Also die Zuschriften von euch sind eindeutig. Es wird auch darauf hinauslaufen, wir haben nun kommendes WE nochmal eine Aussprache, die ich dazu nutzen werde, das zum Ende zu führen.
Vielleicht kurz zu mir nochmal, also ich wollte mein Posting nicht sprengen.
Wieso ich an diesen ersten Tagen, wenigen Wochen, superwenigen Momenten festhalte, hat bei mir vielleicht psychische Ursachen. Hier wurde erwähnt, ich müsse doch in meinem Alter in der Lage sein, sowas einzuschätzen und zu beenden. Ja, müsste ich.
Ich vergleiche mich mit einem Raucher, der weiß, dass es schädlich ist, der weiß das alles, aber er fällt immer mal wieder zurück in dieses Muster.
Ich muss dazu zurück in meine Kindheit. Diese Frau hat leider sehr viele Triggerpunkte bei mir erwischt, die mich gnadenlos aus der Bahn geschmissen haben. Ich glaube, sie ist professioneller Manipulateur, anders kann ich mir das nicht erklären.
Diese Frau hat exakt gewusst, wo meine Ängste, meine Ur-Ängste, meine Probleme liegen. Vielleicht habe ich zuviel preisgegeben von mir, vielleicht hat sie auch als Egoistin, Narzisstin ein extrem gutes Talent, Menschen wie mich zu entdecken und zu verdrehen.
Ich bin in meiner Kindheit sehr sehr schwierigen Bedingungen ausgesetzt gewesen.
Ich war zunächst im Kinderheim, später bei Pflegeeltern, beides ist nicht gut verlaufen. Im Heim waren wir Wettbewerber, da war ich 5 oder 6 Jahre alt, wir mussten stets um Zuneigung "kämpfen", ich habe gelernt, dass ich nicht liebenswert bin, ich habe gelernt, dass ich mir Liebe schwer erarbeiten muss, ich habe gelernt, dass ich Leistung bringen muss. Wir wurden im Heim ignoriert, wenn wir schlechte Noten heim brachten, wenn wir nicht gefolgt sind, es wurde nicht gesprochen, manchmal gab es wochenlang kein Gespräch. Das versteht man in diesem Alter nicht. Ich bin also nie geliebt worden, bin nie mit Liebe aufgewachsen.
Wir haben "spüren" müssen, wie die Stimmung ist bei den Pflegerinnen. Das ist eine Art Instinkt, wir hatten oft das Gefühl in unserer Wohngruppe, dass wir die Stimmung aufhellen müssen, also ein komisches Gefühl, es ist komisch das zu beschreiben.
Später kam ich in eine Pflegefamilie, da war ich dann mit zwei leiblichen untergebracht. Auch hier, schlechte Noten hieß, es gab Schweigen. Meine "Eltern" haben nie gestritten, es war immer miese Stimmung, auch hier wieder. Wir Kinder, auch die anderen beiden, mussten die Stimmung auffangen und "spüren". Es gab oft Strafen durch Schweigen, kein Essen.
Nun kommt plötzlich diese Dame hier ins Spiel, die mir vorgab mich so zu lieben wie ich bin, erstmals das Gefühl hatte ich, geborgen zu sein, wie gesagt, in wenigen Tagen, Wochen am Anfang, an denen ich mich total festklammere.
Es kam hier auf, .... emotionale Abhängigkeit, so dumm es klingt, ich glaube ich bin es bereits von ihr, wieso auch immer ich es bin, aber sie hat mich verdreht. Ich glaube sie hat bei mir viele Schatten aufgebrochen, die ich ungelöst in mir trage.
Ich habe vor Jahren eine Verhaltenstherapie und noch eine Gesprächstherapie gemacht. Ich verstehe die Probleme, ich bin Bindungsproblematiker und zugleich Verlustproblematiker. Also ich habe Angst vor Nähe, aber auch Angst vor Verlust. Diese Kombination ist sehr sehr komplex. Ich verstehe meine Probleme, habe aber durch diese Frau erfahren, dass ich diese Probleme noch immer mit mir mit schleife.
Vielleicht wird es dann deutlicher, wieso es mir so schwer fällt oder fiel, mich dort zu lösen, wo jeder normale Mensch sagen würde: Hey, beendet das.
@Sardinien11
Exakt so. Ich mache gern Sport, bin auch gern allein. Lese, beschäftige mich mit Dokumentationen, und allen möglichen Dingen. Sie hat eine klare Vorstellung von Beziehung: Möglichst aufeinanderhocken, am Wochenende komplett, auch unter der Woche. Viel S..... was für mich nur möglich ist, wenn ich eine gute Bindung habe, also wir hatten sehr sehr wenig S.....einfach weil wir fast nur gestritten haben. Da kam und kommt bei mir eine Abneigung auf, die man einfach nicht überwinden kann. Das führte übrigens seinerseits weiter zu Streit - klar.
Mir fehlte auch dann der Tiefgang, gute Gespräche, tiefsinnige Gespräche, ich brauch das einfach, as konnte sie mir nicht bieten. Ich bin verkümmert in dieser Beziehung und ziehe mich dann emotional natürlich auch zurück.
Diese vielen Telefonate und alles dazu, ich denke es war Kontrolle. Sie wollte auch eher nicht schreiben, immer telefonieren. Da hat man den anderen einfach besser im Griff, weil man natürlich hört wo er sich aufhält. Und wir hatten kaum Inhalte, es ging eher um Diskussionen um die Beziehung als diese zu leben. Interessanterweise kamen diese Diskussionspunkte ausnahmslos von ihr, wollte ich diese Beziehung einfach "leben", wurde ich zurechtgewiesen, Gründe dafür gab es ja immer, und es ging wieder um Diskussionen rund um die Beziehung, die wir hätteneinfach führen sollen. Also es ist als ob man vor hat auf einen Geburtstag zu gehen und statt einfach hin zu gehen und zu feiern, diskutiert man darüber, ob man hingeht, aber tut es nicht. Und dann ist der Geburtstag vorbei, um es einfach mal bildlich mit einem Beispiel zu versehen. Schwierig zu beschreiben.
Ich kenne das natürlich anders und zwar so, dass man einfach schöne Gespräche hat, Sehnsucht den anderen zu sehen, da ich das kenne, hat mir mein Gefühl auch signalisiert, dass hier etwas nicht stimmt, weil das "für mich nicht normal war". Diese permanenten Debatten "um uns".