Atomicblue
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Zitat von Margerite:Seine Affäre ist ja selbst verheiratet mit Kindern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass zwei sich aus ihren Ehen lösen und dann eine glückliche ...
Und genau das hilft mir auch gerade sehr dabei, das ganze zu verarbeiten. Auch wenn es noch sehr schwer ist.
Ich möchte unsere Ehe nicht verteufeln. Wir hatten wirklich schöne Zeiten aber wir haben uns auch beide in diesem Trubel aus Arbeit, Familie usw verloren und auseinandergelebt.
Er stellte (und stellt) seine Arbeit über alles andere. Es kann natürlich auch daran liegen, dass ihm diese Selbstständigkeit die Anerkennung einbrachte, die er zB im Elternhaus vermisst hat.
Aber ich habe ihm auch oft genug gesagt, wie stolz ich auf ihn bin und das war nicht gelogen oder „dahergesagt“.
Aber hier liegt halt auch der Hase im Pfeffer, wenn ihm diese Anerkennung irgendwann nicht mehr genügt. So sehr ich es wollte, aber hier hätte ich ihn nicht auffangen können. Ich glaube seine Eltern haben ihm bis heute nicht gesagt, dass sie so richtig stolz auf ihn sind.
Und klar dass es ihn belastet, wenn dann auch noch meine Eltern so frech und abwertend zu ihm waren. Unsere Große ist in der Pubertät und kann zeitweise auch sehr patzig sein. Wenn ihn dann eine Frau begegnet, bei der er sich „gebauchpinselt“ fühlt, dann wird da halt schnell ein Schuh draus…Aber auch sie wird ihn nicht dauerhaft auffangen können.
Ich wünsche ihm auch nichts Böses.
Und würde er mir erzählen, dass es zwischen seiner Affäre und ihm doch nichts wurde, dann würde ich ihm auch nicht mit „Siehste!“ oder Schadenfreude begegnen. Auf sowas habe ich irgendwie noch nie Bock gehabt, auf dieses Hinterhertreten.
Vielleicht weil meine Eltern so waren, die konnten noch jahrzehntelang nachtreten und sowas nervt einfach nur irgendwann.
Auch hoffe ich für ihn, dass da seitens seiner Affäre nicht irgendwas für ihn blöde eskaliert, zB dass der ihr Mann ihn angreift oder so. Ich kenne den Mann nicht. Das wäre die einzige Angst, dass da einer durchdreht.
Als ich vorgestern mit meiner Freundin sprach, sagte sie auch dass sie bei dieser Konstellation der beiden nicht an eine glückliche Zukunft glaubt. Zu viele Baustellen , zu viel Egoismus bei jedem und in ihren über 30 Jahren als Lehrerin hat sie so viele Trennungen mitbekommen, wo sie auch mit Elternteilen gesprochen und beraten hat und genau solche Affären stehen meistens auf eher tönernen Füßen.
Aber ich (und auch er!) sollen diese Trennung als Chance sehen.
Dass ich nun auch endlich mehr an mich und meine Bedürfnisse denke und er auch mehr Verantwortung für sich und die Kinder übernehmen muss. Das wird erst mal schweineweh tun. Uns beiden.
Aber im Bestfall sind wir irgendwann ein gutes „Eltern-Team“ und lernen uns auch selber nochmal kennen.