×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

622

Kontaktabbruch erwachsenes Kind

Nur-ein-Mensch
Zitat von E-Claire:
Du hast das behauptet.

Ich glaube eher,daß er einen Grund genannt haben wollte,wieso der Kontaktabbruch zu der ganzen Familie besteht und wollte darauf hinaus,daß die Ganze Familie den Kindern nichts getan hat.

Kann das sein @niceman ?

#151


E-Claire
Zitat von niceman:
dann war das in dem Kontext missverständlich ausgedrückt, kann sein, ja.

Darf ich fragen, ob Du auch in anderen Situationen zunächst die Wahrnehmung des Gegenübers anzweifelst bevor Du Dich mit Deinen eigenen Worten und Handlungen auseinandersetzt?

x 2 #152


A


Kontaktabbruch erwachsenes Kind

x 3


E-Claire
Zitat von Nur-ein-Mensch:
Ganze Familie den Kindern nichts getan hat.

Wenn überhaupt dann würde ich eher formulieren, daß die gesamte Familie für sich selbst zu dem Schluss gekommen ist, daß sie nichts getan hätte und der Kontaktabbruch daher nicht gerechtfertigt sei.

Könnte die Familie diese Unterscheidung für sich anerkennen, dann wäre niceman schon einen Schritt weiter.

Ich wiederhole mich da, aber die Beziehung zu jedem Kind (unabhängig) ist der Anfang, diese müsste langsam neu aufgebaut und dann stabilisiert werden, danach kann dann über die erneute Integration in den Familienverband nachgedacht werden.

Diese Unterscheidung lässt zudem Raum dafür, daß es nicht um die Frage geht, ob die Familie etwas getan oder nicht getan hat, sondern die zentrale Frage ist, was das (erwachsene) Kind empfindet bzw empfunden hat. Ohne Wahrnehmung dieses Punkts wird es auch keine Annäherung geben.

x 2 #153


Nur-ein-Mensch
Zitat von E-Claire:
Wenn überhaupt dann würde ich eher formulieren, daß die gesamte Familie für sich selbst zu dem Schluss gekommen ist, daß sie nichts getan hätte ...

Ich will nicht negativ klingen,aber mAn.
wird es keine Annäherung mehr geben.

Dafür wird die Mutter sorgen.

Wenn sein Kinder nicht von alleine aufwachen und merken,daß da was nicht passt,wird das nichts.

Und ja ich denke auch das die Familie zu dem Entschluss gekommen ist,daß sie nichts getan haben und der Meinung bin ich auch.

Ich habe ja schon dargelegt, was ich denke,was die Mutter angeht,da ich dieses Szenario kenne.

#154


Nur-ein-Mensch
Zitat von E-Claire:
Könnte die Familie diese Unterscheidung für sich anerkennen, dann wäre niceman schon einen Schritt weiter.

Die Familie hat das schon denke ich,wer aber noch nicht,denke ich,obwohl es offensichtlich ist,wo das Problem liegt.

#155


E-Claire
Zitat von Nur-ein-Mensch:
Ich will nicht negativ klingen,aber mAn.
wird es keine Annäherung mehr geben.


Da bin ich grundsätzlich offener. Zunächst kommt es ja auf den individuellen Fall an, ein Kind, was letztlich völlig ohne Vater aufgewachsen ist, weil seit dem Babyalter kein Kontakt besteht, wird sicher anders agieren, als ein Kind, welches zB ursprünglich eher eine gefestigte Väterbindung hatte.

Dann kommt es auf die Phasen des Lebens an. So lange das Kind noch betreuungsabhängig vom entziehenden Elternteil ist, bleibt dem entzogenen Elter nur die Möglichkeit der eigenen (möglichst professionellen) Aufarbeitung der Situation und so weit möglich regelmäßige Kontaktversuche.

(Man muß an der Stelle sagen, daß es sicherlich noch regionale Unterschiede und hochproblematische Einzelfälle gibt, aber das allgemein JAs und Gerichte nicht mehr gleichgültig auf Umgangsvereitelung reagieren. Dies wird vermehrt Ernst genommen).

In der nächsten Lebensphase kann dann direkt Kontakt zum (erwachsenen) Kind gesucht werden, ohne daß der vereitelnde Part dies verhindern kann. Je nach Strategien, die zur Vereitelung angewendet wurden, wird das (erwachsene) Kind mehr oder weniger offen auf solche Versuche reagieren. Geschehen diese aber nach (professioneller) Bearbeitung der eigenen Themen authentisch und regelmäßig, so besteht durchaus gute Aussicht auf Veränderung der Beziehung.

Wird das Kind dann selbst Elter kann es noch einmal zu einer Überprüfung des damals Erfahrenen kommen, manche Kinder suchen dann von sich aus den Kontakt zum vereitelten Elternteil.

Das Problem, welches sich halt immer stellt, sind die eigenen Anteile und der lange Atem.
Zumeist ziehen sich Elternteile auf die eigene Verletzung zurück und tun letztlich genau das, was auch der vereitelnde Elternteil tat, das Kind als Erweiterung zu betrachten.

x 2 #156


E-Claire
Zitat von Nur-ein-Mensch:
Die Familie hat das schon denke ich,wer aber noch nicht,denke ich,obwohl es offensichtlich ist,wo das Problem liegt.

Wer ist wer?

Und offensichtlich ist immer so eine Sache.

x 1 #157


Nur-ein-Mensch
Zitat von E-Claire:
Wer ist wer? Und offensichtlich ist immer so eine Sache.

