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M eine gute Tat des Tages - wer macht mit?

tauris
Ich hab so ne mittel seltene Blutgruppe und hab früher viel Blut gespendet. Also wirklich regelmäßig aber noch mehr hab ich Plasma gespendet. Als Student sogar einmal die Woche den Plasma darf man einmal die Woche spenden und man hat Geld dafür bekommen beim DRK und ich glaube ich hab schon so 80 mal Plasma gespendet und besitze auch ich glaube vier Ausfertigung meines Spenderausweises. Nach meinen Kindern hatte ich mit zu wenig Gewicht zu kämpfen und durfte nicht spenden und mein HB Wert ist auch nicht immer so rosig aber eigentlich hab ich mir jetzt schon lange vorgenommen mal wieder zu gehen. Das war ein guter Anstoß hier. Das werde ich gleich mal in Angriff nehmen.

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S
@Jane_1 Ich hoffe sehr, es hat niemandem geschadet! Blut hatte ich zum Glück nicht gespendet, aber Plasma- in den Neunzigern. Das wurde zu über 90% zu Medikamenten verarbeitet.

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A


M eine gute Tat des Tages - wer macht mit?

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S
@tauris Klasse! Finde ich super wichtig.
Ja, Plasmaspenden war damals ein kleiner Nebenverdienst, man durfte fast jede Woche, wenn die Werte stimmten und bekam, wenn ich mich recht erinnere, 35 D- Mark plus einen Schokoriegel dafür. Irgendwann war mein Eisenwert aber dauerhaft im Keller und nun darf ich ja sowieso nicht mehr spenden. Allerdings bin ich als Stammzellenspenderin registriert.

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tauris
@Schattenseite Thrombozyten wäre noch besser - durfte ich aber nicht. 😊 stimmt der obligatorische 🍫 und immerhin ein wöchentlicher Check Up beim Arzt heute bald Luxus - wenn ich mir die Richtung anschaue die unsere Reformen so nehmen.

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Jane_1
Zitat von Schattenseite:
Allerdings bin ich als Stammzellenspenderin registriert.

Ich auch. Und habe einen Organspendeausweis immer in der Geldbörse.

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S
@tauris Da hast Du vollkommen recht! Man war sowas von im Bilde, was die Blutwerte anging!

#66


S
@Jane_1 Sehr gut! Ich habe den Organspendeausweis auch in meiner Geldbörse.

Das Verrückte ist, daß viele Menschen keine Organe spenden wollen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt der Entnahme bereits tot sein werden.

Meine Mutter wollte zum Beispiel ihre Gehörknöchelchen nicht hergeben. Warum?!😂
Gut, am Ende war es dafür eh zu spät, da sie erst nach Tagen in ihrer Wohnung gefunden worden und entsprechend verwest war.

Und mein verstorbener Partner wollte auch nichts spenden. Einen Tag, nachdem er gestorben war, kontaktierte mich ein Institut für Augenheilkunde, das übers Krankenhaus von seinem Tod erfahren hatte und fragte mich, ob sie seine Netzhäute entnehmen dürften.
Ich sagte sofort zu, obwohl ich wußte, daß er an sich nichts abgeben wollte. Aber er war ja tot und seine Netzhäute wären mit dem Rest seines Körpers abgestorben! Es gab auch keine Verfügung darüber. Wir waren nicht verheiratet, aber auch LebensgefährtInnen dürfen das heutzutage mitentscheiden. Als ich seine Tochter aus erster Ehe darüber informierte, meinte sie, ich hätte das mit ihr zusammen entscheiden und abstimmen sollen, aber es ging um wenige Stunden, in denen die Transplantation noch möglich war. Ich hätte sie womöglich gar nicht pünktlich erreicht. Mein schlechtes Gewissen war entsprechend klein.

Ein paar Wochen später erhielt ich einen Brief vom Institut mit der Information, daß zwei Patienten dank der Netzhäute meines verstorbenen Partners wieder sehen konnten.

Echt, ich mußte so heulen vor Glück …

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Jane_1
Find ich sehr schwierig.

Ich kann es auch überhaupt nicht nachvollziehen, wieso man sich gegen Organspenden sträuben sollte. Aber: jeder darf über seinen Körper bestimmen.

Ich weiß nicht, wie ich an deiner Stelle gehandelt hätte. Das Dilemma ist: egal, wie ich mich entschieden hätte, hätte ich wohl ein schlechtes Gewissen. Entweder, dass ich den Wunsch des Verstorbenen nicht geachtet habe oder dass ich es blinden Menschen verwehrt habe, sehen zu können.

Wobei, das zweite wiegt mE doch deutlich schwerer. Ich glaube, du hast richtig entschieden.

Hier liegt der Fehler eh im System. Der Gesetzgeber sollte mMn die Widerspruchsregelung einführen. Bin überzeugt, dass würde sehr helfen.
Und wer partout nicht will, kann sich zu Lebzeiten dagegen aussprechen, fertig.

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