Zitat von brndbschlngrxl: Springfield ist ja auch erst spät auf den Trichter gekommen.
Ich machte mir auch keine Gedanken über alternative Beziehungsformen. Warum auch , ich glaubte fest, wer liebt ist treu. Und ich hielt an diesem Glauben mehr als 30 Jahre fest. Bilanz: 2 Ehen und 4 weitere, längere Beziehungen und jedes Mal war Betrug im Spiel, wurde ich betrogen. Da kamen mir dann doch Zweifel am Automatismus von "Liebe gleichTreue".
Zitat von brndbschlngrxl: Hat sich dein Mindset, bzgl einer Frau, von der Monogame zu Offenen Beziehung hin verändert?
Ja. Früher dachte ich, wenn sich eine Frau in einen Mann verliebt, fokussiert sich ihre Sexualität auf natürliche Art und Weise und irgendwie "automatisch" nur auf diesen einen Mann. Nur um ihn dreht sich ihre sexuelle Welt. Ich dachte, darin liegt der Unterschied zur männlichen Sexualität, deren Welt viel breiter aufgestellt ist.
Deswegen muss ein Mann den Zustand der Treue durch Verzicht und Willenskraft erhalten, wärend sich bei einer Frau dieser Zustand, quasi durch ihre Veranlagung von selbst einstellt. Somit würde ein Betrug ihrerseits, immer bewusst und vorsätzlich erfolgen, um ihrem Mann hinterhältig etwas Böses anzutun.
Mein Mindset von heute ist ein anderes. Die sexuelle Welt einer Frau ist keine andere als die der Männer. Zwar sind die Schlüsselreize und der Weg zum Sex unterschiedlich ausgeprägt, aber das ist im Großen und Ganzen schon alles. Auf mich heruntergebrochen bedeutet das: Meine Frau mag Sex , genau wie ich und so wie ein ungetrübtes Ausleben mir gut tut, tut es auch ihr gut. Genau wie ich, ist sie in der Lage diese Dinge gut einzuordnen und sieht durch ihre Sexkontakte, nicht im entferntesten den Drang unsere Beziehung zu verlassen.
Während ich früher übelstes Kopfkino hatte, wenn meine Partnerin mich betrogen hatte, empfinde ich die Bilder, wenn sie Sex mit einem anderen hat, als überaus sinnlich und schön.
Sich gegenseitig solch schöne Momente zu ermöglichen, ist für uns Ausdruck unserer starken Bindung und Liebe.
So in etwa ist mein Mindset zu unserer offenen Beziehung.