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Kurze Beziehung - plötzliches Ende - Verarscht?

mitsubi

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Zitat von Körperklaus:
In dem Fall des TE ist aber so dass Sie nie geliebt hat- zu keinem einzigen Zeitpunkt.


Das weißt Du nicht! Sie wird wohl nicht in der Form geliebt haben, wie er es sich wünschte.

Es ist ja nun noch frisch und Aufarbeitung und Perspektivenwechsel geht nicht von jetzt auf gleich. Das weißt Du selbst am Besten.
Bei einer frischen und ungewollten Trennung ist Verleugnung der Realität ziemlich normal. Insbesondere wenn es sich um Menschen wie den TE handelt.

12.05.2019 11:29 • #46


Körperklaus

Körperklaus

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Zitat von mitsubi:
Das weißt Du selbst am Besten.


Bitte nicht unterschiedliche Sachen zusammen mischen oder übertragen, okay?

12.05.2019 11:30 • #47


mitsubi

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Zitat von Körperklaus:

Bitte nicht unterschiedliche Sachen zusammen mischen oder übertragen, okay?


Gilt auch für Dich

12.05.2019 11:31 • #48


Körperklaus

Körperklaus

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Zitat von mitsubi:

Gilt auch für Dich


Deal!

12.05.2019 11:32 • #49


Tobz11


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Zitat:
In fast allem was Du beschreibst, liest sich ein einsamer Mensch. Allerdings kommt Einsamkeit von innen. Darum ist Alleinsein nicht zwingend Einsamkeit. Die Frage ist, warum Du so wenig Sozialkontakte hast.


Ich vermute ein entscheidender Punkt ist die Tatsache, dass auch meine Eltern sehr wenig Sozialkontakte und eigentlich keine Freunde haben. Meine Freunde wurden oft in deren Abwesenheit "schlecht" gemacht oder zumindest wurde deren negative Seiten aufgezeigt. Das macht extrem misstrauisch und auch einsam.

Warum das so wahr? Vielleicht war das das Mittel meiner Eltern, mich an die Familie zu binden, damit sie wiederum selbst nicht alleine sein müssen?!

In diesem Kontext habe ich wieder einen Zwiespalt. Einerseits denke ich, dass mehr Sozialkontakte positiv für mich wären. Andererseits denke ich, dass das dann ja wieder von extern kommt und somit Abhängigkeit erzeugt. Versteht ihr was ich meine?


Zitat:
Verstehst Du Englisch gut?

Ja.


Zitat:
Ich denke dass er bereits verstanden hat was falsch läuft und was zu tun ist um solch grausame Erfahrungen zukünftig abzuwenden.

Genau. Die Umsetzung wird entscheidend sein...

Zitat:
Es ist vollkommen okay dass du gerade leidest, denn dann hast du auch wirklich geliebt.
Solche Phasen sind vollkommen okay .

Das weiß ich...Ist in einer akuten Phase aber leider ein schwacher Trost...


Ich würde auch sehr gerne ein wenig "Trotz" entwickeln. Würde gerne denken "du bist es nicht wert, ich schaue jetzt nach mir"...Auch das fällt mir schwer. Gibt es dafür Tipps von eurer Seite?

12.05.2019 12:02 • #50


Körperklaus

Körperklaus

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Zitat von Tobz11:
Gibt es dafür Tipps von eurer Seite?


Ich schreibe mir in klaren Momenten , wenn ich mich an Empfindungen in manchen Situationen erinnere (Fluchtgedanken, Wut, Enttäuschung , verletzt sein etc.) alles auf um darauf zurück greifen zu können wenn ich emotional absegel.
Da ich zum schönreden und glorifizieren neige.
Ich schreibe auch auf was mich an ihr persönlich und dem ganzen drum herum gestört hat um mir in Krisenzeiten ein realistisches Bild zu bewahren.

12.05.2019 12:07 • x 1 #51


mitsubi

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Ich weiß gar nicht ob es wichtig ist zu wissen, warum die Eltern deine Freunde weg gebissen haben. Die Gründe können vielfältig sein.
Wichtig wäre in dem Fall zu erkennen, dass Du quasi Glaubenssätze übernommen hast, nämlich, anderen besser nicht zu trauen. Weiterhin haben Deine Eltern dann ja auch Deine Freundeswahl nicht akzeptiert, getreu dem Motto, wir wissen besser was gut für Dich ist. Damit sind Deine Grenzen und Bedürfnisse nicht berücksichtigt worden.

