DreamGirlEvil
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Nicht meine Interpretation allein.
Ja, dass das Bindungsangst ist, ist meine Interpretation. Er hat eine Neigung, sich zu Frauen hingezogen zu fühlen, die ihn ablehnen (und ja, ich sehe durchaus, dass wir uns da ähneln und ich die Bindungsängste auch bei mir wahrnehme), er sucht offiziell eine Beziehung, landet aber in einer F+ (obwohl er ja offensichtlich auch gut ohne den sexuellen/intimen Kontakt auskam). Er sprach selbst von einem eher vermeidenden Bindungsstil bei sich. Bindungsängstlich habe ich ihn auch unabhängig von unserer Geschichte eingestuft. Aber das mag natürlich jeder selbst unterschiedlich einschätzen.
"Bezeichnend" find ich das nun nicht, denn auf diese Themen zu mir bin ich ja durchaus schon in vorherigen Posts eingegangen.😊 Definitiv ist das Selbstwert-Thema bei mir eine zentrale Baustelle, ich befinde mich ja nicht ohne Grund selbst in Beratung. Damit beschäftige ich mich sehr intensiv und bin mir meiner Defizite da sehr bewusst.
@CanisaWuff
Ich fand es tatsächlich sehr hilfreich, solche Begrifflichkeiten zu finden, eben weil meine Haltung in meinem Freundeskreis nicht ernstgenommen wurde. 🙂
Narzissmus möchte ich ihm absolut nicht vorwerfen, aber ich WEISS ja von ihm, dass das Thema Bindung bei ihm ein zentrales Thema ist, eben auch wegen seiner familiären Vorgeschichte voller Ablehnung und fehlender Liebe. Ich ziehe mir das zumindest nicht einfach an den Haaren herbei, das fände ich auch sehr anmaßend und ego-bezogen.
Diesen Umgang mit anderen Menschen, wie du ihn da bei dem letzten Herren beschreibst, finde ich halt unmöglich. Zumindest, wenn man sich eigentlich irgendwie nahe steht. Sperren ist für mich absoluter Kindergarten. Wenn man einander etwas bedeutet (und das hat auch P. über mich behauptet), dann ist es für mich irgendwie selbstverständlich, dass man versucht, Unstimmigkeiten gemeinsam zu überwinden und Lösungen zu finden (außer natürlich bei schwerwiegenden Dingen wie Gewalt, großen Vertrauensbrüchen o. ä.) und nicht den Kontaktabbruch als easy way out zu wählen.
Ich kann also auch eigentlich nur wiederholen - klar kratzt das am Ego, wenn jemand kein Beziehungsinteresse hat, den man interessant findet, aber darum geht's mir hier nicht. Das ist für mich okay, ich will keine Beziehung mit jemandem, der mir gegenüber "nur" ambivalent ist. Damit ist das für mich eigentlich abgehakt. Dennoch haben wir uns eben gut verstanden, haben viele schöne Momente geteilt, haben uns einander sehr geöffnet - er weiß um meine Geschichte und auch mein Selbstwert-Thema, ich weiß um seine turbulente Vorgeschichte und seine psychischen Probleme -, wir haben gemeinsame Interessen, angeblich war da große Zuneigung - sowas werf ich halt nicht weg, sondern suche eine Lösung, statt wegzuwerfen, weil zu kompliziert.