Sollte "er aber nicht" heißen, sry.

WurschfingeraufHandy ftw.🤘

x 1 #158


Nur-ein-Mensch
Zitat von E-Claire:
Da bin ich grundsätzlich offener. Zunächst kommt es ja auf den individuellen Fall an, ein Kind, was letztlich völlig ohne Vater aufgewachsen ist, ...

Ok,da darf ich meine Meinung ändern.

Es sollte immer Hoffnung da sein,das sich die Kinder im Erwachsenenalter dann überdenken.

#159


Nur-ein-Mensch
Zitat von E-Claire:
aber das allgemein JAs und Gerichte nicht mehr gleichgültig auf Umgangsvereitelung reagieren.

In manchen Fällen ist weder das JA ,noch ein Gericht in der Lage,Kindesentfremdungen entgegen zu wirken.

#160


E-Claire
Zitat von Nur-ein-Mensch:
Sollte "er aber nich nicht" heißen, sry.

Ahh, sorry das "w" hat in meinem Lesen den Satz tatsächlich so entstellt, daß ich nicht auf "er" gekommen bin.
Hm, ach weiß nicht, das Problem ist ja auch nach wie vor, Zugang zu echter Hilfe. Manche Vätervereine sind hilfreich, viele aber verfolgen schon auch teilweise problematische eigene Agenden.

Die Schwierigkeit mE ist schon auch die, daß wir Umgangsvereitelung zumeist noch immer als individuelles Handeln betrachten und damit dann die verletzte Reaktion eben auch individuell wahrnehmen.
Je mehr wir in der breiten Öffentlichkeit über Paar- und Elternebene reden, um so besser für alle aber insbesondere die Kinder.

So wie Du hier im Forum eine Gruppe von Vätern finden wirst, die unter Umgangsvereitelung leiden, so wirst Du auch immer wieder eine Gruppe von Elternteilen finden, für die erzwungener Umgang massiv problematisch ist, weil diese den Eintritt von echten oder befürchteten Schäden sehen.

Wenn man in einem Familienverband lebt, der keine Schwierigkeit damit hat, sich dem Narrativ der andere sei schuld am Verhalten der Kinder und wir haben gar nichts getan, einfach so anzuschließen, dann ist das Versagen eher ein kollektives als ein individuelles.

x 1 #161


Jenß
@ElGatoRojo
Ich war über 17. Unruhen kamen auf, die "Mauer" fiel.
Ich ging und kam nie wieder.

Weder weiß ich, wer oder ob noch einer lebt, geschweige wo. Es gibt keinen Kontakt zu niemanden. Und so ist es gut.

Auch bei mir skurrile Adoptionsgeschichten, alles unklar, alles nebulös, nie wird eine Aufklärung stattfinden, durch wen auch.
Man folgt intuitiv den Spuren der Altvorderen, den Pfaden der Blutlinien. Vergangenheit ist nicht tot.
Ich bin in Weißarabien. Grad Luftalarm und Einschläge. Ich bin angekommen. Im Land der Schwarzmeerdeutschen.

x 3 #162


E-Claire
Zitat von Nur-ein-Mensch:
In manchen Fällen ist weder das JA ,noch ein Gericht in der Lage,Kindesentfremdungen entgegen zu wirken.


Ja das richtig. Weil Recht bzw Gerichte im Grunde genommen auch die denkbar ungeeignetste Instanz zur Lösung solcher Situationen ist. Allerdings und das macht Hoffnung bekommen die JAs und Gerichte es mittlerweile in einer Vielzahl der Fälle gut hin und es werden täglich mehr.

Du darfst auch nicht vergessen, daß das eigentliche Problem nicht im Recht oder bei den Gerichten liegt, sondern wir uns in einem kulturellen Wandel der fast ersten Generation befinden. Und sich die eigentliche Schutzwürdigkeit, nämlich die des Kindes, ob wir wollen oder auch nicht, so noch nicht in den Köpfen aller durchgesetzt hat.
Oftmals findest Du valide Ansätze auf beiden Seiten, die aber letztlich nicht vom Kindeswohlergehen sondern dem eigenen Rollenverständnis von Mutter- bzw Vaterschaft getragen werden.

Wer die Mutter seiner Kinder verlässt, kann kein guter Vater sein. Wer als Mutter fremdgeht oder sich fremdverliebt, nimmt sich wichtiger als die Kinder, kann damit keine gute Mutter sein.
Wer dem Kind Zucker/Fleisch/Risiko erlaubt, will nicht das beste für (m)ein Kind. etc.

Und dadurch das Betreuung dann auch noch an die Verteilung von Unterhalt also Geld geknüpft ist, hat man ohnehin ein System geschaffen, was gerade dazu einlädt an alles zu denken nur nicht ans Kind.

#163


Heike1307
Zitat von Heffalump:
Passierte meiner Schwester, ihr Erstgeborener hat sich ne Dame angelacht, die lässt kein Kontakt zu - und er folgt brav

Da kenne ich gleich 2 Fälle. Da stehen die " geghosteten" zurückgelassenen Familien da und sind fassungslos. In beiden Fällen so viel Leid.

x 3 #164


Nur-ein-Mensch
Es wäre sinnvoll, bei Trennung, beide Elternteile einem psychologischem Gutachten zu unterziehen und dann zu entscheiden, wo das Kind lebt.

#165


A


x 4