Zitat von Kamikazediebin: Ich denke alles im Leben hat einen Sinn,
Das ist dein Strohhalm der Zuversicht!
Es hat den Sinn dich freischwimmen zu können.
Dich zu entdecken.
Was meinst Du wieviel Ressourcen du hast, wenn du ihm nicht den Rücken freihalten musst.
Die für dich und deine Entwicklung zur Verfügung stehen.
Zitat von Kamikazediebin: wie ne Schlange häuten und weiter geht's.
Genau das.
Tatsächlich ist deine Haut für dein Wachstum zu knapp.
Oder ein anderes Bild, es ist Zeit das die Raupe ihren Kokon abstreift, die Flügel ausbreitet und in den Frühling fliegt.
Zitat von Kamikazediebin: Geringes selbstbewusstsein , geringes selbstwertgefühl (ich war und bin mein größter Kritiker, und habe oft vollkommen ernst gemeint gesagt dass ich mich nicht ausstehen kann)
Mal daran gedacht, dass er das mit seinem Verhalten mit bewirkt hat.
Und ganz ehrlich, mir ging es nicht besonders gut in meiner "nur Mutter-Ehefrau-Mitfinanziererrolle".
Es war nicht mein Traum meiner Zukunft, und die Realität hat wenig von dem Bild der glücklichen, zufriedenen Mutter und Ehefrau, die nichts mehr braucht als dieses Leben.
Tief in dir hat es dich eben nicht ausgefüllt.
Und es klingt, als wäre dein Wunsch auch eher eine Familie, wo beide wachsen und sich gegenseitig stützen um ihre Träume zu verwirklichen, und gleichzeitig die Kinder gemeinsam in ein gutes Leben zu bringen.
Aber die Realität war, du für alles.
Alles was einen selbst nicht nach vorne bringt, aber alle anderen.
Zitat von Kamikazediebin: warum habe ich 13 Jahre lang gefühlt die komplette Verantwortung abgegeben und mich klein gemacht und mich minderwertig gefühlt - ich brauche keine Fortbildung - mir reicht Kinder und ein Haus ... Ich habe irgendwann immer gedacht ich wäre so gern kreativ oder in mir steckt doch mehr - aber es war halt nie meine Zeit,
Das meinst du, vermutlich hast du es auch so gehört oder durch sein Verhalten empfunden
" bekommen".
Weil Verantwortung komplett abgeben, und gleichzeitig jemanden den Rücken freihalten funktioniert ja nicht.
Oder meinst du damit ausschließlich die Verantwortung über dich, für dich?
Zitat von Kamikazediebin: während er seine Karriere machte, weil ich ihm teils gern teils unglücklich den Rücken frei hielt)
Dein Wunsch im Inneren, dein Traum wurde begraben, denn es ging nur um seine Karriere.
Jetzt kommt die Zeit, wo du dafür sorgen kannst nur deinen Rücken frei zu bekommen.
Ziele zu erreichen, neue Wege zu gehen.
Es gibt Unmengen Alleinerziehende, die nach Trennung beruflich aufgestiegen sind, neue Wege gingen oder eine Qualifikation absolvierten.
Es gibt nur noch einen Grund Kompromisse zu finden. Nicht mehr den"König", die Kinder und dann erst du.
Zitat von Kamikazediebin: ich konnte irgendwann gar keine drei Adjektive mehr für mich finden,
Wie denn auch?
Frage, ging das nur von dir aus, oder auch durch sein Verhalten ausgelöst? Der Macher und du das Weibchen?
Such da mal genauer.
Und dann haben wir ja noch die blöden Hormone, in, während und nach den Schwangerschaften.
Mein Kopf war in der Zeit furchtbar. Ganz schlimm in der Stillzeit. Als würde mit der Milch auch alles an Fähigkeit, Intelligenz usw. ausgesaugt.
Während des Stillens, am Anfang, konnte ich Fragen an mich nicht gerade beantworten. Fing sogar an zu stottern, da Worte einfach nicht mehr da waren.
Bei Kind 1, funktionierte ich, hatte aber eine Wochenbettdepression, die alle, inkl. ich übergingen.
Der Vater musste sein Diplom machen, ich sorgte für den freien Rücken, das Geld zum Leben und Kind und Haushalt.
Gerade beim ersten Kind, tappt man schnell in die Falle.
Will funktionieren, die Anforderung erfüllen, alles richtig machen, und ignoriert den eigenen Körper und Geist.
Wieviel davon war wirklich dein ureigenes Bild, wieviel wurde von Außen beeinflusst?
(Außen bedeutet nicht nur der Partner)
Zitat von Kamikazediebin: und ich habe alles abgegeben was ich dachte was mich ausmacht
Der Strohhalm, Zeit wieder dorthin zu gelangen.
Zitat von Kamikazediebin: Ich hab mich verloren
Strohhalm. Jetzt ist die Gelegenheit die Puzzleteile erneut zu finden.
Dein Weg, dein Tempo, deine Wünsche und Ziele, dein Leben.
Zitat von Kamikazediebin: Ich habe scheinbar doch mehr Verlustangst und Angst vor Einsamkeit in mir als ich dachte...
Oder/ und dich einfach nur zu sehr angepasst, weil das so erwartet wurde, von vielen Seiten, oder nur einer.
Du bist ja nicht einsam.
Nie mehr.
Ein Partner ist schön, wenn er dich stützt, fördert und nicht nur fördert, sollte aber immer nur die Kirsche auf dem Eis sein. Nicht die Bestimmung oder das alleinige Ziel.
Und genügend Beziehungen sind für einen oder beide mehr als einsam.
Die einzige, tiefe Verlustangst, die ich noch habe, dass ein Kind vor mir geht. Und nicht, weil ich dann "alleine" wäre, sondern es ungerecht wäre, sie noch so viel erleben sollen.
Die Gestaltung deines Lebens machst du ab jetzt selbst, du willst nicht einsam sein, dann gestalte es so.
Man ist nicht einsam nur weil da kein Partner ist.
Zitat von EineMitleserin: Deine Träume sind nicht verloren. Und dein kreatives Ich wird jetzt richtig aufleben. Es ist nie zu spät sich selbst neu zu erfinden.
Exakt!
Meine Urgroßtante wurde 102 oder 103 Jahre, war nie verheiratet, ständig unterwegs, selbst mit 80 Jahren fuhr sie noch zum Winterurlaub Langlaufski fahren. Ich habe sie mal gefragt, ob sie sich nicht einsam fühlt ohne Mann und Kinder.
Ihre Antwort, nein, an Angeboten hat es nie gemangelt, aber so selbstbestimmt hätte sie mit Partner nie leben können, schon gar nicht zu der Zeit. Und Augenzwinkernd, mit Sicherheit, wäre sie auch nie so alt geworden.