Zitat von Atomicblue: An den Wochenenden war ich auch oft genervt. Ich bekam mit, wie andere Menschen auch mal was unternommen haben. Kurztrips, Ausflüge, mal aufs Oktoberfest oder ins Elsass, einfach mal essen gehen oder ins Kino oder eine Ausstellung.
Meine Exaffäre kam auch aus einem solchen Elternhaus. Die Frau ist für Kinder, Küche und Kirche zuständig, der Mann für das Einkommen und ein Haus.
In diesem Fall zwei Häuser, denn als ein Haus fertig war, baute er das nächste. Das war ihm wichtig, auch wegen des Fluchtpunkts. Die Zeit, die er "sinnvoll" auf der Baustelle oder im Baumarkt verbringt, ist seine Zeit und damit ist er vom Familienleben weg. Familienleben, gemeinsame Ausflüge, Urlaubsreisen, Zeit, die sich der Vater für seine Frau und seine Kinder nahm? Alles Fehlanzeige.Damit konnte er nichts anfangen.
Weihnachten wurde pflichtschuldig daheim verbracht, aber sicher hätte er sich da auf seiner Baustelle auch wohler gefühlt.
Die Ehe hielt, schon weil man sich damals nicht scheiden ließ. Unglücklich waren wohl beide, aber die Frau wahrscheinlich unglücklicher, aber vielleicht täusche ich mich da auch. Und das alles kriegen die Kinder mit und später machen sie es genauso.
Freizeit wird getrennt verbracht, sofern man sich überhaupt die Zeit für Freizeit nimmt.
Das Miteinander stirbt sukzessive ab und die Entfremdung der Ehepartner nimmt zu.
Man könnte gegensteuern, aber dazu braucht es die Bereitschaft von beiden.
Es kommt was Neues auf Dich zu. Du solltest Dich trotz unterschwelliger Ängste und Unsicherheit darauf freuen. Du wirst womöglich aufblühen. Das würde mich nicht wundern.