Überprüf mal für Dich, inwiefern das ggf üblich war.

Bzgl der Frage was Liebe ist, empfehle ich Alain de Bottom. Ein Philosoph, der seine Ideen mit Psychodynamik verknüpft. Er ist Gründer der School of Life. Die haben viele Kurzvideos zu ganz vielen Fragen des Lebens, auch Beziehungsdynamiken. Schau da mal nach anxious attachment und avoidant partner.
Im englischsprachigen Raum gibt es viel mehr Material über Bindungstheorie. Da kann ich noch Alan Robarge empfehlen. Alles auf YT zu finden

12.05.2019 12:58 • x 1 #52


Tobz11


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Ich kann gerade nicht auf eure Antworten eingehen...

Ich bin vorhin eingeschlafen und eben aufgewacht. Ich bin mit Panik aufgewacht. Mir hat die Orientierung gefehlt und ich habe gespürt, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Ich weiß nicht, wie ich das alles bewältigen soll. Ich weiß nicht, wie ich klarkommen soll. Ich weiß nicht, was ich machen soll... Ich fühle mich so verloren

Ich will das so nicht mehr. Ich will nicht mehr leiden... Ich kann so nicht mehr

12.05.2019 17:01 • #53


mitsubi

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Oh je. Magst Du Morgen zu Deinem Hausarzt gehen und ihm davon berichten? Vielleicht kann er Dir was zur Beruhigung verschreiben, allerdings bloß keine Antidepressiva. Wann ist Dein Therapeutengespräch?
Es gibt Notfallhotlines. Möchtest Du mit jemandem sprechen?

12.05.2019 17:14 • x 1 #54


Karenberg

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Zitat von Tobz11:
Ich weiß nicht, wie ich das alles bewältigen soll. Ich weiß nicht, wie ich klarkommen soll. Ich weiß nicht, was ich machen soll... Ich fühle mich so verloren

Ich will das so nicht mehr. Ich will nicht mehr leiden... Ich kann so nicht mehr


Das mit der Panik und nun deinen Verlorenheitsgefühl ist der Entzug der Hormone.
Nach 6 Wochen ist das schlimmste vorbei, ab da geht es deutlich aufwärts. Mit Glück schon früher.

Durch dein permanent in Hoffnung gehalten worden sein, ist es vielleicht ein wenig schlimmer, weil die Hormone extra befeuert wurden. Deswegen sollte man keine Freundschaft pflegen wenn eigentlich Verliebtheit im Spiel ist.

Durch die Phase musst du nun leider durch. Nix trinken, keine Dro. einfach durch, dann ist es bald vorbei. Das packst du ebenso wie zig Mio. Menschen vor dir.

12.05.2019 17:18 • x 2 #55


Tobz11


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Zitat:
Magst Du Morgen zu Deinem Hausarzt gehen und ihm davon berichten? Vielleicht kann er Dir was zur Beruhigung verschreiben, allerdings bloß keine Antidepressiva.

Mein Hausarzt weiß gut über meine Situation Bescheid. Was zum beruhigen hat er mir schon gegeben, das möchte ich momentan aber nicht nehmen, weil das zwar dämpft und beruhigt, aber dann bin ich so platt davon.
Antidepressiva hat er mir allerdings schon verschrieben (wie ich berichtet habe) und nehme ich auch schon einige Tage...

Zitat:
Wann ist Dein Therapeutengespräch?

Das ist morgen nachmittag.

Zitat:
Es gibt Notfallhotlines. Möchtest Du mit jemandem sprechen?

Ich weiß. Da hab ich direkt nach der Trennung auch angerufen. Aber was soll ich denen sagen? Ich könnte auch mit meinen Eltern sprechen, oder mit meiner Schwester oder mit meinem besten Freund. Aber was soll ich denen sagen? Denen habe ich alles schon mehrfach erzählt. Wie sollen sie mir helfen? Indem sie mir sagen, dass es wieder besser wird? ...


Zitat:
Das mit der Panik und nun deinen Verlorenheitsgefühl ist der Entzug der Hormone.

Das gibt mir ein wenig Hoffnung, dass es besser wird.

Zitat:
Nach 6 Wochen ist das schlimmste vorbei, ab da geht es deutlich aufwärts. Mit Glück schon früher.

Das wäre so um dem 30.05. rum. Wäre schön, wenn es spätestens da deutlich aufwärts gehen würde!


