Trex
Mitglied
- Beiträge:
- 154
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 86
- Mitglied seit:
Zitat von Piper2603:Therapie ist nicht dazu da Liebe zu therapieren sondern dient zur "Selbstfindung", den eigenen Wert erkennen, eigene Interessen und Ansichten zu entwickeln. Ich denke Du glaubst dass wir Dir raten "sei allein und das am Besten für immer", das hat aber niemand gesagt. Nur erstens wenn man selbst fest mit beiden Beinen im Leben steht, ist man auch attraktiver für Andere und zweitens geht man dann wirklich eine Beziehung ein und begibt sich nicht in eine weitere "Eltern/Kind Abhängigkeit". Ich glaube nämlich dass Deine Beziehung auch so aussah, dass sie entscheiden musste was man zusammen macht, sie hat entschieden was gegessen wird, sie sich um Dich kümmern musste wenn es Dir schlecht ging usw. Versetze Dich mal in die Lage der Partnerin, das ist ein Fulltime Job, wo hat sie da noch Zeit für sich selbst? Sorry ich möchte Dich nicht beleidigen, aber mir fällt kein passender Vergleich ein, aber für die Frau ist es so, dass sie ein Kleinkind an der Hand hat
Das Ding ist, dass ich bei mir war. All die Jahre. Ich hatte meine Interessen und wusste wohin ich will, aber das hat sich alles geändert. Im Moment stelle ich einfach alles in Frage, weil dieser Schlussstrich das letzte war, an das ich geglaubt habe. MaW, das Beben im Bereich Liebe und Beziehung, hat sich komplett auf meine anderen Bereiche des Lebens übertragen. Mir macht kein Spaß mehr, was mir vorher Spaß gemacht hat (ohne sie). In meinem Leben gibt es das gerade nicht..."Spaß". Es gibt höchstens Dinge, die sich nicht sooo falsch anfühlen. Wie schon mal gesagt, zwinge ich mich gerade oft aus meiner Komfortzone, weil ich das Gefühl habe, dass ich das muss. Nicht weil ichs toll finde.
Ich weiß echt nicht, ob ichs lustig oder traurig finden soll. Das was du da beschreibst, war in der Beziehung nicht ich, das war sie. Ganz genau DAS war sie. Ich musste immer entscheiden, habe Urlaube quasi alleine geplant und musste mich andauernd um sie kümmern (was ich ja zum aller größten Teil gerne gemacht habe), weil bei ihr DAUERND irgendwas los war. Prüfungsangst, Bauchweh, Kopfweh, Versagensangst, Eifersucht, finanzielle "Nöte" (die keine waren). Sie hat sich über alles Mögliche verrückt gemacht und ich war derjenige, der sie mit Müh und Not wieder runtergebracht hat. Manchmal hat das aber auch nicht funktioniert.
Also auch wenn das hier so rüberkommt als wäre ich die Größte Mimi, aber das was du da beschreibst, war ich noch nie.
Zitat von Piper2603:ja, ich gebe Dir zwar Recht, aber das "Tutzi tutzi, ach Schnuffelpuffel Du Armer" hilft für wie lange? 10 Minuten? Eine Stunde? Dann ist er wieder mit sich und seinem Gedankenkarusell alleine, hilft es da nicht eher, wenn man ihm Tips gibt, wie er genau dieses Gedankenkarusell selbst unterbrechen kann? Und ja manchmal muss man auch in der Vergangenheit buddeln, damit man überhaupt begreift weshalb dieses Gedankenkarusell überhaupt da ist und wenn man in der Lage ist, das Gedankenkarusell zu erkennen und weiß was man machen kann um es zu unterbrechen, dann fühlt man sich gar nicht mehr so schlecht, denn was uns schlecht fühlen lässt sind die eigenen weitergeführten Gedanken die wir uns machen und wer denkt unsere Gedanken? Na wir und wir haben auch die Macht anderes zu denken
Ich denke deine Intention ist gut und du hast auch nicht Unrecht, aber das Problem ist, dass ich das selber auch weiß. Ich weiß, dass ich quasi zu mir finden muss, ich weiß, dass ich selbst wieder im Saft stehen und mit mir im reinen sein muss etc etc. Immerhin ist das n halbes Jahr her und es ist nicht so, als hätte ich mir keine Gedanken gemacht. Mein Problem ist ja, dass ich Schwierigkeiten habe dort hin zu kommen, dass mir die Energie ausgeht. Und woher nehmen Verlassene oft ihre Energie? Aus ihrem Umfeld, das ihnen Mut zuspricht, das was mit ihnen unternimmt, sie ablenkt, ihnen neue, schöne Erinnerungen beschert etc.. Und genau das habe ich nur extrem begrenzt. Daher suche ich nach alternativen Energiequellen, denn mir bleibt nichts übrig.
Zitat von RyanG:Du fühlst Dich unvollständig, wenn die Partnerin fehlt. Warum? Warum muss sie Dir ein Gefühl von Vollständigkeit geben? Was füllt sie da bei Dir?
Wie schon gesagt, ich habe da leider keine Idee warum das bei mir so ist. Klar, ich hatte keine leichte Kindheit und Jugend blabliblub, aber es ist ja eigentlich schon so seit das Thema Mädels/Beziehungen relevant ist. Das ist vll nicht großartig ernst zu nehmen, aber ich hatte im Kindergarten schon ne Freundin...Sandkastenliebe nennt man das ja so schön.
Klar war das mit meiner Ex ne emotionale Abhängigkeit, aber ist doch auch irgendwo logisch, wenn das der einzige Mensch ist, bei dem man sich wirklich fallen lassen kann, wogegen einen die anderen Menschen in seinem Leben immer wieder mal enttäuschen und man sich so nicht auf die verlassen kann. Ich frag mich ja schon immer was ich falsch gemacht habe, aber im Grunde - und ich weiß, das kommt jetzt total blöd und eingebildet - finde ich da kaum etwas. Um das zu verstehen müsste ich Beispiele und Situationen bringen, aber das würde wohl den Rahmen sprengen. Da müsstet ihr mir einfach glauben.
Zitat von RyanG:Das Ziel ist, dass Du die Sahnetorte sein musst (halt ohne Kirsche), nicht aber das Häufchen Elend
Wie schon öfter gesagt, dieser Sachverhalt bzw diese Bedingungen sind mir bewusst. Es ist auch gar nicht so schwer da selbst drauf zu kommen und das wusste ich an Tag1 nach der Trennung. Aber die Frage ist doch: Wie komme ich persönlich (daher erkläre ich mich ja) da hin?
