Frohes Neues allerseits! Heute ist sie nun ausgezogen, es ist endlich soweit. In den letzten 3 Wochen hatte sie alles vorbereitet, so dass es jetzt kein großer Umzug heute mehr war.
Mir gings eigentlich gut die letzten Wochen, ich bin froh, dass sie raus ist und trauere ihr nicht nach.
Im Gegenteil, man fragt sich, warum man es solange mitgemacht hat und wenn man es nüchtern betrachtet, passten wir einfach nicht zusammen. Viele Sachen fallen mir jetzt auf, die ich in den vergangenen Jahren einfach als gegeben hingenommen habe. Eine Sache ist, dass sie die Kontrolle haben muss, läuft Dinge nicht nach ihrem Geschmack, macht sie es nicht bzw. hat sie keine Toleranz Grenze. Vermutlich sind es viele Sachen, bei denen sie nicht die Kontrolle hatte und die ich nicht so gemacht habe, wie sie es wollte und so kam es nach und nach dazu, dass sie unglücklich wurde, weil es eben nicht so lief, wie sie es sich vorgestellt hat.
Naja, aber das wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Interessant ist, dass sie ihren Eltern nur gesagt hat, dass wir uns trennen. Dass sie sich in Susi verliebt hat, ahnen die nicht ansatzweise, ihre Schwestern wissen es, die müssen wohl alle dicht halten...
Ihre Freundinnen hier aus dem Dorf haben es nun durch ihre 6-jährigen Kinder erfahren, die zusammen mit meiner Tochter in der Schule sind und entsprechend enttäuscht, dass sie es so erfahren mussten. Wenigstens hat meine Tochter es so erzählt wie es ist!
Ich frag mich, was passiert, wenn meine Kinder es mal Oma und Opa erzählen, da wäre ich zu gerne dabei...
Es geht mir also eigentlich gut, doch heute, als sie gegen 15 Uhr dann gegangen ist und die Kinder mitgenommen hat, hat es mich völlig unerwartet dann doch nochmal die Tränen in die Augen schiessen lassen. Das war natürlich großer Mist, weil die Kinder das überhaupt nicht verstanden haben. Für die war es ganz spannend, das erste mal im neuen Zimmer zu schlafen und freuten sich und beim Abschied hat Papa dann Pipi in den Augen. Meine Frau bat mich dann später, eine Sprachnachricht zu schicken, weil die wohl dachten, ich weine jetzt nur noch zu Hause. Es ging bei mir nach 5 Minuten auch wieder, aber die leben ja nur im hier und jetzt, können die ja nicht wissen.
Morgen habe ich sie auch schon wieder zurück, von daher ist alles gut, aber in dem Moment des Abschied wars trotzdem um mich geschehen.
Bin schon seit einigen Tagen dabei mir hier alles nach meinen Vorstellungen einzurichten, Ordnung zu schaffen etc. Das ist regelrecht befreiend und macht Spaß. Viel Zeugs wird aussortiert und ich schaffe mit Platz.
Abschließend: mir gehts gut und es ist richtig so wie es ist. Ich freue mich auf meine neu gewonnene Freiheit, auch wenn mir klar wird, dass es für mich noch viel zu tun gibt, gerade im Hinblick auf die Kinder.
Nun wird geschlafen, das wird auch nochmal anders, denn fast jede Nacht kam mein 3-jähriger bei mir ins Bett gekrabbelt zum kuscheln, der Bengel fehlt mir!

Aber so bekomme ich wenigstens mal wieder durchgehenden Schlaf und ich habe Power für den nächsten Tag.
Danke für die Unterstützung der letzten Monate an euch!
LG