Zitat:
Deswegen sollte man keine Freundschaft pflegen wenn eigentlich Verliebtheit im Spiel ist.

Ich möchte dazu noch was schreiben. Nach dem Urlaub und bevor wir ein Paar wurden, hatte ich mich innerlich schon damit abgefunden, dass wir kein Paar mehr werden. Ich habe begonnen, es zu akzeptieren. Ich war gefühlsmäßig näher an Freundschaft als an der Partnerschaft.
Und dann kommt sie plötzlich und sagt, sie sei jetzt bereit. Ich weiß, dass ich hätte sagen können, dass ich jetzt nicht mehr will...Aber das war doch so lange mein Traum?! Ich hab gesagt, dass ich Zeit brauche, bis ich das alles begreife...Und weil ich das ja schon so sehr wollte, wusste ich, dass das mit Zeit klappen würde...
Und als es dann richtig losgehen sollte, trennt sie sich. Könnt ihr das verstehen? Ich wäre mit der Freundschaft zufrieden gewesen. Ich wusste, dass das nicht ewig so weitergehen kann und habe begonnen, zu akzeptieren. Dann kommt es anders. Und jetzt ist alles kaputt...Alles...Das ist so unfair!

12.05.2019 17:48 • #56


Körperklaus

Körperklaus

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Zitat von Tobz11:
Und als es dann richtig losgehen sollte, trennt sie sich. Könnt ihr das verstehen?


Kann man nicht verstehen und muss man auch nicht weil es nichts ändern würde.
Habt ihr eigentlich noch Kontakt?

Tut mir leid falls ich das irgendwo überlesen haben sollte.

12.05.2019 18:05 • #57


Tobz11


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Zitat von Körperklaus:
Kann man nicht verstehen und muss man auch nicht weil es nichts ändern würde.

Ich meinte, ob ihr versteht, wie das für mich ist? Ich dachte, das ist ein schlechter Scherz...


Zitat von Körperklaus:
Habt ihr eigentlich noch Kontakt?

Nein. Ich bin überall blockiert. Letzter privater Kontakt am 26.04. letzter Kontakt bei der Arbeit am 07.05...

12.05.2019 18:21 • #58


ttttt

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Ich glaube du hast geschrieben du wars vorher in einer langen Beziehung, obwohl du keine starken Gefühle für die Frau hattest, von Anfang an nicht. Fällt es dir schwer alleine zu sein?
Wenn ja, dann ist es sicher gut jetzt mal Therapie zu machen und lernen dich alleine als ganz zu fühlen. Vielleicht auch herauszufinden, was du für dich im Leben alles machen und erreichen und erleben möchtest. Wenn man gut bei sich ist, entwickelt man auch eine Neugier auf seine Umwelt, dann könnte auch die Anzahl und Qualität der Freundschaften zunehmen.

12.05.2019 18:56 • #59


Tobz11


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Zitat:
Fällt es dir schwer alleine zu sein?

Ich wohne seit 2018 allein. Das funktioniert ganz gut und ich bekomme, bis auf die jetzige Trennungssituation, alles gebacken.
Trotzdem fällt es mir durchaus schwer, alleine zu sein. Nach der Trennung bei der langjährigen Beziehung habe ich gleich nach "Ersatz" geschaut, anstatt mich mit mir und dem Alleinsein auseinanderzusetzen. Auch wenn ich mich danach sehne, dass jemand bei mir ist, möchte ich diesen Fehler nicht erneut machen. Ich möchte zuerst ein gesundes Verhältnis zu mir selbst haben...

Zitat:
was du für dich im Leben alles machen und erreichen und erleben möchtest

Ja! Wäre schön, das zu wissen und darüber Klarheit zu haben!


Ich muss immer wieder daran denken, dass es ein Entzug ist, durch den ich durch muss. In diesem Fall wäre ein Wiedersehen, ganz gleich welcher Art, absolut kontraproduktiv, oder was meint ihr? Ich spiele nämlich mit dem Gedanken, evtl. früher zur Arbeit zurückzukehren. Das würde mit der Gefahr einhergehen, ihr über den Weg zu laufen. Allerdings wäre es auch die Chance, "das Feld mit erhobenem Haupt" zu räumen, und nicht als komplettes Wrack, wie sie mich zuletzt gesehen hat. Was denkt ihr darüber?

13.05.2019 10:14 • #60




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