Zitat von monchichi_82:Das man von einem Teenie nichts erwarten kann das sehe ich deutlich anders. Es wird von einem Teenie auch in der Schule etwas erwartet, sei es an Leistung, Achtung vor fremden Eigentum, Auftreten & Höflichkeit, es wird im Arbeitsleben etwas erwartet, auch dort muss man mit 15/16 mit Anweisungen & Kritik umgehen können wenn man eine Ausbildung macht, in Freundschaften und Partnerschaften wird auch ein gewisser Umgang erwartet. Genauso hat man sich auch zuhause zu benehmen. Woher soll man es dann nehmen wenn man von zuhause lernt "ich kann sein wie ich will, mir drohen keine Konsequenzen". Ich finde das nicht richtig.
Diese Eigenschaften von einem Tennie zu erwarten sind legitim. Doch der Umgang bei "Fehlverhalten" ist nun mal ab einem gewissen Alter ein anderer. Wir durften damals als ihr Sohn 8 Jahre alt war, Aufgrund seiner Auffälligkeiten in der Schule, zu einer Familienberatung antraben. Von da haben wir viele interessante Informationen erhalten. So geht man davon aus, dass wir als Eltern die Kinder bis ca. 12 Jahren erziehen und ihnen unsere Werte mitgeben können. Ab dem 12ten Lebensjahr ist es mehr ein Begleiten, da die Tennies die Eltern nicht mehr als erste Bezugsperson wahrnehmen, das Äußere Umfeld nimmt einen grösseren Stellenwert ein.
Somit ändert sich auch die Art der Kommunikation zwischen einem Tennie und den Eltern.
Die Kommunikation kann nicht mehr nur aus Forderungen bestehen, sondern sollte vielmehr in die Richtung gehen, wie man mit einem Erwachsenen kommuniziert. Poche ich bei einem Erwachsenen genau so darauf, meinen Willen des gemeinsamen Essens durchzusetzen?
Hat ein Teenie also seine Ausbrüche, kann ich als Erwachsener, der seine Emotionen wesentlich besser steuern kann, mich erstmal zurücknehmen und dieses Verhalten "erdulden". Sind die Emotionen abgeflacht kann auf ruhiger Basis eine gemeinsame Lösung gesucht und dem Teenie die Konsequenzen bei nicht einhalten dargestellt werden.
Ist für beide Seiten um einiges Stressfreier.