Cindy_05
Gast
Mein Freund und ich sind nun 1 Jahr zusammen. Sein Traum war es immer schon nach Japan zu reisen, weshalb wir bei unserem kennenlernen gesagt haben, dass wir gemeinsam dort hin reisen werden. Er sprach die ganze Zeit von nichts anderem und so wuchs auch mein Interesse und ich freute mich darauf diesen Traum mit ihm einmal zu verwirklichen (Hatte vor nach unserer Lehrzeit , wenn ich etwas gespart hatte, ihn zu überraschen mit Flugkarten nach Japan). Ich wollte unbedingt die Freude in seinen Augen und sein Lachen sehen wenn er seinen Traum verwirklicht. Wollte dabei an seiner Seite stehen.
Nun kam alles anders. Sein bester Freund fragte ihn, im September 2023, ob er mit ihm und zwei seiner bekannten mit nach Japan fliegt. Im Mai 2024. Er war so begeistert dass er zugesagt hatte und zu mir meinte wir beide fliegen mit seinen Freunden nach Japan. Ich hatte mich so sehr gefreut.
Die Freude hielt jedoch nicht lange da er mir eine Woche später sagte das sein bester Freund und dessen Bekannte nicht wollen das ein Mädchen mitkommt, da sie ihre Freundinnen jeweils auch Zuhause lassen. Ich sagte meinen Freund das ich dies als ungerecht empfand, mich auszuschließen, nur weil ich ein Mädchen bin. Zumal diese Bekannten weder mich noch meinen Freund kannten zu der Zeit. Es tat sehr weh und ich fühlte mich ausgeschlossen/zu langweilig/vorverurteilt und traurig. Meinem Freund tat das zwar auf einer Seite Leid aber er entschloss sich, nach nicht so langer Überlegung, trotzdem mit ihnen mitzufliegen.
Das Urlaubsansuchen welches er im September in der Arbeit abgegeben hatte - nachdem er den Flug gebucht bzw noch keine Rückmeldung vom Chef erhalten hatte- wurde im Endeffekt im Jänner abgelehnt. Er durfte vom Chef aus keine zwei Wochen Urlaub zu dieser Zeit machen.
War ihm egal, er kündigte seine Lehrstelle nun vor zwei Monaten und flog gestern weg nach Japan.
Ich fühle mich im Stich gelassen und bin zu tiefst traurig das er sich nicht noch mehr dafür eingesetzt hat, dass ich mit kommen könnte oder das er sich generell nicht dafür entschieden hat den Urlaub mit mir zu machen statt seinen Freunden. Vor allem weil wir es am Anfang unserer Beziehung besprochen hatten.
Auf der einen Seite freue ich mich natürlich für ihn das er seinen Traum jetzt nachgehen kann und er so glücklich ist dort zu sein, nur auf der anderen Seite wünsche ich mir in einer Beziehung sowas mit meinen Partner zu teilen.
Seit September belastet mich diese Situation nun schon, ich habe viel Trauer in mir die ich aber eher überdecke und wütend werde, damit ich nicht die ganze Zeit weine.
Ich zittere teilweise, mir wird schlecht und wenn er mir schreibt was sie gerade in Japan erleben oder ich Bilder sehe habe ich schmerzen in der Brust. Es vergeht fast kein Tag an dem ich nicht weine - bin auch schon seit 1 1/2 Monaten deswegen beim Psychologen, weil mich das so getroffen hat.
Wurde nun ein recht langer Text, ich hoffe ihr könnt auch meine Seite verstehen und mit mir eure Gedanken zu der Situation teilen.
Bin ich eine schlechte Freundin, weil ich diese Gefühle habe und sauer/traurig bin, obwohl er doch nur seinem Lebenstraum nachgehen will?
Was hättet ihr in der Situation getan/ wie gehandelt?
LG