Zitat von Fredde: ich frage mich, ob dir das zu dem Zeitpunkt des Affärenbeginns auch so klar war?
Ehrlich gesagt nicht, es war für mich ja eh alles ziemlich schwierig und als wir uns näher gekommen sind, habe ich deutlich gemacht, dass ich keon Typ für Affären bin und er hat mir sehr glaubhaft vermittelt, dass die Trennung von seiner EF eh sein Wunsch ist und das als vor allem organisatorische Angelegenheit ist. Ich habe das gerne geglaubt, ich habe sie vorher auch kaum mal gesehen und wenn, war es immer sehr kalt und knapp zwischen den beiden.
Zitat von Fredde:und da ihr im gleichen Umfeld wohnt und lebt auch wenig Möglichkeit neu anzufangen. Es sei denn, ihr wärt gemeinsam aus diesem Umfeld weggezogen. Mit all den Folgen für die Kinder, die ein Wegzug mit einem Elternteil und anschließendem Patchwork-Konstrukt mit sich bringt.
In unseren Gesprächen war das schwierig, aber machbar. Wir hatten da viel überlegt wie wir das umsetzen mit Wechselmodellen usw (ja, da habe ich dran geglaubt)
Zitat von Fredde:Wenn du jetzt erwägst deine Wut "an den Mann zu bringen", fände ich es eine gute Idee, erst einmal einen Schritt zurück zu machen und vielleicht einen Brief an dich selbst zu schreiben, in dem du dir deine Situation beschreibst und dir selbst erklärst, welche Anteile du eventuell an der gesamten Entwicklung hast.
Ich habe schon viel geschrieben, besprochen,... ich gehe wöchentlich zu einer Therapeutin um alles für mich aufzuarbeiten.
Zitat von Fredde:Wenn du dir eingestehe kannst, dass die Situation so wie sie jetzt ist, auch maßgeblich durch dich entstanden
Ich muss ehrlich sagen, dass Ich hier nicht zustimmen kann. Ja, es gibt tiefe Verletzungen. Das wollte ich nicht, das wird mir auch für immer leid tun, daran bin ich auch Schuld. Ebenso war ich sehr naiv was seine Kinder betrifft, hätte ich Zweifel gehabt, hätte ich diese Nähe so nie zugelassen. Ich habe darauf vertraut, dass "alles gut" wird, weil es eben so sein soll. Ich habe Glück, dass mein Kind zu klein ist und ihn nicjt so als Bezugsperson wahrgenommen hat.
Für mich (für uns?) War das alles so eine klare Sache, das war dumm, das kann ich im Nachhinein erkennen.
Es geht hier aber um sein schlimmes Verhalten und die Folgen im hier und jetzt.
Ich muss ihm nichts zu dem sagen, was zwischen uns war, das weiß er ja so gut wie ich.
So weh es mir natürlich tut, aber wenn er seine Ehe weiterführen will, habe ich das bereits akzeptiert. Ich will da gar nicht zwischenfunken, die beiden haben ja offensichtlich genug Probleme und Verletzungen zu bewältigen.
Meine Familie hat aber auch das Recht auf Ruhe und die Möglichkeit zu heilen.
Das geht nur, wenn nicht ständig der Dramaknopf "öffentlich" gedrückt wird, während man der betroffenen Person die Luft abschnürt.