Guten Morgen, Ihr Lieben!
Erst einmal einen Schluck

, so jetzt geht´s los......
Vielen Dan für Eure Beiträge und Meinungen, finde es sehr interessant, wie Ihr alles das Thema so sieht und bewertet.
Im Tenor habt Ihr natürlich alle recht: Was macht sich der Udi jetzt schon Gedanken um ungelegte Eier?
Ich will´s mal zu erklären versuchen, ich denke, dann versteht Ihr, warum ich diesen Thread eröffnet habe:
Als ich noch verheiratet war, hatte ich mit meiner damaligen Frau ein Haus gekauft, einen Resthof. Wir hatten Haus inkl. Grundstück, Garten etc. schon sehr aufwendig saniert und renoviert, die Büros integriert, viel für die Tiere gebaut und gemacht usw usw. Kurz - es war unser Refugium.
Nun ist das alles weg, Frau. Haus, fast alle Tiere, das Refugium halt.
Ich zog in eine kleinere Behausung, wurde leider schwer krank, musste nun meinen Job aufgeben, zahlungsunfähig wurde ich auch, bin ALG II-Empfänger. Diese jetzige Bleibe, so sehr ich mich bemüht habe, ist irgendwie nie mein Refugium geworden.
Eine Unterkunft, ja. Ein Platz zum Schlafen und Werkeln, ja. Ein Platz, wo ich zur Ruhe komme und mich daheim fühle, jaein.
Mein Refugium - eindeutig (leider) nein.
Obwohl ich mit dem alten Leben abgeschlossen habe, erinnert mich leider dieses und jenes noch an frühere Zeiten. Es war ja in der gescheiterten Ehe nicht alles schlecht. Aber sie ist mit allem drum und dran vorbei.....
Mit der angedachten neuen Mietwohnung möchte ich einen neuen Lebensabschnitt einläuten, mich endgültig befreien/lösen von der Vergangenheit. Aber die Schatten kommen immer mal wieder hervor.
Ich möchte dieses Wohnung dann zu meinem Refugium machen, meinem Platz in dieser Welt, versteht Ihr? Es soll meine Burg werden, mein Rückzugsort, der Ort, wo ich Kraft tanke, mich erhole, mich einfach sauwohl fühle. Egal wann, egal wie.
Ich möchte auch noch das eine oder andere in Angriff nehmen, man könnte also von einer neuen (Lebens-)Planung sprechen. Ich würde lügen, wenn ich mir nicht irgendwo wünschen würde, dass ich eines Tages eine tolle bezaubernde Frau kennen lernen möchte/würde. Nur, die Angst, dann wieder dieses und jenes zu verlieren, ganz besonders mein "Refugium", wäre echt übel für mich. Das möchte ich auf keinem Fall.
Das Problem wird dann wohl sein, dass wenn ich dann in festen Händen bin, irgendwann die Frage des Zusammenziehens kommen könnte bzw. würde. Dieser Tag, dieser Moment ist wohl das, was ich fürchte.
Klar, es sind (noch) ungelegte Eier, aber der Lauf der Dinge ist ja nun mal so, dass Menschen, insbesondere Paare, zumeist irgendwann zusammenziehen und leben. Fernbeziehungen und so wäre auch nicht mein Ding, klar würde ich die Nähe meiner Liebsten suchen. Nur - würde ich dann mein Refugium verlieren?
Versteht Ihr, was ich meine?
Liebe Grüße
Euer Udi