich bin ich einfach zu unempathisch oder zu dickfellig, norddeutsch dröge halt. Aber ich (ich!) sehe da manchmal schon eine Inflation an Laiendiagnosen. Statt altmodisch ein @rschloch ist er oder sie halt ein Narzisst, klingt auch schicker. Tut den tatsächlich von malignen Narzissmus Betroffenen jedoch meiner Meinung nach keinen Gefallen.
Ich halte es nicht für schlichte Schuldumkehr und "Opfer zu Tätern machen", wenn nachgefragt wird, was der eigene Anteil an der Situation war und warum man darin geblieben ist.
"Aber ich liebe ihn//sie so!" ist natürlich ein Totschlagargument.
Sowohl für physische als auch psychische Gewalt in einer Partnerschaft (und vor allem, wenn sie nur da vorkommt!) gibt es eine Vorgeschichte. Und einer von beiden, nein, oft sogar beide zusammen, haben den Zeitpunkt überschritten, wertschätzend miteinander umzugehen oder die Reißleine zu ziehen.
Körperliche Gewalt ist gesetzlich klar definiert, die Auswirkungen (auch in der Strafverfolgung) in Abstufungen. Psychische Gewalt ist überwiegend mit dem eigenen Empfinden verbunden.
Aber Quintessenz dieses Threads kann ja wohl nicht sein "ich hab ihr/ihm eine geballert, weil sie/er immer so zickig war!"? Das attestiert dem/der Schläger/in in meinen Augen, nicht dazu in der Lage zu sein, selbstbestimmt aus so einer Situation zu gehen.