Golem
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Ein großes Thema ist die Dynamik die in dieser Situation zwischen uns eine Rolle spielt.
Es wirken, so denke ich bei beiden von uns, unaufgearbeitet Themen zwischen uns.
Der plötzliche Weggang von ihr und von allem was danach folgte.
Das wurde nie besprochen. Ich hatte damals gehofft, das die Beratungsstelle das tun kann.
Doch das war ein Irrtum. Die haben einen anderen Zweck.
Ich sprach es dort auch an, dass ich der festen Überzeugung bin und das auch noch immer, wenn diese Trennung zwischen uns nicht aufgearbeitet wird, dann wirkt sich das immer auf die Elternebene aus.
Die Beratungsstelle tut da sicher ihr Bestes. Dieses Thema haben sie vollkommen weggeschoben. Das ärgerte mich. Enttäuschend.
Weil sie es dort auch nicht bearbeiten können.
Es ging nur um einigermaßen Stabilität rein zu bringen.
Genauso wie für mich der Kinderkurs nicht tief genug ging. Bei Themen für die Kinder.
Es bleibt oberflächig. Ein erster Einstiegspunkt.
Auch da. Mehr geht nicht. Es ist schlicht nicht der Rahmen über eigen Anteile zu sprechen und wie sich das auf die Kinder auswirken kann.
Unsere Kinder sind zwei vollkommen verschiedenen Erwachsenen ausgesetzt.
Sie kommen von einer eher struktierten und kontrollierten Welt mit Fokus auf Balance in eine von Chaos beherrschte Welt, wo immer wieder Unsicherheiten lauern können und sich Situationen extrem schnell verändern.
Für sie, ist Mama nur schwer einzuschätzen oder eben anders einzuschätzen als mich.
Sie wissen schon, dass es bei ihr anders ist.
Das ist der Hauch Stabilität den wir haben.
Den sie erleben und haben.
In einer gewissen Balance.
Sie können auf den Schleudergang bei Mama gelassen reagieren, weil es bei mir anders ist.
Sie brauchen dennoch den Schleudergang von ihr. Weil es die Mama ist und bleiben wird.
So sind wir als Eltern zwei verschiedene Pole.
Die eine Lebensweise ist nicht besser als die andere. Sie ist anders und benötigt andere Strategien. Das bekommen beide auch gut hin.
Schwierig für alle in dieser Dynamik wird es, wenn sie plötzlich wieder aus dem Rahmen aussteigt.
Es ist für keinen von uns planbar. Nicht vorauszusehen. Es gibt oftmals auch keine Strategie.
Wie auch im aktuellen Fall.
Bei mir wirkt das mit dem zu spät kommen vollkommen anders als bei ihr.
Auch bei mehreren Anteilen.
Der Vater der um die Stabilität besorgt ist und druck hat was regeln zu müssen und auch aktiviert das Verletzungen von früher.
Die Angst, dass nur die Strategie nachzugeben Frieden bringen kann.
Die Anstrengungen die es von mir immer wieder braucht, das Chaos etwas aufzufangen. Das ist erschöpfend.
Es ist aber meine Strategie und ich sehe es auch als Aufgabe.
Kinder können mit dem Maß an Chaos nicht gut umgehen. Solange sie nicht für sich etwas wissen was sie tun können. Eben ihre eigenen Strategien zu finden.
Sie werden sicher mit dem Großwerden eigene Strategien ausprobieren und auch finden. Ich werde weiterhin versuchen sie zu begleiten ohne Kontrolle auszufüben.
Nur der sichere Hafen zu sein.
Das was sie da tut, mit dem Zeiten überziehen tut weh und es macht mich wütend. Ich fühle mich nicht respektiert.
Auch die Vereinbarung nicht.
Ich fühle mich doof, mich an die Vereinbarung zu halten, während sie es nicht tut. Auch für mich, ist das nicht immer leicht. Auch ich würde gern mal spontan anders agieren, was dann dazu führen würde, dass sie nicht die Kinder pünktlich holen könnte.
Und das ist unfair. Vereinbarungen sind mit Kompromissen verbunden, die beide eingehen müssen. Einfach um etwas Stabilität zu kreieren.
Das sie es dennoch nicht tut. Kommt bei mir dem Kontrollverlust sehr nahe und das ist ein echt mieses Gefühl.
In der Regel gibt es dann die Strategie mehr Kontrolle auszuüben. Um wieder Sicherheit herzustellen.
Doch das passt hier nicht. Jedes Instrument was mehr Kontrolle bringen könnte, wie das JA oder Gerichte. Wird als Bedrohung und noch mehr Kontrollverlust von der anderen Seite wahrgenommen.
Was wahrscheinlich zu mehr Spannungen führen wird.
Auf beiden Seiten.
Ihr ist nicht bewusst, so nehme ich an, dass wir beide was verloren haben und beide kämpfen müssen. Ich vermute, dass sie weiterhin in der Opferrolle für sich stark ist und danach die Situationen bewertet.
Sie wird also dadurch versuchen Kontrolle wieder zu bekommen. Sie hat ein Recht auf die Kinder und durch meine Regeln, die sie so sehen wird, fühlt sie sich Unterdrückt.
Sie reagiert nicht von ihrer Seite mit mehr Kontrolle sondern mit mehr Grenzüberschreitungen, um der Kontrolle zu entkommen.
Das ist nur Spekulation, wäre durchaus etwas, dass bei Opfern von sexuellen Übergriffen hoch kommt.
Jedweder Versch ruhe reinzubringen oder das Einschalten neuer Werkzeuge ist für sie nur ein neuer Weg der Kontrolle. Von der sie sich immer mal wieder lösen muss.
Das ständige Umziehen und das mit dem Partnerwechsel schreit geradezu danach, dass dort jemand versucht sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Gepaart mit dem Verlust ihrer Kinder und dem Druck Unterhalt zu zahlen.
Bin ich der Ultimative Feind. Den man ab und an treffen muss. Um für sich Stabilität zu bekommen. Da ich wahrscheinlich für sie zuviel von ihrem Leben bestimme.
Was auch an und für sich, vollkommen in Ordnung wäre. Ich als Erwachsener muss leider alle meine Anteile zusammen nehmen und Strategien dafür finden.
Was nicht immer leicht ist.
Da ich schnell durch den Kontrollverlust ins Aufgeben komme. Etwas das mich auch begleitet. Durch meine Bio.
Fakt ist, mehr Kontrolle durch das JA als Instrument wird schwierig. Da zu wenig passiert. Grenzen in dem Bereich zu setzen, schwierig. Sie hat das Recht auf Autonomie und auch Fehler zu machen.
Das Gericht könnte es, wird nichts verbessern. Da ein wenig Flexibilität sicher gut ist.
Das Instrument zur Beratungsstelle zu gehen. Wird nicht funktionieren.
Mit ihr in einen Dialog zu kommen, bzw. das ich die Chance habe, dass sie mir einfach sagt was Sache ist, wird nicht funktionieren.
Ich bin eben anderer Meinung und sie wird sich nicht von mir gehört fühlen.
Für sie gibt es nur die Lösung, wenn sie sich anderen Öffnet, dass die auch bitte tun was sie will. Das gibt es bei mir nicht.
Meine Sorge ist, dass sich das auf die Kinder auswirken wird.
Mir bleibt nur ihr jedes mal kund zu tun, dass sie eine Grenze überschreitet und sie zu bitten sich an die Vereinbarung zu halten.
Bis es aus den Ohren kommt.
Mehr in die Tiefe brauche ich nicht gehen. Mich öffnen. Das kommt nicht an.
Sie wird nicht antworten.
Ich werde es weiter beobachten und schauen, ob sich der Schuh wieder fängt oder ob der Verlauf in unruhiges Gewässer führt.
Währenddessen versuche einen Beratungstermin bei dem JA zu bekommen.
Um einfach zu wissen, wann eine gewisse Grenze überschritten wird. Bei eine Handlung dringend notwendig ist.